Schlagwort-Archive: Hochsitze

Thüringen: Jagdverbot für Jagdausübungsberechtigte

Die Entnahme von Wolfshybriden soll nach dem Willen des grünen-geführten Umweltministeriums mit weitgehender Entrechtung der Revierinhaber einhergehen, während Verbänden und Opposition die demokratische Mitwirkung an der Novellierung des Landesjagdgesetzes verwehrt wird.

Die Entnahme der Thüringer Wolfshybriden (JAWINA berichtete) wird vom Thüringer Umweltministerium unter Leitung der grünen Umweltministerin Anja Siegesmund als “geheime Kommandosache” durchgeführt, schreibt die Thüringer Allgemeine. Der martialische, eher an Putschversuch und Bürgerkrieg gemahnende Tonfall ist durchaus angemessen, denn nach dem Willen der rot-rot-grünen Landesregierung geht die Wolfsentnahme mit einer weitgehenden – und rechtstaatlichen Prinzipien Hohn sprechenden – Entmündigung der eigentlich Jagdausübungsberechtigten einher. Vor einigen Tagen wurden Schreiben an die betroffenen Revierpächter versandt, in denen ihnen die “Durchführung einer Maßnahme” auf den von ihnen gepachteten Flächen mitgeteilt wird.

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Niedersachsen: Polizei schnappt mutmaßliche Hochsitzzerstörer

+++ Bayern: Neues Wildwarnsystem erkennt anwechselndes Wild mit Bewegungsmelder +++ Brandenburg: Wolf angefahren, betäubt, eingeschläfert +++ RLP: Wolf im Westerwald nachgewiesen +++ “Schwachmaten-Idee” – Anwohner diskutieren Bogenjagd +++ Niedersachsen: Jäger schießt 700-Kilo-Bullen +++ NRW: Entlaufener Jagdhund beißt kleinen Mischling tot +++

Am Sonntag sind in Werlte und in der Gemeinde Lorup eine Vielzahl von Hochsitzen der Jägerschaft beschädigt worden, wie die Polizei mitteilt. Spuren an den Tatorten deuten darauf hin, dass die militante Tierrechtsorganisation “Animal Liberation Front” – kurz ALF – für die Beschädigungen verantwortlich sein dürfte. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Nach einem Hinweis trafen Polizeibeamte aus Sögel und Papenburg in einem der betroffenen Waldgebiete drei verdächtige Personen mit einem Geländewagen aus Westerstede an. Bei ihnen wurden Werkzeuge gefunden, die für die Taten genutzt worden sein könnten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise werden unter (05952)93450 entgegengenommen. PM

Beitragsbild: Zerstörter und beschmierter Hochsitz. Foto: Polizei

NRW: Mehr als 60 jagdliche Einrichtungen professionell zerstört

+++ Seit 2015 haben Wölfe in Norddeutschland ca. 1300 Nutztiere gerissen +++ NRW: Wolf reißt erneut Schafe in Holte-Stukenbrock +++ Bayern: Jäger an Hasenpest erkrankt +++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen Damschaufler im Mehmker Forst +++

Seit Jahresbeginn sind in den Kreisen Wesel und Kleve mehr als 60 Hochsitze, Kanzeln und Erdsitze von bislang unbekannten Tätern zerstört worden. Die Westfälische Rundschau (WR) zitiert einen Revierinhaber aus Kamp-Lintfort mit dem Satz: “Bei mir steht keine einzige Kanzel mehr.” Der oder die Täter rücken vermutlich nachts mit Fahrzeugen an, sie sind mit Profi-Werkzeugen wie Akku-Sägen und Trennschleifern ausgestattet. So werden die Hochsitze z.T. nicht nur angezündet oder umgesägt, sondern teilweise sogar komplett zersägt. Selbst Metallrohre seien kleingeschnitten worden, klagt Alfred Nimphius, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Wesel, gegenüber RPonline. Mitunter werden bis zu acht Hochsitze in einer Nacht zerstört, der Schaden beläuft sich mittlerweile auf über 30.000 Euro. Bei manchen Sabotageakten geht es nicht nur um Sachbeschädigung, die Täter nehmen offenbar billigend in Kauf, dass Menschen durch angesägte Kanzeln zu Schaden kommen. Die WR berichtet von einem Fall, in dem ein Jagdaufseher erst auf einer der obersten Sprossen der Leiter bemerkte, dass der ganze Hochsitz schwankte: Die Telefonmasten waren durchgesägt, der Sitz aber nicht umgestoßen worden. Dass auch spielende Kinder solchen feigen und hinterlistigen Attentaten zum Opfer fallen könnten, nehmen die fanatisierten Täter offenbar billigend in Kauf.

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Peta attackiert Schüler für Hochsitzbau im Unterricht

Schon Neuntklässler können zum Ziel von Kampagnen der militanten, als gemeinnützig anerkannten Tierschutzorganisation Peta werden: “Peta pöbelt gegen Schüler“, schreibt die Mitteldeutsche Zeitung (MZ), weil die Schüler des Ballenstedter Wolterstorff-Gymnasiums (Landkreis Harz, Sachsen-Anahlt) im Jugendwaldheim Wildenstall Drückjagdstände zusammenzimmern halfen. Das Ganze fand im Rahmen eines Umweltbildungsprojekts statt, der Leiter des Jugendwaldheims, Harald Schreier, ist ehemaliger Revierförster. Peta wirft dem Wolterstorff-Gymnasium “unkritische Wissensvermittlung” vor, da Jugendliche “im Unterricht Jäger-Ansitze für tödliche Jagd” bauen würden. “Unter dem Deckmantel der Naturverbundenheit” würden “grausame Fakten verharmlost”. Den Jugendlichen werde “mit einseitigen Informationen ein ausschließlich positives Bild der Jagd vermittelt. Um alle Aspekte zu lehren,” so Peta, “sollten Schulprojekte nicht nur Ansichten der Jäger transportieren, die eine geschönte Perspektive der Jagd und ihren Konsequenzen darstellen. Die Tierrechtsorganisation hat der Schule Unterrichtsmaterial und ein Referat vor Ort angeboten.”

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Berlin: Hochsitze im Grunewald angezündet

In den vergangen Wochen wurden im Grunewald sechs Hochsitze von bislang Unbekannten mutwillig umgeworfen oder angezündet und zerstört, wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SUVK) mitteilt: Dadurch könnten Menschen verletzt werden, durch das Feuer kann auch in den Wintermonaten der Wald in Brand geraten. Wertvolle Erholungs- und Lebensräume könnten durch das Feuer verloren gehen, klagt die SUVK. Einrichtungen wie Hochsitze seien für die Jagd und damit für eine stabile und naturnahe Entwicklung unserer Wälder wichtig. Die Zerstörung der Hochsitze erschwere den Schutz der Wälder vor Wildverbiss. Im Stadtwald trage die Jagd auch zu einem gesunden und angemessenen Wildbestand bei. Damit stabile Mischwälder aus verschiedenen Baumarten heranwachsen und sich junge – gepflanzte oder natürlich ausgesäte – Bäume entwickeln können, ist die Bejagung unverzichtbar. Die Jagd ist im intensiv genutzten Erholungswald ohne Hochsitze jedoch nicht möglich.

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Britzel! Funk! Schmor! Jagdbehörde warnt vor Hochsitzen unter Hochspannungsleitungen

Die Oberste Jagdbehörde des Landes Brandenburg (OJB) hat ein (der JAWINA-Redaktion vorliegendes) Schreiben des Stromnetzbetreibers 50Hertz Transmission GmbH an die Unteren Jagdbehörden (UJB) des Landes weitergeleitet. In dem Schreiben an die OJB warnt 50Hertz vor den Gefahren, die sich “aufgrund der Nachtrassierung einer vorhandenen Höchstspannungsleitung” ergeben. In Folge der Nachtrassierung seien “diverse Unterschreitungen von notwendigen Sicherheitsabständen bei Hochsitzen” festgestellt worden. Die OJB fordert die UJBen in bestem Beamtendeutsch auf,  “in Ihrem Zuständigkeitsbereich die notwendigen Veranlassungen zur Einhaltung der gebotenen Sicherheitsmaßnahmen” zu treffen.

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