Schlagwort-Archive: Hessen

Hessen: Gutachten zur Klage der FDP gegen die Jagdverordnung liegt nun vor

Der Wildökologe Prof. Dr. Dr. Sven Herzog von der Technischen Universität Dresden spricht sich in seinem nun vorgelegten Gutachten für eine Überarbeitung der Hessischen Jagdverordnung unter Ausschluss sachfremder Argumente aus. Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag hat bereits 2016 gegen die Jagdverordnung Klage vor dem Staatsgerichtshof eingereicht und das Gutachten in Auftrag gegeben.

Herzog zu den im Rahmen der Hessischen Jagdverordnung geänderten Jagd- beziehungsweise Schonzeiten: „Die überwiegende Mehrzahl der Änderungen schränkt das Jagdausübungsrecht ein, ohne dass mit der jeweiligen Einschränkung ein durch wissenschaftliche Untersuchung belegbarer Vorteil, etwa aus Sicht des Tier- oder Artenschutzes, gegenübersteht.“ Der Umfang der Änderungen in der Jagdverordnung lasse darauf schließen, „dass man sich hierbei nicht ausschließlich von sachlichen, sondern politischen Erwägungen leiten ließ“, so Herzog weiter.

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Hessen: Aktionsbündnis Ländlicher Raum stellt zur Landtagswahl Forderungen an die Politik

22 Verbände erwarten von der hessischen Landespolitik u. a. eine gleichberechtigte Teilhabe an der Wohlstandsentwicklung, den Ausbau von Wirtschaftskreisläufen und einer digitalen Infrastruktur, Schutz natürlicher Ressourcen und die Ermöglichung einer effektiven Jagd.

Am 21. August wurden in Friedrichsdorf die Positionen für das Positionspapier erarbeitet. Das Bündnis ruft die ländliche Bevölkerung auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und am 28. Oktober wählen zu gehen. Das Bündnis repräsentiert den größten Teil der ländlichen Bevölkerung. Vertreten sind dort u. a. der Hessische Städte- und Gemeindebund, der hessische Bauernverband, der Rheingauer Weinbauverband, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie der Landesjagdverband Hessen.

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Hessen: Die schwarz-grüne Axt am Märchenwald


Deutsche Wildtier Stiftung: Rettet die Wälder in Hessen vor der Windkraft

Es war einmal: Die Gebrüder Grimm schickten Rotkäppchen und Hänsel & Gretel in den Deutschen Wald und machten Hessen damit weltbekannt. Doch die Jahre vergingen. Heute legt die Landesregierung ihre schwarz-grüne Axt an die Märchenwälder Hessens, um mit viel Wind den Wald in Energie zu verzaubern…

Das ist keine Märchenstunde! „Gegenwärtig wird von Seiten des Landes mit einer Zielgröße von 2.300 bis 2.800 Anlagen auf den hessischen Windvorrangflächen, von denen etwa 80 Prozent im Wald stehen“ gerechnet. So steht es in einem Faktenpapier der Landesregierung. Man geht von einer „verfügbaren Waldfläche von 550.000 bis 600.000 Hektar“ aus.

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Hessen: OJB begründet Ablehnung der Schonzeitaufhebung für Waschbären

Ignoranz und Tatsachenleugnung als Entscheidungsgrundlage?

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUKLV) hat den Antrag des Jagdpächters Helmut Nickel, die Schonzeit für Waschbären aus Artenschutzgründen aufzuheben, abgelehnt (JAWINA berichtete). Die Begründung lautete im Wesentlichen, dass die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes “keine Erkenntnisse” habe, die Nickels Einschätzung bestätigen. Wir haben beim MUKLV nachgefragt:

“In dem Bescheid heißt es, die Oberste Jagdbehörde (OJB) habe keine Erkenntnisse, die die allgemeine Einschätzung des Antragstellers bestätigen”, schrieb die JAWINA-Redaktion an das Ministerium. Und weiter: “Dies dürfte sich auf die vom Antragssteller zur Begründung seines Antrags vorgebrachte Einschätzung beziehen, dass die “Schonzeit für Prädatoren zum Verhängnis für bedrohte Arten” werde, da “gerade im Frühjahr, wenn Feldhase, Rebhuhn und Fasan ihre Jungen aufziehen”, […] “diese Jungtiere von den Prädatoren als Futter für die eigenen Jungen benötigt” würden.

Wenn der OJB tatsächlich keine Erkenntnisse vorliegen, die diese Einschätzung bestätigen, so stellt sich uns die Frage, wie das sein kann, und ob ein derartiges Nicht-Erkennen oder Nicht-Erkennen-wollen nicht als schuldhaft vorsätzlich oder zumindest grob fahrlässig qualifiziert werden muss.

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Hessen: LJV kritisiert zu Beginn der Jagdsaison Einschränkungen der Fuchsjagd

Im zweiten Jahr nach dem Inkrafttreten der neuen hessischen Jagdverordnung und der eingeführten Schonzeit für den Fuchs (vom 01.03.-14.08.) zeigt sich die Jägerschaft besorgt um das Niederwild, so der LJV Hessen in einer aktuellen Pressemitteilung. Denn während der Sommermonate darf der Fuchs nicht bejagt werden. Doch gerade in dieser Zeit ziehen viele bodenbrütenden Arten wie Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche aber auch Junghasen und Feldhamster ihren Nachwuchs groß. „Die hessischen Jägerinnen und Jäger können ihren gesetzlichen Hegeauftrag nicht mehr erfüllen, da uns durch die Jagdverordnung die Hände gebunden sind und wir den Jungfuchs erst ab dem 15. August bejagen dürfen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen.

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Hessen: Waschbär darf ab 1. August wieder bejagt werden

LJV: “Hausbesitzer und der Artenschutz können aufatmen”

In den vergangenen knapp 10 Jahren hat sich die bundesweite Jagdstrecke der Waschbären nahezu vervierfacht. Zudem ist der Waschbär seit 2016 als gebietsfremde und invasive Art auf der EU-Liste aufgeführt. Laut Vorgabe der EU sollen invasive Arten, auch die, die sich bereits etabliert haben, an der weiteren Ausbreitung gehindert oder diese verlangsamt werden. „Umso unverständlicher ist es, dass es gerade in Hessen – im Bundesland mit einem der höchsten Waschbärvorkommen – eine Schonzeit für den Kleinbären gibt“, so Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen.

Der LJV fordert ein Umdenken von der Landespolitik und erwartet von den Parteien eine klare Position vor den Landtagswahlen im Oktober. Die Zahlen sind eindeutig und zeigen die rasche Verbreitung der Kleinbären in ganz Deutschland. Hier steht insbesondere Hessen in der Pflicht, die EU-Verordnung umzusetzen. Jedoch wird durch den kürzlich veröffentlichten Managementplan die Aufhebung von Schonzeiten als regionale Artenschutzmaßnahme deutlich erschwert: Denn künftig müssen Artenschutzprojekte zur Populationskontrolle wie in der Wetterau oder der Rhön durch ein aufwendiges Monitoring verpflichtend begleitet und evaluiert werden.

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Hessen: Hessen will Waffenrecht wegen Messerangriffen verschärfen

+++ Hessen: Schonzeit für Fuchs und Waschbär in den Revieren des Rebhuhn-Hegerings Wetterau aufgehoben +++ USA: Führende Elchkuh attackiert Besucherin im Yellowstone Nationalpark +++

Hessen fordert auf IMK bundesweite Regelung für Waffenverbotszonen – Innenminister Peter Beuth: „Waffenverbotszonen erhöhen Kontrolldruck und sorgen für mehr Sicherheit.“ Extremisten sollen Waffen entzogen werden.

Hessens Innenminister Peter Beuth hat auf der Innenministerkonferenz (IMK) in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) angesichts zunehmender Messerangriffe im öffentlichen Raum ein bundesweit einheitliches Vorgehen zur Einrichtung von Waffenverbotszonen gefordert. Das teilt das Hessische Ministerium des Innern und für Sport mit. Ob auch Fahrverbotszonen für LKW geschaffen werden sollen, geht aus der Pressemitteilung des Ministeriums nicht hervor, in der es weiter heißt: “Hessen schafft auf Landesebene hierfür derzeit die nötigen Voraussetzungen, damit Kommunen ihrerseits Waffenverbotszonen an bestimmten Plätzen einrichten können. Hessen will darüber hinaus erreichen, dass bundesweit ein generelles Waffenverbot rund um Kindergärten, Schulen, Bahnhöfe und bestimmten öffentlichen Einrichtungen erlassen wird.

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Hessen: Landesjägertag 2018 in Fulda – Dissens um Prädatorenbejagung

Im Jahr der Landtagswahl in Hessen sorgten die Themen Jagdverordnung, Schonzeitaufhebung für Prädatoren sowie die Unterstützung bei der ASP-Prävention für reichlich Zündstoff auf dem Landesjägertag. Erfreulich: Für die Grünbrücke an der A45 gäbe es „grünes Licht“ vom Verkehrsminister.

Im Festsaal des Maritim-Hotels begrüßte LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger den Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, die hessische Umweltministerin Priska Hinz, weitere Ehrengäste, sowie alle Jägerinnen und Jäger, die aus ganz Hessen angereist waren. Stellvertretend für alle Unterstützer aus der Jäger- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg e. V. dankte der LJV-Präsident Dr. Rudolf Leinweber für die Ausrichtung der großen jährlichen Hauptversammlung.

Staatsministerin Priska Hinz dankte den Jägerinnen und Jägern für ihre zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten zur Erhaltung der Biodiversität. „Die ersten Projekte für die Leitarten der Feldflur sind gestartet und ich freue mich, dass wir in diesem Feld so produktiv zusammenarbeiten“, so Ministerin Hinz. Gewinner von solchen Projekten sei sicherlich auch der Feldhase, der nach den Ergebnissen der letzten Zählungen nachhaltig bejagt werden kann.

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LJV Hessen fordert mehr Grünbrücken

Der Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen muss mit der Errichtung von Querungshilfen verbunden sein, fordert der Landesjagdverband Hessen (LJVH) in einer Presseerklärung: Der stetig zunehmende Verkehr macht den Aus- und Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen erforderlich. Die Hauptverbindungsstränge – in Hessen zählen hierzu die A44 Kassel-Eisenach sowie die A45 und A5 in der Nord-/Südachse – müssen dem erhöhten Verkehrsaufkommen gerecht werden. Zudem nimmt Hessen unter allen Bundesländern eine besondere Position ein: Der Ausbau von Versorgungs- und Transporttrassen, Siedlungs- und Gewerbebau seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 nimmt zusätzlich viele freie Flächen in Anspruch. Insgesamt durchqueren rund 17.300 Kilometer Straßen das Land. Davon entfallen 1.000 km auf Bundesautobahnen und rund 1.300 km auf Bundesstraßen.

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Hessen: Jäger beantragen Schonzeitaufhebung für Waschbär

Die Jägervereinigung Oberhessen ist der Meinung, dass Hessen die “schlechtesten Jagdzeiten in Deutschland” hat. Zumindest in einem Fall wollen die Jäger dagegen jetzt etwas unternehmen: Der 1. Vorsitzender der oberhessischen Jäger, Helmut Nickel, fordert in einem Schreiben an das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) die sofortige Aufhebung der Schonzeit für Waschbären.

Zur Begründung des an die grüne Umweltministerin Priska Hinz gerichteten Antrags führt Helmut Nickel aus: “Nach Art. 19 der EU-Verordnung Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten haben die Mitgliedstaaten innerhalb von 18 Monaten nach der Aufnahme einer invasiven gebietsfremden Art in eine Unionsliste über wirksame Managementmaßnahmen für diejenigen Arten zu verfügen, die in ihrem Hoheitsgebiet weit verbreitet sind.

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