Schlagwort-Archive: H5N8

Geflügelpest: Jäger “irritiert” über Nabu-Vorwürfe

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft (KJS) Wesel, Alfred Nimphius, zeigte sich gegenüber RP online “irritiert” über die Schuldzuweisung des Nabu, nach denen Luderplätze für die Ausbreitung der Vogelgrippe am Niederrhein (wir berichteten) verantwortlich sein sollen. Den behaupteten Zusammenhang zwischen Luderplätzen und Vogelgrippe halte er für abwegig, so Nimphius. Vom Vorsitzenden des Nabu habe er mehr Sachverstand erwartet. Nimphius sagte, es sei eindeutig so, dass die als Zugvögel eingereisten Wintergänse den Erreger mitgebracht hätten. Er verwies auf die “eindeutigen” Aussagen des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) und des Amtsveterinärs zum Thema Geflügelpest. Der Jagdfunktionär betonte, dass die Unterhaltung der Luderplätze legal sei. Ein Verbot von Luderplätzen lehne er ab. SE

Beitragsbild: Gänse – die Zugvögel haben den Geflügelpest-Erreger nach Ansicht von Experten mitgebracht. Foto: SE

Geflügelpest: Was Jäger wissen müssen

In vielen Teilen Deutschlands ist das Geflügelpest-Virus H5N8 bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. Zur Verhinderung der Einschleppung des Virus in Geflügelbestände sollten im Anschluss von Wasserfederwildjagden grundsätzlich keine Geflügelbetriebe aufgesucht werden bzw. die entsprechenden Hygienevorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Jäger unterstützen in Seuchenfällen bundesweit die Veterinärbehörden. Im DJV-Interview gibt das Friedrich-Loeffler-Institut wichtige Hinweise, wie Monitoring oder Probenahme korrekt durchzuführen sind.

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Geflügelpestfälle bei Wildvögeln in Polen und Schleswig-Holstein

Bei tot aufgefundenen Wildvögeln am Dammscher See in Polen, unweit der Ostseeküste und etwa 20 km Luftlinie von der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, wurde das hochpathogene aviäre Influenzavirus des Subtyps H5N8 und somit Geflügelpest nachgewiesen. Parallel gibt es Informationen aus Schleswig-Holstein zu einem Wildvogelsterben. Dort haben Untersuchungen nach dem Fund von mehr als 100 verendeten Wasservögeln am Großen Plöner See und kleineren Seen in der Umgebung ebenfalls den Nachweis der hochpathogenen Variante H5N8 des Influenza-A-Virus ergeben.

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H5N8 bei Wildvogel nachgewiesen – was Jäger jetzt beachten müssen

DJV-Interview mit Elke Reinking vom FLI

Am Samstag wurde in Mecklenburg-Vorpommern der H5N8-Virus erstmals in Europa bei einem Wildvogel nachgewiesen. Was nun auf die Betroffenen zukommt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, dazu sprach der DJV mit Dipl.-Biologin Elke Reinking vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI).

DJV: H5N8 ist in Europa erstmals bei einem Wildvogel aufgetreten. Wie ist es dorthin gelangt?

Reinking: Die genauen Eintragswege sind nicht bekannt. Eine Möglichkeit wäre über den Vogelzug gegeben. Hochpathogenes H5N8 trat bisher vor allem in Südkorea, in Einzelfällen auch in China und Japan auf.  Wildvögel, die sich im Frühjahr 2014 im asiatischen Raum infiziert haben, könnten in ihren Brutgebieten in Sibirien auf Wildvögel aus Europa getroffen sein. Dort existieren größere Überlappungsgebiete der verschiedenen Vogelzugwege. Von dort könnte das Virus dann direkt oder über weitere Stationen an Rastplätzen von Wildvögeln Richtung Europa gebracht worden sein. Der positiv getestete Wildvogel in Mecklenburg-Vorpommern war eine Krickente, diese brüten auch in Sibirien.

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