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Österreich: Jäger im Hitzeeinsatz

Niederösterreichs Jäger im Hitzeeinsatz: Wildtiere benötigen Tränken und Schattenspender. Hege vor allem im Sommer große Herausforderung – austrocknende Feuchtbiotope, verdorrte Felder und frühe Ernte verstärken Stress bei Niederwild

JAWINA-Leser PW schreibt: Deutsche Jäger können das auch.

Die Jägerinnen und Jäger in Niederösterreich sind seit einigen Tagen wieder im Hitzeeinsatz, denn langanhaltende Hitzeperioden beeinträchtigen nicht nur Menschen sondern auch Wildtiere. Dieses Jahr wird der Stress vor allem beim Niederwild durch die frühe Ernte und den damit verbundenen großflächigen Verlust von Deckung, Schatten und Nahrung zusätzlich verstärkt. “Jäger sind im ganzen Jahr als Heger gefragt. Aber insbesondere im Sommer, wenn die hohen Lufttemperaturen während der Nacht keine Taubildung zulassen, sind Wildtiere auf zusätzliche Wasserstellen durch den Bau von Tränken sowie auf Schattenspender angewiesen”, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll. Fasane etwa bevorzugen Lebensräume entlang von Wasseradern und verschilften Feuchtbiotopen und leiden unter deren Austrocknung. Aber auch der Feldhase als ehemaliger Steppenbewohner benötigt mehr Wasser als landläufig angenommen.

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Hecheln, fächeln, suhlen: Wie Wildtiere die Hitzewelle überstehen

Viele Tiere können nicht schwitzen. Um sich bei der aktuellen Hitze abzukühlen, nutzen sie andere Strategien.

So heiß war es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1893 im Mai noch nie. Kein Wunder, dass die Deutschen am vergangenen Dienstag, dem bislang heißesten Tag des Jahres, gehörig ins Schwitzen kamen. Damit unterscheiden sie sich von anderen Säugetieren, die wenige bis gar keine Schweißdrüsen besitzen. Der Deutsche Jagdverband erklärt wie Wildschwein, Feldhase und andere Wildtiere dennoch “cool” durch die anhaltende Hitzewelle kommen.

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Bayern: Jagdhunde aus überhitztem Auto befreit

Tierschutzbeauftragte: Hunde bei Temperaturen von mehr als 20 Grad auch nicht für kurze Zeit im Auto lassen

In der Nähe des Dokumentationszentrums Obersalzberg im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land musste die Polizei zwei Jagdhunde aus einem überhitzten Auto befreien. Ein Passantin hatte einen Hund in SUV bemerkt, der schon bedenklich hechelte. Die Polizei stellte fest, dass sich in dem Auto ein größerer Zwinger mit zwei Jagdhunden befand.  Der Wagen stand voll in der Sonne und nur das hinterste Fenster war auf der Beifahrerseite ein Stück aufgeschoben. Da es sich um ein auswärtiges Fahrzeug handelte, bestand durchaus die Möglichkeit, dass der Fahrer mit dem Bus auf den Kehlstein gefahren ist, vermutete die Polizei. Da sich für die Tiere auch kein Wasser im Zwinger befand, musste seitens der eingesetzten Beamten gehandelt werden. Mit Hilfe eines Schraubendrehers und eines Hebeleisens konnte der Zwinger so weit geöffnet werden, dass die Hunde aus ihrem stark aufgeheizten Verließ befreit und durch das Fenster ins Freie gebracht werden konnten. Dort wurde ihnen mit Hilfe eines freundlichen Passanten sofort eine Schüssel mit Wasser gereicht. Der gedankenlose Hundehalter muss sich nun mit Ermittlungen nach dem Tierschutzgesetz auseinandersetzten, die Hunde wurden vorerst zur Dienststelle verbracht, von wo aus sie wieder abgeholt werden dürfen. Auf die Ausrede des Hundehalters warten die eingesetzten Beamten mit Spannung.

Die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz, Michaela Dämmrich, weist aus gegebenem Anlass auf die Problematik hin: Auch in Braunschweig passiert mussten drei Hunde überhitzt und erschöpft von der Polizei aus einem PKW befreit werden. Anlässlich der hohen Temperaturen fordert die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz alle Hundehalterinnen und Hundehalter auf, ab einer Außentemperatur von 20 Grad Hunde selbst für kurze Zeit nicht im Auto zu lassen.

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Wie Waldtiere der Sommerhitze trotzen

Während Menschen der gegenwärtigen Sommerhitze durch Flucht in klimatisierte Räume oder Schwimmbadbesuche erwehren können, fragt sich mancher, wie dies eigentlich die Wildtiere im Wald überstehen. Leiden die Tiere in Wald und Flur unter den hochsommerlichen Temperaturen? „Jein“ sagen die Experten der Thüringer Landesforstanstalt: Hirsch, Hase & Co. haben “coole Strategien, um mit der Sommerhitze fertig zu werden.”

Im Gegensatz zum Menschen schwitzen Waldtiere bei der Bewegung nicht – viele wilde Gesellen haben wenig oder gar keine Schweißdrüsen. Wie der Haushund oder die Hauskatze hecheln sie und verdampfen dabei Speichel, um den Körper zu kühlen. Feldhasen atmen gar über ihre langen Löffel im Sommer besonders intensiv.

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Tierische Strategien gegen Sommerhitze

Nicht nur Menschen leiden unter den hochsommerlichen Temperaturen. Auch Wildtieren setzt die Hitze zu – doch sie wissen, wie sie sich Abhilfe verschaffen können. Schlammige Pfützen und kühle Wasserlöcher sind bei Wildtieren jetzt heiß begehrt. Hirsche und andere Paarhufer haben keine Schweißdrüsen wie Menschen. Also mussten Wildtiere Strategien entwickeln, um der Hitze zu trotzen. Hirsche waten beispielsweise durch tiefe Gewässer bis ihnen das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Bei Wildschweinen ist eine ordentliche Schlammpackung besonders beliebt. Durch das Suhlen im Schlamm bleibt feuchte Erde an den Borsten hängen und kühlt die empfindliche Haut der Schwarzkittel. Ein weiterer Vorteil dieser Wellness-Behandlung: Mücken, Bremsen und Zecken bleiben in der zentimeterdicken Schlammschicht kleben, trocknen ein und werden später an Bäumen einfach abgescheuert.

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