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Indien: Tiger tötet 13 Menschen – Aktivisten klagen gegen Abschuss

+++ Belgien lässt wegen ASP 4000 gesunde Schweine keulen – Bauer protestiert mit Schwein am Galgen +++

In der Umgebung von Pandharkawada im Yavatmal-Distrikt des indischen Bundesstaats Maharashtra hat eine Tigerin bislang 13 Menschen getötet. Die Hälfte ihrer Opfer hat sie teilweise gefressen. Die indische Tigerpopulation ist in den letzten Jahren stark angewachsen, von 1411 in 2006 auf über 2500. In Indien lebt somit mehr als die Hälfte der auf zirka 4000 Exemplare geschätzten weltweiten Tigerpopulation. Doch auch die menschliche Bevölkerung Indiens wächst stark. Die Folge ist, dass immer mehr Waldgebiete in Agrar- und Siedlungsflächen umgewandelt werden. Die als Tigerschutzgebiete ausgewiesenen Waldinseln schrumpfen, die die Tigerhabitate verbindenden Waldkorridore werden zunehmend durch Dörfer, Straßen und Anbauflächen zerschnitten. Das Problem wird verschärft durch den religiösen Schutz, den Kühe in Indien genießen. Die regierende Hindu-Partei hat diesen Schutz noch verschärft, wie die New York Times in einem ausführlichen und reich bebilderten Artikel berichtet. Dies hat zur Folge, dass die Tiger jede Menge Kühe – und damit Beute – sehen, sobald sie den Wald verlassen. Die Konflikte zwischen Menschen und Tigern nehmen aus diesen Gründen stark zu. Ein Fall wie der der fünf Jahre alten Tigerin T1, die in den vergangenen zwei Jahren 13 Menschen getötet hat, ist aber auch in Indien äußerst ungewöhnlich.

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Hühner retten Wildtiere

Über einen so interessanten wie pragmatischen Ansatz, afrikanische Wildtiere vor der lokalen Ausrottung zu bewahren, berichtet Richard Conniff in der New York Times. In “Chickens Can Help Save Wildlife” beschreibt er den durch die rasante Bevölkerungszunahme enorm gestiegenen Druck auf Wildtierpopulationen in vielen afrikanischen Ländern. Nicht nur, dass menschliche Siedlungen, Weiden und Anbauflächen immer mehr Wildnisflächen und damit Habitate beanspruchen – für viele Menschen in Afrika stellen durch Fallen, Schlingen oder Schusswaffen illegal erbeutete Wildtiere, das sogenannte Bushmeat, die einzige oder hauptsächliche Proteinquelle dar. Modernere Waffen, Kraftfahrzeuge, kommerzielle Vermarktung und das Bevölkerungswachstum hätten zu einem regelrechten Overkill geführt, schreibt Conniff. 15 Millionen Wildtiere werden pro Jahr im brasilianischen Amazonasgebiet gewildert, 579 Millionen in Zentralafrika. 301 terrestrische Säugetier-Spezies sind durch die Bushmeat-Produktion von Ausrottung bedroht, darunter Bonobos und Gorillas.

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Gerichtsurteil: Vögel haben ein “Recht, zu fliegen”

Vögel haben ein “grundsätzliches Recht zu fliegen” und dürfen nicht in Käfigen gehalten werden, urteilte der Richter Manmohan Singh in einem Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof in Delhi (Indien). In dem Prozess ging es um die Geschäfte eines Vogelhändlers, der einige tausend Vögel qualvoll in engen Käfigen gehalten und verkauft hatte. Die Tiere wurden von der Tierschutzorganisation People for Animals (PFA) befreit. Richter Manmohan Singh bezeichnete die Käfighaltung als eine “Verletzung der Rechte der Vögel”, wie die Hindustan Times berichtet. Demnach hätten Vögel “fundamentale Rechte”, zu denen es gehöre “durch die Luft zu fliegen” und “in Würde zu leben”, sie dürften keiner grausamen Behandlung unterworfen und in Käfigen gehalten werden, so der Richter.

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