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Hannah ist tot

Hannah (Hera) vom Theelshof    9.7.2004 – 15.1.2018

In der Weihnachtswoche wollte sie zwei Tage lang nicht so richtig fressen. Ich ahnte schon, dass das bei dem alten Hund Ungutes verheißt. Am dritten Tag entwickelte sie eine massive Gelbsucht. Tierklinik. Im Ultraschall sah die Leber unauffällig aus, kein Tumor zu sehen. Aber katastrophale Leberwerte, jenseits dessen, was das Analysegerät im Labor messen kann. Ab dann alle zwei Tage hochdosiert Cortison als Entzündungshemmer und Vitamin B gespritzt. Die anfängliche Befürchtung, dass Hannah die Feiertage nicht überstehen würde, traf nicht ein, sie schien sie sich nochmal zu rappeln. Fraß wieder, forderte ihr Personal zu Spaziergängen auf. Es ließ sich aber nicht leugnen, dass der Hund rasant abbaute, auch muskulär. Damit begann die beschissen schmerzhafte Zeit, da man weiß, dass bald eine sehr schwere Entscheidung ansteht.

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Hannah hoch zehn

Gestern vor zehn Jahren wurde die Grundlage gelegt – oder vielmehr: geworfen – für eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen, eines der besten Geschäfte, das ich je getätigt habe. Gestern hatte mein Hund Geburtstag, den einzigen runden, den er wohl leider erleben wird: Hannah alias Hera vom Theelshof wurde zehn Jahre alt. Zehn Jahre – das ist länger, als die meisten Ehen heute halten und viel länger, als viele von uns es in ihren schalen Beziehungen oder stumpfsinnigen Jobs aushalten. Ein Jahrzehnt – das kann heißen fünfmal umziehen, sieben neue Autos kaufen und einmal den kompletten Freundeskreis austauschen. Der Hund bleibt. Merkwürdig, dass der von vielen Konstanten im Leben anscheinend unausweichlich hervorgerufene Überdruss ausgerechnet um die Vierbeiner einen Bogen macht.

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