Schlagwort-Archive: Haftstrafe

Tödlicher Jagdunfall – Gericht verhängt Haftstrafe

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Mann wegen Zerstörung von Rotmilan-Horst verurteilt +++ Niedersachsen: Abschussgenehmigung für Problemwolf nochmals verlängert +++ Bayern: Beifahrer bei Wildunfall mit Wildschwein getötet +++ Baden-Württemberg: Acht Wildschweine überfahren +++ Schweiz: Wolf reißt 41 Schafe +++ Sachsen: Wolf reißt 17 Schafe in einer Nacht +++ Niedersachsen: Jungrind vermutlich von Wolf gerissen +++

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Dalberg (JAWINA berichtete), bei dem eine 86 Jahre alte Rentnerin in ihrem Garten von einem Jäger erschossen wurde, ist ein Urteil ergangen. Das Amtsgericht Bad Kreuznach sprach den 61-jährigen Angeklagten aus Bingen schuldig und verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Das Gericht folgte damit dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Nebenkläger. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann bei einer Wildschweinjagd unter Außerachtlassung der Sicherheitsvorschriften und entgegen der Anweisung des Jagdleiters hangabwärts geschossen habe. Die Getötete befand sich dabei in direkter Schusslinie. Die Schilderung des Angeklagten, er sei lediglich ausgerutscht und habe nie in diese Richtung schießen wollen, bezeichnete die Staatsanwaltschaft als bloße Schutzbehauptung. Der Richter befand, der Mann habe sich schwammig und abenteuerlich zu dem Vorfall geäußert.

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Schweden: Jäger nach Schuss auf Jogger zu Gefängnisstrafe verurteilt

+++ Bayern: Jäger beim Abbauen eines Hochsitzes schwer verletzt +++ Schleswig-Holstein: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++

Der norwegische Jagdgast, der im April 2019 in Schweden einen joggenden Rentner durch einen Schuss verletzte, ist vom Landgericht Helsingborg zu einer Gefängnissstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss der Jäger dem 76-jährigen Rentner Schmerzensgeld in Höhe von 38.600 Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 3700 Euro, zahlen. Der Jäger hatte den Mann durch ein in Schweden verbotenes Wärmebildzielfernrohr anvisiert und nach eigenen Angaben für ein Fuchs oder ein Reh gehalten (JAWINA berichtete). Das Gericht sah das von dem Wärmebild-ZF aufgezeichnete Video nicht als ausreichenden Beweis für einen Mordversuch an, der Jäger wurde daher wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Beim Strafmaß wurden auch diverse schwere Jagdvergehen wie der Einsatz des verbotenen Nachtzielgeräts und Schonzeitvergehen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. red.

Beitragsbild: Standbild aus dem Video des Wärmebild-Zielfernrohrs. Foto: Polizei

Berufung abgelehnt – Maisfeld-Schütze muss Haftstrafe antreten

+++ Niedersachsen: A30 nach Wildunfall für Jagdeinsatz voll gesperrt +++ Brandenburg: Tote Wildschweine in See entdeckt – Landkreis Oberhavel gibt ASP-Entwarnung +++ Brandenburg: Wolf bei Wildunfall getötet +++

Der Jungjäger, der im September 2015 mit einem Schuss in ein Maisfeld ein Liebespaar getroffen und dabei einen 32jährigen Mann getötet und dessen 23jährge Freundin schwer verletzt hatte, muss ins Gefängnis. Der Unglücksschütze war vom Amtsgericht Nauen zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden (JAWINA berichtete). Gegen das Urteil hatte der Mann Berufung eingelegt. Das Landgericht Potsdam hat die Berufung jetzt verworfen. red.

Beitragsbild: Maisfeld (Symbolbild). Foto: SE