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Niedersachsen: Unsägliche Jagdsteuer-Diskussion im Holzmindener Kreistag

Am Montag Abend diskutierte der Kreistag Holzminden über den von der FDP-Fraktion eingebrachten Antrag, die Jagdsteuer im Landkreis auf null abzusenken. Die FDP begründete diesen Vorstoß einem Bericht der meine-onlinezeitung zufolge mit den umfangreichen Leistungen, die die “Jägerschaft für Natur und Umwelt, sowie bei der Hege und Pflege des Wildbestands” erbringe. Dies solle anerkannt werden. Überdies würden die Jäger “wertvolle Dienste bei der Beteiligung des Fallwildes” leisten. Die Jagdsteuer sei zudem “nicht mehr zeitgemäß und lediglich eine Bagatellsteuer, bei der Aufwand und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis stünden.”

Dem trat die LINKE Abgeordnete Sabine Golczyk mit pseudowissenschaftlichen Untersuchungen entgegen, denen zufolge “die ausübende Jagd” das Fallwildaufkommen “nur noch mehr provoziere”. Zum Verständnis: Bei dem von Jägern freiwillig und auf eigene Kosten entsorgten Fallwild handelt es sich zum größten Teil um Unfallwild, das auf der Straße totgefahren wird. Die Erfahrungen in diversen Landkreisen zeigen, dass diese freiwillige Leistung mehr wert ist, als die Jagdsteuer: Die Entsorgung durch beauftragte Unternehmen oder Mitarbeiter von Entsorgungsbetrieben und Straßenmeistereien kostet i.d.R. mehr, als die Jagdsteuer einbringt.

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