Schlagwort-Archive: Greifvögel

Studie: Windräder wirken wie Spitzenprädatoren

Windräder können sich auf Räuber-Beute-Beziehungen wie neu eingeführte Spitzenprädatoren auswirken. Das hat die Biologin Dr. Maria Thaker vom Indian Institute of Science in Bengaluru heruasgefunden. In der im Fachmagazin Nature Ecology & Evolution 2018 veröffentlichten Studie “Wind farms have cascading impacts on ecosystems across trophic Levels” beschreibt sie, wie Windparks das Ökosystem verändern am Beispiel von Greifvögeln und Eidechsen, ihrer Beute. Durchgeführt hat sie diese Feldforschung in den Westghats, einem Gebirge im Westen Indiens und, wie Dr. Thaker schreibt, ein Biodiversitäts-Hotspot. Auf dem Chalkewadi-Plateau steht in mehr als tausend Höhenmetern jedoch einer der größten Windparks Indiens. In den WIndparks gab es vier Mal weniger Greifvögel als in den umgebenden Gebieten ohne Windräder, so Dr. Thaker. Entsprechend weniger Angriffe und Prädation gibt es auf die unter den Windrädern lebenden Eidechsen der Art Sarada superba. Diese seien daher bedeutend zahlreicher, hätten geringere Stresslevel und weniger Scheu, auch vor Menschen.

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Giftköder: Zwei Jagdaufseher wegen Verletzung der Aufsichtspflicht verurteilt

Obwohl sie nicht die Täter sind, wurden zwei behördlich beeidete Jagdaufseher wegen ausgelegter Giftköder im niederösterreichischen Weinviertel verurteilt

Mehr als 35 tote Tiere sowie illegal aufgestellte Fallen mit teilweise qualvoll verhungerten Tieren: So lautet die Bilanz des bisher größten Vergiftungsfalls Österreichs. Nach diesen grausigen Funden im Frühjahr 2016 in Windisch-Baumgarten im Bezirk Gänserndorf wurde gegen die beiden damals revierzuständigen Jagdaufseher Anklage erhoben. Nun liegt das endgültige Urteil vor: Die  Männer wurden vom Niederösterreichischen Landesverwaltungsgericht wegen Verletzung der Jagdaufsicht schuldig gesprochen, ihnen wurde die Jagdaufsicht entzogen. Darüber hinaus erhielten die Verurteilten eine Geldstrafe in der Höhe von 5.000 beziehungsweise 1.000 Euro.

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Wespensommer 2018: Mehr Wespenbussarde in Auffangstationen

2018 könnte das Jahr des Wespenbussards werden. Durch die guten Nahrungsbedingungen – viele Wespenlarven – profitiert die Population. Daten sind allerdings rar, deshalb rufen DFO und DJV dazu auf, das Monitoring zu unterstützen. Falkner sind Spezialisten für Greifvögel und bereiten hilfsbedürftige Wespenbussarde auf ein Leben in Freiheit vor.

Des einen Freud´, des anderen Leid: Den Wespensommer 2018 haben Menschen mit gemischten Gefühlen erlebt, eine Vogelart hat sicherlich profitiert: der Wespenbussard. In einschlägigen Ornithologenforen ist aktuell von Ansammlungen hunderter Wespenbussarde am sommerlichen Himmel die Rede. Trotzdem liegen kaum Daten zur Bestandsentwicklung in Deutschland vor. „Leider ist der Wespenbussard unser Stiefkind in puncto landesweiter Erfassung. Wir erhalten zu dieser Art sehr wenige Informationen. Bei unserer Aufgabe, Daten zur Situation, Bestandsdynamik und Reproduktionsentwicklung der Greifvögel und Eulen in Deutschland zu sammeln, können uns Jäger und Falkner durch aktives Monitoring unterstützen“, sagt Ubbo Mammen, Förderverein für Ökologie und Monitoring von Greifvogel- und Eulenarten e. V. (MEROS). Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Deutsche Falkenorden (DFO) rufen Interessierte dazu auf, MEROS bei seiner Arbeit aktiv zu unterstützen. Die so gewonnenen Erkenntnisse spielen beispielsweise bei Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen eine entscheidende Rolle.

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Bayern: Rohrweihe mit gefährlichem Giftköder getötet

Schon wieder ist ein seltener Greifvogel in Bayern Opfer von Artenschutzkriminalität geworden. Östlich von Wallersdorf-Altenbuch im Landkreis Dingolfing-Landau wurde dem LBV eine tote Rohrweihe gemeldet. Die Weihe starb einen qualvollen Erstickungstod durch das hochtoxische Kontaktgift Carbofuran. Ein präpariertes Stück Rinderknochen wurde ebenfalls sichergestellt. Das Pestizid ist seit 2008 EU-weit verboten, da es nicht nur Insekten tötet, sondern auch Menschen gefährdet, das Grundwasser belastet und hochgiftig für Vögel und andere Tiere ist. „Nicht auszudenken, was passiert, wenn Haustiere die Köder aufstöbern oder Kinder neugierig die blauen Körnchen untersuchen und in den Mund nehmen“, so Christian Stierstorfer von der LBV-Bezirksgeschäftsstelle in Niederbayern. Der LBV hat auch deshalb Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Ob ein Zusammenhang zu einer einige Tage später in nur 45 Kilometer Entfernung verunglückten Rohrweihe besteht, ist derzeit noch ungeklärt, so der LBV. Auch eine mögliche Verbindung zu einem Vergiftungsfall in der gleichen Gegend von 2016 sei unklar.

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Vergiftete Greifvögel: Tatverdächtiger ermittelt

Im Fall der bei Cappeln vergifteten Greifvögel (JAWINA berichtete) ist ein Tatverdächtiger gefunden worden. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber JAWINA, dass die Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und eine Hausdurchsuchung durchgeführt habe. Das Ergebnis der Untersuchungen der im Haus des Tatverdächtigen aufgefundenen Substanzen und das anschließende Verfahren müssten jedoch noch abgewartet werden, so der Polizeisprecher. Er dementierte damit einen Bericht der Oldenburgischen Volkszeitung (OV), nach dem der Giftleger bereits überführt sei. Der offenbar dringend Tatverdächtige ist – Überraschung! – ein Jäger, der in dem betroffenen Gebiet die Jagd ausübt. Das dürfte sich, wenn sich die Tatvorwürfe erhärten lassen, langfristig erledigt haben. Der Leiter des Hegerings Cappeln, Stephan Eilers, äußerte sich – etwas voreilig vielleicht – gegenüber der OV entsetzt darüber, dass der Beschuldigte Mitglied im Hegering ist. Der Tatverdächtige ließ sich sehr zügig auch ohne die vom Nabu geforderte “einstweilige Einziehung der Jagdscheine von allen im Revier tätigen Jägern” ermitteln. SE

Beitragsbild: Headline der OV mit der (zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch) Falschmeldung, dass der Giftleger überführt sei (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Neun vergiftete Greifvögel entdeckt – Nabu dreht frei

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger sichern durch Spende Fortbestand von Wildtierzentrum +++

“Ein noch nicht dagewesener Fall von Umweltkriminalität wurde am vergangenen Wochenende im Landkreis Cloppenburg entdeckt”, entrüstet sich der Nabu Niedersachsen – durchaus nicht zu Unrecht – in einer Pressemitteilung vom heutigen Tag (18.04.): “Neun vergiftete, tote Greifvögel konnten in einem kleinen Areal der Gemeinde Cappeln entdeckt und sichergestellt werden. Die Kriminalpolizei wurde sofort eingeschaltet. Der Nabu fordert die Landesjägerschaft zur Mithilfe bei der Aufklärung des Falles auf sowie die Einrichtung einer Stabsstelle Umweltkriminalität.”

So weit, so gut bzw. schlecht. Aber mit einer zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig überzogenen und ungerechtfertigten Forderung diskreditiert sich der Nabu selbst: “Bis zur Aufklärung des Falles fordert der Nabu weiterhin die einstweilige Einziehung der Jagdscheine von allen im Revier tätigen Jägern”, heißt es in der PM.

Es ist noch nicht einmal klar, ob ein Jäger hinter der Tat steckt (in der Vergangenheit wurden beispielsweise auch Brieftauben- oder Geflügelzüchter erwischt) – solange sind diese unbewiesenen Anschuldigungen zurückzuweisen. Dem Nabu sollte auch bekannt sein, dass Sippenhaft schon seit längerer Zeit keinen Platz mehr in unserem Rechtssystem. Solche Taten sind üblicherweise das Werk von Einzeltätern. Den Jägern des Reviers die Bildung einer kriminellen Vereinigung zu unterstellen, ist schon deshalb unstatthaft. Überdies sind unzulässige Verallgemeinerungen der Art, wie sie der Verband sie hier äußert, stets äußerst bedenklich: Es würde berechtigte Empörungsstürme hervorrufen, wenn aufgrund der illegalen Tat z.B. eines Flüchtlings, Migranten, Muslims oder Menschen mit dunkler Hautfarbe pauschale Anschuldigungen gegen die gesamte Gruppe erhoben werden würden. Soll die selbe Form von hetzerischen Anschuldigungen in Ordnung sein, nur weil es gegen Jäger geht? Nein, es bleibt Hetze – auch wenn es der Nabu macht. Hier ist eine Entschuldigung von den Verantwortlichen für diese Entgleisung zu fordern.

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Jäger und Falkner fordern schärfere Strafverfolgung für Nestzerstörungen

Gemeinsame Pressemeldung vom Deutschen Falkenorden (DFO) und Deutschen Jagdverband (DJV) – Energiewende auf Kosten der Artenvielfalt: Fälle treten besonders in Planungsgebieten für Windkraftanlagen auf

In Planungsgebieten für Windkraftanlagen kommt es immer wieder zu illegalen Nest- oder Brutbaumzerstörungen an den Brutplätzen streng geschützter Arten. Hintergrund sind die Auflagen, die für Grundbesitzer und Betreiber gelten: Das Vorkommen von geschützten Arten verhindert oder erschwert die Zulassung der Anlagen. Betroffen sind unter anderem Rotmilane und Seeadler, Schwarzstörche, Baumfalken, Schreiadler oder auch der Uhu. Obwohl es sich dabei um Straftaten handelt, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden können, liegt die Aufklärungsquote nahezu bei Null. Da über Fälle von Nestzerstörungen und illegale Tötungen meist nur regionale Medien berichten, bleibt das wahre Ausmaß des Problems unerkannt.

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Horstzerstörungen: “Dauerhafte Tabuzonen für Windenergieanlagen errichten”

Bettina und Norbert Kern haben zerstörte Greifvogelhorste in Windenergie-Planungsgebieten in der Umgebung der Gemeinde Ivenack (Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) dokumentiert. JAWINA hat mit den Naturschützern und Hobby-Ornithologen gesprochen.

Ein intakter Horst bei Ivenack Beitragsbild oben) und die Überreste des zerstörten Horsts. Fotos: B. u. N. Kern

JAWINA: Wie sind Sie auf illegale Nestzerstörungen in Ivenack aufmerksam geworden?

Bettina und Norbert Kern: Insgesamt waren es sieben verschwundene Horste in unserer Region. Diese Region wurde von einigen Leuten aus unserer Bürgerinitiative ehrenamtlich kartiert und die Horststandorte an die dementsprechenden Behörden weitergeleitet. Durch regelmäßige Kontrollen in den folgenden Jahren wurde das Fehlen der Horste bemerkt. 2015 verschwand ein Rotmilanhorst, 2016 verschwanden zwei Rotmilanhorste, ein Schreiadlerhorst, ein Bussardhorst und ein Horst ohne Zuordnung der Besetzung. 2017 verschwand ein Bussardhorst. Insgesamt also sieben Horste.

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Zwei Meisterwerke

Helen Macdonald ‘H is for Hawk’ und T.H. White ‘The Goshawk’

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Das hier ist ein phantastisches, großartiges Buch. Helen Macdonalds “H is for Hawk” (H wie Habicht) gewann renommierte Preise – den Samuel Johnson Prize und den Costa Book Award), eroberte sich Top-Platzierungen auf Bestsellerlisten und erhielt hymnische Rezensionen gleich bündelweise, allein zwei davon in der New York Times: Dwight Garner schrieb, ihr Buch sei so gut, dass es geradezu schmerze, es zu lesen (“Her book is so good that, at times, it hurt me to read it”), Vicki Constantine Croke vergleicht Helen Macdonalds Worte mit Federn: So unfassbar schön, dass man ihre erstaunliche Konstruktion darüber kaum bemerkt (“… with words that mimic feathers, so impossibly pretty we don’t notice their astonishing engineering.”). Und nichts davon ist übertrieben. Es ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe – und ich meine nicht Jagdbücher, was ja eine ziemlich drastische Einschränkung wäre. Ich habe H is for Hawk dreimal hintereinander gelesen und mit Anmerkungen und Merkzetteln gespickt – eine Reverenz, die ich den wenigsten Büchern erweise…

Als Trauer und Schmerz nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters ihr den Boden unter den Füßen zu entziehen drohen, wächst in der erfahrenen Falknerin, die bisher umgänglichere Beizvögel bevorzugt hatte, der dringende Wunsch, ja, die Notwendigkeit, zum ersten Mal einen Habicht zu fliegen. Vermutlich die Wirkung der Selbstheilungskräfte einer durch massives Leid gefährdeten Psyche, ein komplizierter seelischer Prozess, für den es die eine rationale Begründung nicht gibt, Gründe aber durchaus. Da sind Erinnerungen an Ausflüge, die die Neunjährige mit ihrem Vater unternahm, um Greifvögel zu beobachten, es gibt Schilderungen der mystisch scheinenden Fähigkeit der Habichte, aus der Welt zu fallen: Über auf einer Beizjagd entflogene Habichte schreibt sie: “It seemed that the hawks couldn’t see us at all, that they’d slipped out of our world entirely and moved into another, wilder world from which humans had been utterly erased.” (Es schien, als ob die Habichte uns überhaupt nicht sehen könnten, als seien sie unserer Welt entschlüpft und hinübergezogen in eine andere, wildere Welt, aus der der Mensch vollständig herausgelöscht wurde.”). Sie beschreibt, wie ein gefangenes Habichtsweib freigelassen wird und im Nichts verschwindet: “It was as if she’d found a rent in the damp Gloucestershire air and slipped through it. That was the moment I kept replaying, over and over. That was the recurring dream. From then on, the hawk was inevitable.” (“Es war, als ob sie einen Riss in der nasskalten Luft von Gloucestershire gefunden hätte und hindurchgeschlüpft wäre. Das war der Moment, den ich in Gedanken immer und immer wieder abspielte, der wiederkehrende Traum. Von da an war der Habicht unausweichlich.”)

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Österreich: Greifvögel vergiftet – Jäger verurteilt

24 geschützte Greifvögel sind vor zwei Jahren in der Kühltruhe zweier Jäger – Vater und Sohn – aus Deutschkreuz (Bezirk Oberpullendorf, Burgenland) entdeckt worden. Darüber hinaus hatte die Polizei Greifvogelpräparate sowie zwei verbotene und fünf nicht registrierte Waffen sichergestellt, wie der ORF berichtet. Die Vögel waren mit dem in der EU seit 2007 verbotenen Insektizid Carbofuran vergiftet worden. Die Staatsanwaltschaft warf den Jägern vor, mit der Tötung der Greifvögel Beutekonkurrenten ausschalten zu wollen. Die Jäger wiesen die Vorwürfe zurück. Das Bezirksgericht Oberpullendorf verurteilte die Jäger zu einer bedingten Freiheitsstrafe von drei Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. SE

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Greifvogel gefunden – Was tun?

Wer sich bei den eisigen Temperaturen auf einen Winterspaziergang begibt, hat häufig die Möglichkeit Wildtiere zu beobachten. Denn diese lassen, um Energie zu sparen, Menschen näher an sich heran als sonst. Flüchtet aber etwa ein Greifvogel nicht, so kann er verletzt oder geschwächt sein. Was in einer solchen Situation zu tun ist, erklärt die Tierarzthelferin Sylvia Urbaniak von der Greifvogelhilfe Rheinland NRW (www.greifvogelhilfe.de) im DJV-Interview.

DJV: Was tut der Spaziergänger, der einen offensichtlich nicht flugfähigen Greifvogel findet?

Urbaniak: Das Wichtigste ist, sich den Fundort genau einzuprägen. Ein verletzt oder geschwächt aufgefundenen Altvogel kann so nach der Genesung wieder im angestammten Revier freigelassen werden. Da kennt er sich aus. Ist es ein Jungvogel, der etwa bei einem Sommergewitter aus dem Nest gefallen ist, gelingt es uns, das Jungtier mit seinen “Familienangehörigen” zu vereinen.

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Spitzensportler in Not: Wenn der Habicht Hilfe braucht

Deutscher Falkenorden (DFO) und Deutscher Jagdverband (DJV) stellen Film zur Arbeit von Auffangstationen für Greifvögel und Eulen vor

Ein plötzlicher Kälteeinbruch, eine geschlossene Schneedecke wie aktuell in Norddeutschland: Harte Zeiten für Habicht, Sperber, Turmfalke und Co.. Hungrig verlieren Greifvögel ihre natürliche Scheu vor menschlichen Behausungen, Autobahnen oder Zugtrassen: Sie kontrollieren vermehrt Böschungen von Straßen nach verunfallten Kleintieren oder beginnen in Taubenschläge einzubrechen. Oft kollidieren sie dann mit Fahrzeugen oder Fensterscheiben und werden verletzt oder extrem geschwächt aufgegriffen. Schnelle und fachkundige Hilfe bieten spezialisierte Tierärzte, Jäger und Falkner. Sie betreiben deutschlandweit ehrenamtlich Stationen, die sich der Pflege verunfallter oder ausgehungerter Greifvögel sowie der Aufzucht verwaister Jungvögel verschrieben haben. Die Arbeit dieser Stationen haben Deutscher Jagdverband (DJV) und Deutscher Falkenorden (DFO) in einem kurzen Film zusammengefasst. Da sich die Pflegestellen fast ausschließlich über Spenden finanzieren, rufen beide Verbände jetzt zu Spenden auf.

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Greifvogelschutz: Natur- und Artenschutzverbände fordern Pilotprojekt

In einer gemeinsamen Pressemeldung fordern Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV), der Deutsche Falkenorden Baden-Württemberg (DFO) und der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) fordern Maßnahmen gegen die Vergiftung von Greifvögeln. Darin heißt es: “Wenn Wolf oder Luchs sich bei Haustieren bedienen, werden die betroffenen Landwirte entschädigt. Nicht so bei Greifvögeln. Die jüngsten Vergiftungen zeigen, dass es zur Lösung von auftretenden Konfliktfällen bei Geflügel- und Taubenhaltern neuer Wege bedarf: „Der Rechtsrahmen zur Verfolgung krimineller Handlungen gegen Greifvögel ist ausreichend und unmissverständlich. Greifvögel sind mehrfach geschützt: Die sich aus jagd- und naturschutzrechtlichen Regelungen ergebenden Strafen sind empfindlich hoch und haben abschreckenden Charakter“, so Landesjägermeister und Rechtsanwalt Dr. Jörg Friedmann.

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