Schlagwort-Archive: Hessen

Hessen: Aktionsbündnis Ländlicher Raum stellt zur Landtagswahl Forderungen an die Politik

22 Verbände erwarten von der hessischen Landespolitik u. a. eine gleichberechtigte Teilhabe an der Wohlstandsentwicklung, den Ausbau von Wirtschaftskreisläufen und einer digitalen Infrastruktur, Schutz natürlicher Ressourcen und die Ermöglichung einer effektiven Jagd.

Am 21. August wurden in Friedrichsdorf die Positionen für das Positionspapier erarbeitet. Das Bündnis ruft die ländliche Bevölkerung auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und am 28. Oktober wählen zu gehen. Das Bündnis repräsentiert den größten Teil der ländlichen Bevölkerung. Vertreten sind dort u. a. der Hessische Städte- und Gemeindebund, der hessische Bauernverband, der Rheingauer Weinbauverband, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie der Landesjagdverband Hessen.

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Hessen: Die schwarz-grüne Axt am Märchenwald


Deutsche Wildtier Stiftung: Rettet die Wälder in Hessen vor der Windkraft

Es war einmal: Die Gebrüder Grimm schickten Rotkäppchen und Hänsel & Gretel in den Deutschen Wald und machten Hessen damit weltbekannt. Doch die Jahre vergingen. Heute legt die Landesregierung ihre schwarz-grüne Axt an die Märchenwälder Hessens, um mit viel Wind den Wald in Energie zu verzaubern…

Das ist keine Märchenstunde! „Gegenwärtig wird von Seiten des Landes mit einer Zielgröße von 2.300 bis 2.800 Anlagen auf den hessischen Windvorrangflächen, von denen etwa 80 Prozent im Wald stehen“ gerechnet. So steht es in einem Faktenpapier der Landesregierung. Man geht von einer „verfügbaren Waldfläche von 550.000 bis 600.000 Hektar“ aus.

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Hessen: OJB begründet Ablehnung der Schonzeitaufhebung für Waschbären

Ignoranz und Tatsachenleugnung als Entscheidungsgrundlage?

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUKLV) hat den Antrag des Jagdpächters Helmut Nickel, die Schonzeit für Waschbären aus Artenschutzgründen aufzuheben, abgelehnt (JAWINA berichtete). Die Begründung lautete im Wesentlichen, dass die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes “keine Erkenntnisse” habe, die Nickels Einschätzung bestätigen. Wir haben beim MUKLV nachgefragt:

“In dem Bescheid heißt es, die Oberste Jagdbehörde (OJB) habe keine Erkenntnisse, die die allgemeine Einschätzung des Antragstellers bestätigen”, schrieb die JAWINA-Redaktion an das Ministerium. Und weiter: “Dies dürfte sich auf die vom Antragssteller zur Begründung seines Antrags vorgebrachte Einschätzung beziehen, dass die “Schonzeit für Prädatoren zum Verhängnis für bedrohte Arten” werde, da “gerade im Frühjahr, wenn Feldhase, Rebhuhn und Fasan ihre Jungen aufziehen”, […] “diese Jungtiere von den Prädatoren als Futter für die eigenen Jungen benötigt” würden.

Wenn der OJB tatsächlich keine Erkenntnisse vorliegen, die diese Einschätzung bestätigen, so stellt sich uns die Frage, wie das sein kann, und ob ein derartiges Nicht-Erkennen oder Nicht-Erkennen-wollen nicht als schuldhaft vorsätzlich oder zumindest grob fahrlässig qualifiziert werden muss.

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Hessen: LJV kritisiert zu Beginn der Jagdsaison Einschränkungen der Fuchsjagd

Im zweiten Jahr nach dem Inkrafttreten der neuen hessischen Jagdverordnung und der eingeführten Schonzeit für den Fuchs (vom 01.03.-14.08.) zeigt sich die Jägerschaft besorgt um das Niederwild, so der LJV Hessen in einer aktuellen Pressemitteilung. Denn während der Sommermonate darf der Fuchs nicht bejagt werden. Doch gerade in dieser Zeit ziehen viele bodenbrütenden Arten wie Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche aber auch Junghasen und Feldhamster ihren Nachwuchs groß. „Die hessischen Jägerinnen und Jäger können ihren gesetzlichen Hegeauftrag nicht mehr erfüllen, da uns durch die Jagdverordnung die Hände gebunden sind und wir den Jungfuchs erst ab dem 15. August bejagen dürfen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen.

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Hessen: Waschbär darf ab 1. August wieder bejagt werden

LJV: “Hausbesitzer und der Artenschutz können aufatmen”

In den vergangenen knapp 10 Jahren hat sich die bundesweite Jagdstrecke der Waschbären nahezu vervierfacht. Zudem ist der Waschbär seit 2016 als gebietsfremde und invasive Art auf der EU-Liste aufgeführt. Laut Vorgabe der EU sollen invasive Arten, auch die, die sich bereits etabliert haben, an der weiteren Ausbreitung gehindert oder diese verlangsamt werden. „Umso unverständlicher ist es, dass es gerade in Hessen – im Bundesland mit einem der höchsten Waschbärvorkommen – eine Schonzeit für den Kleinbären gibt“, so Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen.

Der LJV fordert ein Umdenken von der Landespolitik und erwartet von den Parteien eine klare Position vor den Landtagswahlen im Oktober. Die Zahlen sind eindeutig und zeigen die rasche Verbreitung der Kleinbären in ganz Deutschland. Hier steht insbesondere Hessen in der Pflicht, die EU-Verordnung umzusetzen. Jedoch wird durch den kürzlich veröffentlichten Managementplan die Aufhebung von Schonzeiten als regionale Artenschutzmaßnahme deutlich erschwert: Denn künftig müssen Artenschutzprojekte zur Populationskontrolle wie in der Wetterau oder der Rhön durch ein aufwendiges Monitoring verpflichtend begleitet und evaluiert werden.

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Hessen: Hessen will Waffenrecht wegen Messerangriffen verschärfen

+++ Hessen: Schonzeit für Fuchs und Waschbär in den Revieren des Rebhuhn-Hegerings Wetterau aufgehoben +++ USA: Führende Elchkuh attackiert Besucherin im Yellowstone Nationalpark +++

Hessen fordert auf IMK bundesweite Regelung für Waffenverbotszonen – Innenminister Peter Beuth: „Waffenverbotszonen erhöhen Kontrolldruck und sorgen für mehr Sicherheit.“ Extremisten sollen Waffen entzogen werden.

Hessens Innenminister Peter Beuth hat auf der Innenministerkonferenz (IMK) in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) angesichts zunehmender Messerangriffe im öffentlichen Raum ein bundesweit einheitliches Vorgehen zur Einrichtung von Waffenverbotszonen gefordert. Das teilt das Hessische Ministerium des Innern und für Sport mit. Ob auch Fahrverbotszonen für LKW geschaffen werden sollen, geht aus der Pressemitteilung des Ministeriums nicht hervor, in der es weiter heißt: “Hessen schafft auf Landesebene hierfür derzeit die nötigen Voraussetzungen, damit Kommunen ihrerseits Waffenverbotszonen an bestimmten Plätzen einrichten können. Hessen will darüber hinaus erreichen, dass bundesweit ein generelles Waffenverbot rund um Kindergärten, Schulen, Bahnhöfe und bestimmten öffentlichen Einrichtungen erlassen wird.

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Hessen: Landesjägertag 2018 in Fulda – Dissens um Prädatorenbejagung

Im Jahr der Landtagswahl in Hessen sorgten die Themen Jagdverordnung, Schonzeitaufhebung für Prädatoren sowie die Unterstützung bei der ASP-Prävention für reichlich Zündstoff auf dem Landesjägertag. Erfreulich: Für die Grünbrücke an der A45 gäbe es „grünes Licht“ vom Verkehrsminister.

Im Festsaal des Maritim-Hotels begrüßte LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger den Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, die hessische Umweltministerin Priska Hinz, weitere Ehrengäste, sowie alle Jägerinnen und Jäger, die aus ganz Hessen angereist waren. Stellvertretend für alle Unterstützer aus der Jäger- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg e. V. dankte der LJV-Präsident Dr. Rudolf Leinweber für die Ausrichtung der großen jährlichen Hauptversammlung.

Staatsministerin Priska Hinz dankte den Jägerinnen und Jägern für ihre zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten zur Erhaltung der Biodiversität. „Die ersten Projekte für die Leitarten der Feldflur sind gestartet und ich freue mich, dass wir in diesem Feld so produktiv zusammenarbeiten“, so Ministerin Hinz. Gewinner von solchen Projekten sei sicherlich auch der Feldhase, der nach den Ergebnissen der letzten Zählungen nachhaltig bejagt werden kann.

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LJV Hessen fordert mehr Grünbrücken

Der Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen muss mit der Errichtung von Querungshilfen verbunden sein, fordert der Landesjagdverband Hessen (LJVH) in einer Presseerklärung: Der stetig zunehmende Verkehr macht den Aus- und Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen erforderlich. Die Hauptverbindungsstränge – in Hessen zählen hierzu die A44 Kassel-Eisenach sowie die A45 und A5 in der Nord-/Südachse – müssen dem erhöhten Verkehrsaufkommen gerecht werden. Zudem nimmt Hessen unter allen Bundesländern eine besondere Position ein: Der Ausbau von Versorgungs- und Transporttrassen, Siedlungs- und Gewerbebau seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 nimmt zusätzlich viele freie Flächen in Anspruch. Insgesamt durchqueren rund 17.300 Kilometer Straßen das Land. Davon entfallen 1.000 km auf Bundesautobahnen und rund 1.300 km auf Bundesstraßen.

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Hessen: Jäger beantragen Schonzeitaufhebung für Waschbär

Die Jägervereinigung Oberhessen ist der Meinung, dass Hessen die “schlechtesten Jagdzeiten in Deutschland” hat. Zumindest in einem Fall wollen die Jäger dagegen jetzt etwas unternehmen: Der 1. Vorsitzender der oberhessischen Jäger, Helmut Nickel, fordert in einem Schreiben an das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) die sofortige Aufhebung der Schonzeit für Waschbären.

Zur Begründung des an die grüne Umweltministerin Priska Hinz gerichteten Antrags führt Helmut Nickel aus: “Nach Art. 19 der EU-Verordnung Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten haben die Mitgliedstaaten innerhalb von 18 Monaten nach der Aufnahme einer invasiven gebietsfremden Art in eine Unionsliste über wirksame Managementmaßnahmen für diejenigen Arten zu verfügen, die in ihrem Hoheitsgebiet weit verbreitet sind.

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Hessen: Vereinfachtes Aufstellen von Verkehrszeichen bei Bewegungsjagden

Das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) hat ein Rundschreiben betr. die “Anordnung und Anbringung von Verkehrszeichen bei Bewegungsjagden” versandt. Darin heißt es, dass mit dem “zwischenzeitlich abgelaufenen HMWVL-Erlass vom 13.01.2011 Vereinfachungen bei der Anordnung und Aufstellung von Verkehrszeichen bei Bewegungsjagden eingeführt” wurden. Aufgrund “der seit Jahren zunehmenden Population insbesondere des Schwarzwildbestands [sic], den daraus resultierenden Gefahren durch Wildunfälle sowie den zusätzlichen Gefahren durch die Afrikanische Schweinepest liegt es weiterhin im öffentlichen Interesse, weiterhin eine einheitliche, vereinfachte Verfahrensweise bei der Anordnung und Anbringung von Verkehrszeichen im Zusammenhang mit Bewegungsjagden sicherzustellen.”

Und die “einheitliche, vereinfachte Verfahrensweise” geht so:

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Hessen: Feldversuch zur Rebhuhnzählung in Wiesbaden

Rebhuhnlockruf soll Kontrahenten herauslocken

Ein zirpendes Geräusch schallt am Mittwochabend durch die Dämmerung in den Feldern von Wiesbaden-Kloppenheim. Claus Deußer aus dem Vorstand der Hegegemeinschaft Wiesbaden/Ost steht mit Gummistiefeln in einem gepflügten Acker und hält sein Handy und einen mobilen Lautsprecher in der Hand aus dem der Balzruf eines Rebhahns ertönt. „Der echte Rebhahn vermutet so einen Kontrahenten in seinem Revier und wird auf den Ruf antworten oder uns sogar entgegenfliegen, wenn er in der Nähe ist.“, sagt Deußer überzeugt. Er geht rund 50 Meter weiter auf einen Heckenstreifen zu, dort ertönt der Ruf erneut, doch kein Hahn antwortet.

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Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland planen gemeinsames Konzept zum Umgang mit Wölfen

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat heute in Stuttgart (05.03.) eine enge Zusammenarbeit der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland im Umgang mit Wölfen angekündigt. „Mit unserem länderübergreifenden Konzept erweitern wir unser Wolfsmanagement um einen wesentlichen Faktor und tragen dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung und der Landwirtschaft Rechnung“, sagte der für den Natur- und Artenschutz im Land zuständige Minister.

Baden-Württemberg stehe wie andere Bundesländer auch vor der Herausforderung, dass sich Wölfe in Deutschland wieder ausbreiten, erläuterte der Minister. Da Wölfe sehr mobil seien und keine Ländergrenzen kennen, liege eine länderübergreifende Zusammenarbeit nahe. Ziel sei ein umfassendes Wolfsmanagement, das sowohl Nutztierhalterinnen und -halter und deren Tiere und wirtschaftliche Existenz schütze, als auch dem Artenschutz gerecht werde, so Untersteller. „Wir haben vereinbart, uns dabei gegenseitig zu unterstützen, Kenntnisse auszutauschen, Erfahrungen und Knowhow zu teilen sowie Personal bereitzustellen.“

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Hessen: Verinselung sorgt für genetische Verarmung der Rotwild-Population

Das Rotwild ist die größte heimische Wildart und lebt im Rudel in großen Waldgebieten. Diese Rotwildgebiete sind häufig durch Bundesstraßen oder Autobahnen voneinander getrennt, ein genetischer Austausch ist somit unmöglich. Die Folge: Eine immer kleiner werdende genetische Basis und hohe Inzuchtgrade gefährden die Vielfalt des größten einheimischen Säugetieres und bringen einen Verlust von Gesundheit und Fitness mit sich.

Die nun vom Klinikum Veterinärmedizin im Arbeitskreis Wildbiologie der Universität Gießen veröffentlichten genetischen Untersuchungsergebnisse bestätigen die vom Landesjagdverband Hessen dokumentierte Situation zwischen den Rotwildgebieten. Die Wanderbewegungen des Rotwildes werden vom LJV anhand von Sichtbeobachtungen aber auch von erlegten Tieren seit Jahren genau registriert und dokumentiert.

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Hessen: Wildwarnreflektoren werden wieder genehmigt

Im Streit zwischen Hessen Mobil und dem Landesjagdverband Hessen, ob die blauen Wildwarnreflektoren weiterhin an Straßenleitpfosten genehmigt und angebracht werden, konnte nun eine Einigung erzielt werden: Nach der Fachtagung „Wildunfallprävention“, die von ADAC und dem Deutschen Jagdverband (DJV) Anfang Dezember in Hannover veranstaltet wurde, hat sich Hessen Mobil entschieden, an der bisherigen Vorgehensweise festzuhalten und bis zur Vorlage weiterer Evaluationsergebnisse die von der Jägerschaft finanzierten Wildwarnreflektoren weiterhin entgeltfrei anzubringen. Der Landesjagdverband hat sich in den vergangenen Wochen intensiv dafür eingesetzt, dass die Wildwarnreflektoren weiterhin genehmigt und angebracht werden. „Dort, wo Wildwarnreflektoren angebracht sind, gehen die Wildunfallzahlen im Schnitt 60 % zurück, das zeigen aktuelle wissenschaftliche Studien und Erfahrungsberichte. Auch wenn die Wissenschaft noch nicht nachweisen konnte, wie die Reflektoren eigentlich wirken“, so Pressesprecher Markus Stifter.

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Hessen: Nach Wolfsriss im Odenwald sollen Schäfer Zäune verstärken

Nachdem mittels DNA-Untersuchungen der Beweis erbracht wurde, dass Wölfe am 16. November in Hesseneck-Kailbach (Odenwaldkreis) acht Schafe gerissen und fünf weitere verletzt haben, ruft die hessische Umweltministeriin Priska Hinz (Grüne) die hessischen Schäfer dazu auf, die Weidezäune zu verstärken. „Hessen ist schon seit einiger Zeit ein Wolfserwartungsland. Das gilt natürlich auch für den Odenwald als wenig besiedeltes Gebiet mit großen landschaftlichen Freiflächen. Für Schäferinnen und Schäfer und alle anderen Tierhalter bedeutet das, dass sie alle Instrumente nutzen müssen, um ihre Herden auch wirksam zu schützen. Dazu gehören zu allererst Elektrozäune, aber auch Herdenschutztiere“, sagte Umweltministerin Priska Hinz gestern in Wiesbaden.

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Hessen: Häufung von Staupefällen im Hochtaunuskreis

Derzeit werden immer wieder erkrankte Füchse, Marder und Waschbären mit erheblich gestörtem Allgemeinbefinden von Bürgern aufgefunden. Bei Untersuchungen von toten Tierkörpern, die das Veterinäramt des Hochtaunuskreises beim Landesbetrieb Hessisches Landeslabor veranlasst hat, wurde bei mehreren untersuchten Füchsen, Mardern und einem untersuchten Waschbären nun aktuell das Staupevirus festgestellt. Das Veterinäramt empfiehlt daher, folgende Verhaltensregeln im Umgang mit  auffälligen Wildtieren dringend zu beachten:

Die Krankheitssymptome, die Waschbären, Marder oder Füchse bei Staupe zeigen, können denen der Tollwut ähneln. Wenn Bürger Wildtiere mit Verhaltensauffälligkeiten wie Verlust der Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen oder Aggressivität bemerken, ist es am besten, den für das Gebiet zuständigen Jäger, die Gemeinde oder die Polizei zu informieren. Waschbären, Füchse oder Marder mit verdächtigen Krankheitssymptomen müssen außerhalb geschlossener Ortslagen von Jägern tierschutzgerecht getötet werden, da die Erkrankung fast immer tödlich verläuft. Innerhalb von Ortschaften  übernimmt die Polizei diese Aufgabe.

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Hessen: Wolf im Reinhardswald gesichtet

Hessische Forstbeamte und Jäger haben am 3. und 4. August 2017 im Südteil des Reinhardswaldes zwischen Holzhausen, Gahrenberg, Hann. Münden und Wilhelmshausen ein frei laufendes wolfsähnliches Tier in der Größe eines Schäferhundes gesichtet. Zwar wurden mehrere Fotos des Tieres mit einer Handykamera aufgenommen. Leider sind diese aber zu unscharf, um eine eindeutige Bestimmung zuzulassen. Von der Naturschutzverwaltung  eingeschaltete Wolfssachverständige konnten lediglich bestätigen, dass es sich möglicherweise um einen Wolf gehandelt haben könnte. Wissenschaftlich eindeutige Belege liegen momentan nicht vor. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Hinweise gefunden werden.

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Hessen: Nabu-Vertreter für “starke Bekämpfung” von Waschbären

Der Vorsitzende des Nabu Waldeck-Frankenberg, Heinz-Günther Schneider, hat sich für eine “starke Bekämpfung” von Waschbären ausgesprochen. Die Tiere seien “ein riesiges Problem” und hätten sich stark vermehrt, sagte Schneider in der Waldeckischen Landeszeitung. Im Hessischen Landtag wird derzeit über eine Aufhebung der Schonzeit für Waschbären diskutiert (JAWINA berichtete). Die Schonzeit für die Waschbären müsse man jedoch akzeptieren, meint Schneider. Eine intensivere Bejagung des Kormorans lehnte der Nabu-Vertreter ab.

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Hessen: Streit um Bejagung von Waschbär und Kormoran im Landtag

In der gestrigen Plenarsitzung des Hessischen Landtags haben die Regierungskoalition aus CDU und Grünen und die Opposition heftig um die Bejagung von Waschbär und Kormoran gestritten. Einige SPD-Abgeordnete hatten einen Antrag eingebracht, in dem gefordert wird, die Bejagung des Waschbären in Hessen “ohne Einschränkungen” zuzulassen. Die Schonzeit vom 1. März bis 31. Juli solle aufgehoben werden. Die FDP unterstützte den Antrag der SPD. Der jagdpolitische Sprecher der hessischen FDP-Fraktion, Jürgen Lenders, erklärte, man wolle eine Regelung, die es unter Wahrung des Schutzes der Elterntiere erlaube, Waschbären ganzjährig zu bejagen. Ministerpräsident Bouffier habe beim Landesjägertag erklärt, dass er die Auffassung der Jäger teile, dass Waschbären gejagt werden sollten, wenn sie zur Bedrohung anderer Tierarten werden. Leider habe sich die CDU nun dem Druck der Grünen gebeugt und der Ministerpräsident sein Wort gebrochen, da die Koalition einen Antrag vorgelegt habe, der an den unsinnigen Regelungen der Jagdverordnung festhalte.

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Schalldämpfer für Jäger auch in Hessen möglich

Nach der Veröffentlichung zur „Verwendung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen bei der Jagdausübung“ im Hessischen Staatsanzeiger vom 5. Juni 2017 können Schalldämpfer ab sofort und unabhängig von einer etwaigen Vorschädigung des Gehörs beantragt werden. Dies hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) auf dem Landesjägertag des Landesjagdverbandes Hessen in Lorsch bereits angekündigt.

LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger hatte das hessische Innenministerium mehrfach persönlich aufgefordert, Genehmigungen für Schalldämpfer zu erteilen: „Es ist auch nicht gerechtfertigt, diese nur für Jagdpächter, Förster oder Berufsjäger zu genehmigen“.

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Hessen: Trichinenfund bei Wildschwein im Landkreis Gießen

Bei einem im Landkreis Gießen erlegten Wildschwein sind Trichinen nachgewiesen worden. Der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Gießen hatte im Rahmen der amtlichen Trichinenuntersuchung bei dem Ende April erlegten Tier Trichinen festgestellt. Inzwischen hat das Bundesinstitut für Risikobewertung den Befund bestätigt und mitgeteilt, dass es sich um Trichinella pseudospiralis handelt.

Eine Infektion mit diesem Parasiten verläuft beim Wildschwein meist unauffällig, kann jedoch für den Menschen sehr gefährlich sein und sogar tödlich verlaufen. Eine Infektion ist durch den Verzehr von trichinenhaltigem rohem beziehungsweise nicht ausreichend durcherhitztem Fleisch, Rohwürsten, Schinken oder Gehacktem möglich.

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Hessen: Trichinenfund bei Wildschwein im Landkreis Gießen

Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor teilt mit, dass in der Trichinen- Untersuchungsstelle des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Landkreises Gießen im Rahmen der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung ein Trichinellen-verdächtiges Wildschwein identifiziert wurde. Das etwa 43 Kilogramm schwere und am 22.04.2017 in Grünberg-Harbach erlegte Tier wurde daraufhin in die oben genannte Untersuchungsstelle verbracht.

Sowohl in der ursprünglichen, als auch in erneut entnommenen Proben des betroffenen Wildschweins konnte die anfängliche Verdachtsdiagnose eindeutig bestätigt werden. Sämtliche Proben wurden auch an das Nationale Referenzlabor für Trichinellen am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zwecks Bestätigung und weiterer Typisierung übersandt. Dort wurde der Befund erneut bestätigt. Die Trichinella- Larven wurden mittels PCR als T. pseudopiralis identifiziert.

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Wolf in Nordhessen gesichtet

Am Donnerstag, 27. April, wurde abends in Nordhessen ein Wolf gesichtet. Er war auf einem Feld zwischen Dehringshausen und Nieder-Waroldern (Landkreis Waldeck-Frankenberg) unterwegs. Zwei Privatpersonen hatten das Tier entdeckt, fotografiert und die Polizei verständigt. Das Umweltministerium hatte daraufhin die Prüfung der Aufnahmen durch Sachverständige veranlasst. Heute kam die Bestätigung, dass es sich um einen Wolf handele. Vorsorglich wurden das zuständige Forstamt sowie Schafhalterinnen und Schafhalter informiert. Die Bevölkerung wird gebeten, aufmerksam zu sein und etwaige Sichtungen mitzuteilen. Besonders hilfreich ist dabei ein Foto. Bei einer Begegnung mit großen Hunden oder Wölfen wird empfohlen, ruhig zu bleiben und einen respektvollen Abstand zu halten.

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Hessen: Jagdhund mit Aujeszky infiziert

Aujeszkysche Krankheit bei Jagdhund aus dem Odenwald nachgewiesen: LJV Hessen rät Hundeführern zur Vorsicht bei anstehenden Drückjagden

Bad Nauheim. Im Landkreis Odenwald hat sich ein Jagdhund Anfang November auf einer Bewegungsjagd mit dem Aujeszky-Virus infiziert und ist wenige Tage danach in einer Tierklinik verstorben. Das Hessische Landeslabor bestätigte heute nach der Obduktion des Hundes den Verdacht. Die Amtsveterinärin des Odenwaldkreises, Frau Dr. Sabine Sanft, erklärte dazu gegenüber dem LJV: „Es ist jederzeit damit zu rechnen, dass sich ein Hund sowie alle anderen Fleischfresser mit dem Aujeszky-Virus infizieren. Dies ist die erste nachgewiesene Infektion bei einem Hund aus dem Odenwaldkreis“. Aber auch Wiederkäuer sowie Katzen können sich infizieren. Die typischen Krankheitsanzeichen sind plötzlich auftretende Apathie, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Juckreiz, hohes Fieber und/oder Lähmungserscheinungen. Bei Verdacht auf eine AK-Infektion sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht und das zuständige Veterinäramt informiert werden.

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Hessen: FDP klagt gegen Jagdverordnung

Die FDP-Fraktion im hessischen Landtag will gegen die neue Jagdverordnung des Landes Klage vor dem Staatsgerichtshof erheben. Das berichtet die FAZ. Die hessische Jagdverordnung ist von der grünen Umweltministerin Priska Hinz im Dezember 2015 verabschiedet worden und seit Anfang 2016 in Kraft. Jäger und Jagdverband in Hessen protestieren seitdem gegen die durch die Jagdverordnung dekretierten Einschränkungen des Jagdrechts. “Die Verordnung lässt durch die vielen Einschränkungen vom Jagdrecht nicht mehr viel übrig“, sagte dann auch Michael Brenner in der FAZ. Brenner ist Professor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena und hat die Klageschrift vorbereitet. Die FDP will die Jagdverordnung mit einem formaljuristischen Angriff zu Fall bringen: Die Klage wendet sich dagegen, dass die Neuregelung per Verordnung, nicht per Gesetz erlassen wurde. Wahre Entscheidungen sollten im Parlament gefällt werden, nicht im stillen Kämmerlein, erklärte Florian Rentsch, Fraktionschef der hessischen FDP, gegenüber der FAZ.

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Bei Marburg überfahrener Wolf stammt aus der Lausitz

Der Anfang Mai an einer Landstraße bei Marburg tot aufgefundene Wolf ist aus der Lausitz nach Hessen eingewandert. Das haben genetische Untersuchungen des Kadavers der hessischen Wolfsbeauftragten Susanne Jokisch zufolge ergeben. Die Elterntiere des überfahrenen Wolfs sollen sich demnach nicht genau bestimmen lassen, es stehe aber fest, dass das Tier aus der Lausitzer Population stamme. SE

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Hessen: Reh gewildert und verbrannt

Einen gruseligen Fund machten Passanten gestern Morgen (12.04.2016) auf der Junostraße, der alten Bundesstraße in Richtung Herborn-Seelbach im hessischen Lahn-Dill-Kreis. Dort hat ein Unbekannter ein Reh verbrannt. Die alte Bundesstraße verbindet die Ortsteile Burg und Herborn und ist im letzten Abschnitt ein Fahrradweg. Mitten auf der Fahrbahn stand ein kleiner Ölofentank und unter einer verbrannten Kunststoffplane, direkt neben dem Tank, entdeckten Polizisten die Reste eines Rehs. Offensichtlich war das Reh trächtig, da neben dem Kadaver ein ungeborenes Kitz lag. Derzeit gehen sie davon aus, dass der Täter das trächtige Reh erlegte, ausweidete und anschließend Rücken und Keulen vom Körper trennte. In der Nacht von Montag (11.04.2016) auf Dienstag (12.04.2016) transportierte er die Reste des Tieres und das Kitz in der Plane zum Fundort, übergoss alles mit Heizöl und legte Feuer.

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Hessen: Aujeszky bei Jagdhund nachgewiesen

Erhöhtes Risiko für Jagdgebrauchshunde

Das Hessische Landeslabor hat bei einem Jagdhund den Nachweis der selten auftretenden Aujeszkyschen Krankheit (AK) erbracht. Das Tier kam in Bayern zum Einsatz und hatte nachweislichen Kontakt zu Schwarzwild. Wildschweine gelten als Krankheitsüberträger für die Aujeszkysche Krankheit. Der Hund zeigte die für diese Viruserkrankung typischen Krankheitserscheinungen, wie plötzlich auftretende Apathie, Appetitlosigkeit, hohes Fieber und Juckreiz und musste eingeschläfert werden. Bei der Obduktion konnten entsprechende Veränderungen im Nervengewebe sowie im Labor das Virus eindeutig nachgewiesen werden.
„Hundebesitzer sollten in Wald und Flur ihre Vierbeiner anleinen und Jäger sollten keinesfalls rohes Wildschweinfleisch verfüttern“, rät der Direktor des Landeslabors Professor Hubertus Brunn. Denn: „In seltenen Fällen kann es durch den direkten Kontakt des Hundes mit dem Wildschwein oder indirekt über Ausscheidungen infizierter Wildschweine zu einer Virusübertragung mit anschließender Infektion des Hundes kommen, die in der Folge einen tödlichen Verlauf nimmt“, so Brunn. „Der Mensch ist für das Virus nicht empfänglich, aber fast alle Säugetierarten können erkranken“, erklärte der Direktor.

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Hessen: LJV-Pressesprecher tritt zurück

Der langjährige Pressesprecher des Landesjagdverbands (LJV) Hessen, Dr. Klaus Röther, ist am 7.1. von seinem Ehrenamt zurückgetreten. “Gute Wünsche für einen angenehmen Ruhestand”, die ihn erreicht hätten, seien allerdings verfrüht, schreibt Röther in einer Rundmail an Pressevertreter. Er werde “die hessischen Jägerinnen und Jäger weiterhin über die Jagdpolitik und deren Akteure informieren und hoffe, damit zu mehr Transparenz beizutragen”, so Röther weiter:  “Auch in der Jagdpolitik zählen nicht wohlfeile  schöne Worte, sondern Taten – und vor allem deren Ergebnisse.”

Um seine Rücktrittsgründe zu verdeutlichen, verweist Röther auf sein Schreiben vom 7.1. an LJV Präsident Dr. Jürgen Ellermann, das wir im folgenden verööfentlichen:

“Sehr geehrter Herr Ellenberger,

hiermit lege ich nach über 30-jähriger Tätigkeit für den LJV Hessen mein Ehrenamt als LJV-Pressesprecher nieder.

Der derzeitige LJV-Vorstand bzw. Teile dieses Gremiums schlagen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der  jagdpolitischen Interessenvertretung einen Weg ein, der nach meiner Auffassung den hessischen Jägerinnen und Jägern schadet und in einer Sackgasse enden muss.

Mit ausschlaggebend für meinen Schritt ist die geradezu euphorische Beurteilung der neuen hessischen Jagdverordnung (JVO) durch den LJV-Vorstand. Diese LJV-Stellungnahme  erinnert inhaltlich stark an die am gleichen Tag (18. Dezember 2015) von der hessischen CDU-Landtagsfraktion veröffentlichte Pressemitteilung, in der sich die CDU selbst über den grünen Klee lobt und behauptet, sie habe „substanzielle Verbesserungen für die Jägerschaft erreicht“.“  Ich kann beim besten Willen weder die überaus positive Stellungnahme des LJV Hessen noch die der CDU zur Endfassung der Jagdverordnung nachvollziehen. Ganz im Gegenteil: Grüne, Nabu und radikale Tierschützer haben in der JVO ihre Ziele weitestgehend durchgesetzt.

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Hessen: Jagdverordnung wird noch 2015 veröffentlicht

LJV Hessen: “Protest des LJV Hessen zeigt Wirkung”

Nach Ansicht des Landesjagdverbands Hessen (LJV) haben die im Vorfeld initiierte sowie Unterschriftensammlung, eine Großdemonstration vor der Staatskanzlei in Wiesbaden und die öffentliche Anhörung im Landtag “zu signifikanten Änderungen der hessischen Jagdverordnung geführt”. Diese soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich persönlich für Verbesserungen eingesetzt.

Demnach hat LJV hat erreicht, dass die Jagdzeit beim Rotwild wieder vereinheitlicht wird. Jäger dürfen Elstern und Rabenkrähen aus Artenschutzgründen länger bejagen. Feldhase und Stockente bleiben weiterhin bejagbar und der Fuchs kann effektiv bis zum 28. Februar bejagt werden. Ebenso erhält die Graugans eine reguläre Jagdzeit und das Rebhuhn lediglich eine befristete Schonzeit und keine komplette Herausnahme aus der Bejagung. Im Bereich der Jungjägerausbildung wurde der Forderung nach einem Ausbildungsrahmenplan ebenso Rechnung getragen, wie den praxisnahen Anforderungen im Rahmen der Schießprüfung auf bewegliche Ziele. Auch die Wiederholung der Jägerprüfung ist möglich. Im Bereich der Fangjagd konnten praxisnahe Regelungen erreicht werden.

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Jagd vorbei in Hessen?

Andreas Mohr ist engagierter Pächter eines Niederwildreviers im hessischen Wetteraukreis. Zusammen mit seinen Mitstreitern hat er den ehemaligen Braunkohleabbau in ein Niederwildparadies verwandelt. Etliche bedrohte Arten vom Feldhasen bis zum Rebhuhn fühlen sich dort wohl. Auf eine Bejagung verzichtet Mohr wegen des spärlichen Besatzes weitgehend. Doch die pseudo-ökologische Jagdgesetzgebung der grünen Landesregierung wird privates Engagement dieser Art wohl zum Erliegen bringen: Die populistischen Einschränkungen z.B. bei der Fuchsbejagung werden dem Niederwild den Garaus bereiten, fürchtet Mohr, der ein Ingenieurbüro für Umweltschutz betreibt und folglich weiß, wovon er spricht. (Vermutlich sehr viel besser, als viele Grüne.) Und wer wolle schon ein Revier pachten, in dem es nichts mehr zu jagen gebe?, fragt Mohr. “Maßlos enttäuscht” sei er von der Landesregierung, sagt der Jagdpächter in der FAZ, für deren Beitrag “Ende der Jagd” von Sven Ebbing wir hiermit eine nachdrückliche Leseempfehlung aussprechen. “Die Schuld”, so heißt es in dem Beitrag, “sieht Mohr in erster Linie bei den Grünen, die zu dirigistisch dächten und deren Ideen realitätsfern seien.” Wer hätte das gedacht? SE

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Hessen: Hasenpest im Wetteraukreis

Krankheit auf Menschen übertragbar – “Jäger und Waldarbeiter besonders gefährdet”

„Bei zwei Feldhasen aus dem Raum Nidda wurde die Hasenpest nachgewiesen. Wir bitten die Wetterauerinnen und Wetterauer deshalb um besondere Vorsicht“,  empfiehlt Landrat Arnold nach einer labortechnischen Untersuchung der Kadaver durch ein Landeslabor in einer aktuellen Pressemitteilung des Wetteraukreises. Die aufgrund ihrer Symptome landläufig als Hasenpest bezeichnete Krankheit Tularämie ist ansteckend und verläuft bei freilaufenden Nagetieren sowie Kaninchen und Hasen meist tödlich. Ausgelöst wird sie durch ein Bakterium, das durch Zecken, Läuse, Flöhe oder Stechfliegen auf die Nagetiere übertragen wird. Zwei bis drei Tage nach einer Infektion zeigen die Tiere Anzeichen von Schwäche, Apathie (bis zum Ausbleiben von Fluchtverhalten), Fieber und gesteigerte Atemfrequenz,  Lymphknoten und Milz sind vergrößert. Innerhalb von vier bis dreizehn Tagen verenden die meisten Tiere. Chronisch verlaufende Infektionen enden nach 14 bis 60 Tagen tödlich. Hunde sind gegenüber dem Erreger nach derzeitiger Erkenntnis weitgehend resistent.

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FAZ verteidigt hessische Landesjagd

Der Bund der Steuerzahler Hessen hat die Gesellschaftsjagd des Landes Hessen kritisiert: Da würde ein “elitärer Personenkreis auf Kosten der Steuerzahler zu einer solch umstrittenen Veranstaltung” eingeladen – der Sozialneid trieft aus jeder Zeile des Pamphlets. Aus welcher Ecke der Steuerzahlerbund seine Munition bezieht, ist keine große Überraschung: “Die Kosten für die Veranstaltung im Forst von Groß-Gerau mit anschließendem Festessen in einem Fünf-Sterne-Hotel belaufen sich nach Angaben von Umweltministerin Priska Hinz auf insgesamt rund 22.000 Euro”, heißt es daselbst. Priska Hinz ist Grüne und steht wegen der umstrittenen und ideologisch motivierten Jagdverordnung in Hessen in der Kritik.

Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), ein ziemlich einsamer Leuchtturm in der deutschen Medienlandschaft, springt der Jagd bei. In seinem Kommentar “Schnellschuss auf die Jagd” sagt Matthias Alexander, was zu dem Thema zu sagen ist. Weshalb an dieser Stelle der Hinweis auf diesen Beitrag genügen soll. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags in der FAZonline.

Lesefrüchte 4: Grün würgt

Die Auslassungen der grünen Landtags-Abgeordneten Ursula Hammann zu “mehr Tierschutz bei der Jagd” in der FAZ und anderswo sind ein Monument der Unwissenheit, Verlogenheit und Heuchelei.

Mit der Jagd ist es wie mit dem Autofahren: So richtig lernt man es erst nach der Prüfung. Niemand würde behaupten, einer sei Jäger oder könne jagen, bloß weil er gerade die Jägerprüfung abgelegt hat. Wenn die grüne Landtagsabgeordnete und “Tierschützerin mit Herzblut” Ursula Hammann also im FAZ-Interview stolz verkündet, sie hätte jetzt den Jagdschein gemacht, um “auf Augenhöhe mit den Jägern diskutieren zu können”, wie sollte man das anders bewerten als ein Eingeständnis ihrer geradezu erschütternden Ignoranz? Seit Jahrzehnten sitzt Hammann im Landtag, seit Jahrzehnten macht sie (Anti-)Jagd-Politik – und erst jetzt hält sie es für erforderlich, die erforderliche Mindestqualifikation zu erwerben, um “ernst genommen zu werden?”

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier ja nicht um eine Stammtischdiskussion, wo selbstverständlich auch jeder Nicht-Jäger seine unqualifizierten Ansichten beisteuern mag. Aber Frau Hammann und ihre Grünen Parteigenossen schicken sich an, Jagd und Jagdgesetze nicht nur in Hessen zu verändern, sie haben die Macht, es zu tun. Da wäre es schon schön, wenn sie wenigstens wüssten, worum es geht. Bei einer Jungjägerin im ersten Jagdscheinjahr, die überdies nicht vorhat, die Jagd jemals auszuüben, darf man das bezweifeln. Aber eigentlich geht es nicht um Unwissenheit. Es geht um Ablehnung, Gegnerschaft, um einen Kampf gegen Jagd und Jäger, und das wird aus Hammanns Worten bei allem Bemühen um politikgerechte Verschleierung auch deutlich genug.

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Hessen: CDU signalisiert Jägern Entgegenkommen bei Jagdverordnung

3500 Jäger und Bauern demonstrieren gegen Jagdverordnung /  SPD und FDP fordern Anhörung im Landtag

„Die in Hessen geplanten extrem kurzen Jagdzeiten für Fuchs, Steinmarder, Rabenkrähe und Elster sind sachlich nicht gerechtfertigt und wissenschaftlich nicht begründet.“ Der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dr. Jürgen Ellenberger, hat am Samstag in Wiesbaden die geplante Jagdverordnung des hessischen Umweltministeriums scharf kritisiert. Auf einer Kundgebung mit rund 3500 Jägern und Bauern warnte Ellenberger vor den verheerenden Folgen einer Verordnung, „die deutlich die jagdfeindliche Handschrift des Nabu trägt“. Die Artenvielfalt werde in Feld und Flur weiter sinken, wenn die Jagd auf räuberische Arten drastisch eingeschränkt werde.  Die CDU signalisierte den aufgebrachten Demonstranten Entgegenkommen. Die Demonstration stand unter dem Motto „Hände weg vom Jagdrecht!“

„In Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und Nordrhein-Westfalen können zum Beispiel Rabenkrähe und Elster rund sieben Monate und die Graugans bis zu sechseinhalb Monaten bejagt werden“, sagte der LJV-Präsident. In Hessen solle hingegen die Jagd auf die Rabenvögel auf zweieinhalb Monate beschränkt und die Jagdzeit für Graugänse gestrichen werden. „In den Nachbar-Bundesländer haben ebenfalls grüne Umweltminister den Natur- und Tierschutz besonders im Auge“, erklärte Ellenberger. Das Argument der Grünen, dass die neue Jagdverordnung in Hessen gerade aus Natur- und Tierschutzgründen erforderlich sei, ziehe deshalb nicht. Wenn die Graugans keine Jagdzeit mehr erhalte, seien hohe Schäden in der Landwirtschaft programmiert. Das Nabu-Dogma von der Selbstregulation der Wildbestände sei ein pseudo-wissenschaftlicher Irrglaube.

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