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Jagd als immaterielles Kulturerbe – Antrag erneut zurückgestellt

Die Deutsche Unesco-Kommission (DUK) hat den Antrag „Jagdkultur und Jagdwesen in Deutschland“ zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes erneut zurückgestellt.

Darüber wurde das DJV-Präsidium auf einer Telefonkonferenz am 17.04. durch den Thüringer LJV-Präsidenten Steffen Liebig informiert. In einem (der Red. vorliegenden) Schreiben des Deutschen Jagdverbands (DJV) an das DJV-Präsidium und die Landesjagdverbände heißt es dazu: “Den Antragstellern DJV, Bayerischer Jagdverband (BJV) und Bundesverband Deutscher Berufsjäger (BDB) wurde eine weitere Überarbeitung in einigen Punkten wie der Tierethik, der Waldpflege sowie des Verhältnisses der Verbände zueinander empfohlen. Diese Neubearbeitung muss bis spätestens 31. Mai 2020 bei der Deutschen Unesco-Kommission (DUK) eingereicht werden. Im Herbst findet dann eine erneute Begutachtung statt. red.

Beitragsbild: Bewerbung mit dem Antrag “Jagdkultur und Jagdwesen in Deutschland” zum Immateriellen Kulturerbe. (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt für den Hinweis!

Falknerei ist immaterielles Kulturerbe

Nach Frankreich, Belgien, Österreich und Tschechien hat nun auch Deutschland die Beizjagd in die Liste immaterieller Kulturgüter aufgenommen. 83 Kulturformen hatten sich um Aufnahme beworben, 27 Bewerbungen waren erfolgreich, darunter Chorsingen, Deutsche Brotkultur, Flößerei, Vogtländischer Musikinstrumentenbau in Markneukirchen und Umgebung oder auch Köhlerhandwerk und Teerschwelerei. Die vollständige Liste findet sich hier. Deutschland setzt damit das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes um, das von der UNESCO-Generalkonferenz am 17. Oktober 2003 verabschiedet wurde und am 20.April 2006 in Kraft trat, nachdem 30 Staaten es ratifiziert hatten. Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. In Deutschland ist das UNESCO-Übereinkommen 2013 in Kraft getreten. Seitdem wird schrittweise ein Verzeichnis des hierzulande gepflegten immateriellen Kulturerbes erstellt.

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