Schlagwort-Archive: Hunde

DJV: Coronavirus – Jagdhund und Reh sind kein Risiko

Haus- und heimische Wildtiere können das Coronavirus (SARS-CoV-2) nicht auf Menschen übertragen, meint der DJV. Ebenso wenig kann der Mensch Tiere anstecken. Experten empfehlen trotzdem regelmäßiges Händewaschen.

Auf Anfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mit: Menschen können sich nach aktuellem Wissensstand nicht über Haus- oder Wildtiere mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren. Jagdhunde stellen also kein Infektionsrisiko dar, ebenso wenig Reh oder Wildschwein. Um ganz sicher zu gehen, untersucht das FLI derzeit, ob Tiere ein Virusreservoir sein könnten. Ergebnisse sollen Ende April 2020 vorliegen.

Mit dem Coronavirus infizierte Menschen können beispielsweise das Fell von Hunden und Katzen mit dem Erreger kontaminieren. Allerdings ist die Virenmenge dann so gering, dass sie für eine Infektion weiterer Menschen nicht ausreicht. Derzeit gibt es laut FLI auch keine Hinweise darauf, dass sich heimische Wild- oder Haustiere bei Menschen mit SARS-CoV-2 infizieren könnten.

[Anm. d. Red.: Eine etwas andere Sicht der Dinge war in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zu lesen: “Nicht der Hund überträgt die Krankheit, aber sein Halsband” – kann nicht schaden, das zur Kenntnis zu nehmen.]

Weiterlesen

Getötete Schwangere – Jägern zweifeln an Beteiligung von Jagdhunden

Im Fall der durch Hundebisse getöteten schwangeren 29-jährigen (JAWINA berichtete), haben beteiligte Jäger Zweifel daran geäußert, dass die Hunde der eingesetzten Meute für den Tod der Frau verantwortlich sein sollen. Die Verstorbene hatte vor ihrem Tod eine Nachricht an ihren Lebensgefährten gesendet, in dem sie von einem Problem mit mehreren aggressiven Hunden berichtete. Dabei sei es jedoch auch um einen Konflikt mit dem Besitzer eines Malinois, eines belgischen Schäferhundes gegangen. Die Frau selbst besaß einen oder mehrere (Die Medienberichte widersprechen sich in diesem Punkt) American Staffordshire Terrier, eine Kampfhundrasse. Der Lebensgefährte der Verstorbenen gab an, etwa 45 Minuten nach ihrem letzten Anruf in dem Waldgebiet eingetroffen zu sein. Einem Bericht des Figaro zufolge gab der Mann an, erst Jagdhunden und dann einem Reiter begegnet zu sein. Dann seien etwa dreißig Jagdhunde aus der Schlucht gekommen, in der sich der Leichnam der Frau fand. Es könnten nur die Jagdhunde gewesen sein, folgerte er.

Weiterlesen

Österreich: Jäger stirbt im Wald – Hund weicht tagelang nicht von seiner Seite

In der Steiermark ist ein Jäger bei der Jagd an Herzversagen gestorben – vier Tage lang harrte seine Bracke an der Seite des Verstorbenen aus, bei großer Hitze, ohne Futter und Wasser. Da der 68-jährige Jäger allein und zurückgezogen lebte, fiel es zunächst keinem weiter auf, dass er von seinem Pirschgang nicht zurückgekehrt war, schreibt die Kronen-Zeitung. Vier Tage nach dem Ableben des Mannes entdeckte ein Mauer bei Mäharbeiten die sterblichen Überreste des Mannes. Sein Hund lag an seiner Seite, die Spurenlage im Gras zeigte, dass er sich nicht von seinem verstorbenen Herrn wegbewegt hatte. Auch verteidigte die Hündin ihren verstorbenen Herrn gegen die anrückenden Helfer und wollte sie nicht zu dem Leichnam lassen. Mit viel Geduld gelang es Helfern eines Tierschutzvereins schließlich, den Hund einzufangen. Im Tierheim trauere die Bracke nun offensichtlich, heißt in dem Zeitungsbericht: Er fresse nicht, liege nur in seinem Korb und lasse sich kaum ins Freie bringen. Das weitere Schicksal des treuen Tiers ist ungewiss, zumal bislang niemand nach der Bracke gefragt habe.

Weiterlesen

Schleswig-Holstein: Behörden warnen vor auffälligem Wolf bei Lübeck

+++ Niedersachsen: Wolfssichtungen bei Thülsfelder Talsperre und Landolfshausen +++ Sachsen-Anhalt: LJV fordert Aufnahme der Nilgans ins Jagdrecht +++ Bayern: Verhungerte Kälber – Nationalpark Berchtesgaden prüft rechtliche Schritte gegen Wildes Bayern e.V. +++

Im Grenzgebiet von Mecklenburg-Vorpommern (nahe Herrnburg im Landkreis Nordwestmecklenburg) und im Lübecker Umland ist mehrfach ein Wolf gemeldet worden, der sich Hunden und Spaziergängern bis auf wenige Meter genähert hat und sich schwer vertreiben ließ. Der Wolf sei nicht aggressiv gewesen, habe aber hartnäckiges Interesse an den Hunden gezeigt, erklärte ein Sprecher des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume LLUR) gegenüber den Kieler Nachrichten (KN). Der Wolf wurde als “auffällig” eingestuft, es wird geprüft, ob Vergrämungsmaßnahmen erforderlich sind. Spaziergänger in dem Bereich werden aufgefordert, ihre Hunde angeleint zu lassen. Der Wolf darf auf keinen Fall gefüttert werden. Das LLUR empfiehlt den KN zufolge, sich dem Wolf nicht zu nähern. Kommt der Wolf einem nahe, solle er “aktiv durch Lärm vergrämt werden” und dann unverzüglich langsam und ruhig der Rückzug angetreten werden. Wolfssichtungen sollen der Wolfshotline unter 0174-63 30 335) gemeldet werden. red.

Beitragsbild: Hund – im Wolfsgebiet bitte anleinen. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

NRW: Staupe bei Fuchs im Kreis Viersen

+++ Südtirol: Wildschweine untergraben Schutzzaun – Ein Toter und zehn Verletzte bei Wildunfall auf A1 +++ Hessen: Sieben Fahrzeuge verunfallen wegen Wildschweinen auf der A5 +++ Sachsen-Anhalt: Wolf im Landkreis Anhalt-Bitterfeld überfahren +++ Baden-Württemberg: AfD-Kreisverband fordert Wolfsjagd +++ FDP-Politiker: Ohne Wolfsjagd keine Weidetierhaltung mehr +++

Hundehalter sollten Impfschutz ihrer Tiere prüfen

Bei einem Fuchs aus Viersen ist das das Staupe-Virus festgestellt worden. Ein Jäger hatte das erkrankte Tier vor Weihnachten geschossen. Besonders Hunde sind von dem Virus bedroht. Darauf weist das Veterinäramt des Kreises Viersen hin. Das Virus überträgt sich als Tröpfcheninfektion oder durch direkten Kontakt zu erkrankten Tieren. Hunde können sich auch an Ausscheidungen erkrankter Tiere infizieren. Bereits im vergangenen Jahr gab es mehrere Staupe-Fälle bei Füchsen in der Grenzregion.

„Ist ein Fuchs bereits geschwächt, kann ein freilaufender Hund ihn leicht aufstöbern und sich anstecken“, warnt Kreisveterinär Dr. Helmut Theißen. Die Krankheit führt in vielen Fällen bei Fuchs und Hund zum Tod. Füchse, bei denen die Krankheit ausgebrochen ist, verlieren meist die Scheu vor Menschen und wirken orientierungslos. Die Tiere bekommen unter anderem Fieber mit Symptomen eines Magen-Darm- oder Atemwegsinfekts.

Weiterlesen

Urteil: Gericht erlaubt “effektive Abwehrmaßnahmen” gegen freilaufende Hunde

Dieses Urteil dürfte hohes Missbrauchspotenzial aufweisen: Gegen einen nicht angeleinten herannahenden Hund, den der Hundehalter nicht (mehr) unter Kontrolle hat, dürfen effektive Abwehrmaßnahmen getroffen werden; das Verhalten des Hundes muss zuvor nicht analysiert werden, urteilt das OLG Koblenz.

Nähert sich ein nicht angeleinter Hund, den der Hundehalter nicht (mehr) unter Kontrolle hat, dürfen effektive Abwehrmaßnahmen ergriffen werden. Angesichts der Unberechenbarkeit tierischen Verhaltens muss der Abwehrende zuvor nicht analysieren und bewerten, ob das Verhalten des Tieres auf eine konkrete Gefahr schließen lässt. Dies hat der 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Koblenz entschieden (Beschluss vom 18.10.2018; Az.: 1 U 599/18), der damit das vorinstanzliche Urteil des Landgerichts Mainz bestätigt hat.

Weiterlesen

Schleswig-Holstein: Staupe bei Wildtieren nachgewiesen

Auf Impfschutz bei (Jagd)Hunden achten

Anlässlich des regelmäßigen Nachweises von Staupeinfektionen vor allem bei Füchsen in Schleswig-Holstein rät das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) Hundebesitzern, auf einen ausreichenden Impfschutz bei ihren Tieren zu achten. Der lückenlose Schutz wird gewährleistet, wenn Welpen und Jungtiere im impffähigen Alter eine Grundimmunisierung erhalten und regelmäßig nachgeimpft werden. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Im Landeslabor wird regelmäßig vor allem bei Füchsen Staupe nachgewiesen. Es handelt sich zumeist um tot aufgefundene oder verhaltensauffällig erlegte Tiere, die von Jägern zur Untersuchung eingesandt werden Die Tiere stammen aus dem gesamten Landesgebiet.
Hunde sind besonders gefährdet.

Weiterlesen

Bayern: Zwei Hunde widerrechtlich erschossen?

Eine weitere Folge aus unserer beliebten Serie “Ruhmesblätter teutschen Weidwerks”: Eine Hundebesitzerin aus Königsbrunn (Landkreis Augsburg) wirft einem Jäger vor, ihre Hunde widerrechtlich erschossen zu haben. Das berichtet die Stadtzeitung Königsbrunn. Demnach ist die Frau am 10. Juli “über den Hof gelaufen”, um bei ihrem Vater “Brezen für ihren Sohn aufzubacken.” Dabei habe sie die Hunde laufen lassen. Dann sei ein Freund des Vermieters, nach Angaben der Frau ein Jäger, vorgefahren und habe geschrien, sie könne da vorn ihre Hunde aufklauben, er habe sie gerade erschossen. Die Frau habe sich daraufhin mit dem Auto auf die Suche nach den Hunden begeben und sie 150 vom Haus entfernt gefunden. Der Schütze sei ihr gefolgt. Der eine Hund war tot, der andere lebte noch schwer verletzt. Der Schilderung der Stadtzeitung zufolge, wollte die Hundebesitzerin den noch lebenden Hund aufheben, als der Jäger sie mit dem Ausruf: “Der lebt ja noch!”, “mit dem Gewehr zur Seite zwang.” Dann soll er vor den Augen der Frau einen Fangschuss auf das Haupt des Hundes angetragen haben.

Weiterlesen

Österreich: Gatterjagd ab 2029 in Niederösterreich verboten

+++ Thüringen: Jäger schießt Nandu +++ Brandenburg: Nabu protestiert scharf gegen wolfsfreie Zonen (JAWINA berichtete) +++

Treibjagd mit Hunden im umfriedeten Gebieten schon ab 2023 untersagt

Der bereits im Vorjahr vorgelegte Entwurf für die Novellierung des niederösterreichischen Landesjagdgesetzes (NÖ LJG) ist in einigen Punkten verschärft worden: So ist vorgesehen, Gatterjagden in Niederösterreich bereits ab 2029 endgültig zu verbieten. Schon ab 2023 soll die Treibjagd mit Hunden in Gattern verboten werden. Für Zuwiderhandlungen sind hohe Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro vorgesehen. Die Bejagung zur Regulierung des Wildbestands bleibt statthaft. Das NÖ LJG soll am 28. Juni beschlossen werden, da sich ÖVP, SPÖ und FPÖ für das Gesetz ausgesprochen haben, gilt die Annahme als sicher. Von ursprünglich 71 in Niederösterreich registrierten Gatterjagden seien zwei mittlerweile aufgelassen worden, berichtet nön.at. Mit dem absehbaren Ende der Gatterjagd hätten die Gatter ihre Attraktivität verloren. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen die Jagdgatter offenbar in Tiergärten umgewandelt werden, “um der Bevölkerung zu ermöglichen, das Wild zu erleben”, so nön.at. Entsprechende Nachnutzungsformen sind gesetzlich festgeschrieben, die Umwandlung wurde nun nicht erst ab 2029, sondern bereits ab 2023 ermöglicht. red.

Beitragsbild: Sauen im (Schwarzwild-Übungs-)Gatter. Foto: SE

DJV-Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet überarbeitet

Die überarbeitete Version des DJV-Flyers “Hundearbeit im Wolfsgebiet” ist ab sofort erhältlich. Sie enthält Verhaltenstipps für die Jagd, informiert über Vorsichtsmaß­nahmen und gibt Hinweise zu Versicherungsfragen.

Der DJV hat eine aktualisierte Version der Broschüre “Hundearbeit im Wolfsgebiet: Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer” veröffentlicht. Dieses mit zahlreichen Illustrationen versehene Faltblatt gibt Hinweise zu Planung und Durchführung einer Jagd oder Nachsuche. Besonders wichtig: In der Paarungszeit von Januar bis März empfiehlt es sich, Hunde im Wolfsgebiet an der Leine zu lassen. Um ein Aufeinandertreffen mit dem Wolf während einer Bewegungsjagd zu minimieren, sollten Jagdhunde erst 30 Minuten nach Beginn des Treibens geschnallt werden.

Weiterlesen