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Jagdverbände fordern: Artenschutz als Ziel der Agrarpolitik

+++ Bayern: Auto kollidiert auf A93 mit Wildschweinrotte – Fahrer erleidet Schock +++

Weniger Bürokratie und mehr Flexibilität: Jäger und Falkner fordern eine Agrarpolitik, die Artenvielfalt als Produktionsziel hat. Landwirte sollten für Trittsteine auf dem Acker für bedrohten Arten fair entlohnt werden.

Derzeit laufen die Verhandlungen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU, die ab 2021 direkte Auswirkungen auf Deutschland hat. An die Teilnehmer der gestern gestarteten Agrarministerkonferenz in Landau richten Jäger und Falkner den Appell, Artenvielfalt künftig als landwirtschaftliches Produktionsziel festzuschreiben und Landwirte dafür fair zu entlohnen. Deutscher Jagdverband (DJV), Deutscher Falkenorden (DFO) und Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) haben dazu heute in Mainz auf dem Niederwildsymposium ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darin fordern die drei Verbände konkrete Maßnahmen, von denen Artenvielfalt langfristig profitiert. Dies sind unter anderem mehrjährige Brachen mit heimischen Wildkräutern und Gräsern, Blühstreifen in großen Mais- oder Rapsfeldern sowie Wildpflanzenanbau statt Mais zur Biogasproduktion.

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Niedersachsen: Wildpflanzen als Bereicherung der Artenvielfalt

Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast besucht Projektfläche und informiert sich über den Projektstand

Der Anbau von Wildpflanzen zur Energiegewinnung und ihr positiver Beitrag für die Artenvielfalt, waren heute Thema beim Besuch von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) informierte an einer Projektfläche in Lingen im Landkreis Emsland, über die vielfältigen Wohlfahrtswirkungen der Wildpflanzen für die Biodiversität.

„Der ökologische Mehrwert wird jedem sofort bewusst, der einmal an einer Fläche mit Wildpflanzen gestanden hat – es summt und brummt überall“, so Niedersachsens Landwirtschaftministerin Barbara Otte-Kinast anlässlich ihres heutigen Besuchs einer Projektfläche. Aber auch weitere Potenziale der Wildpflanzen rückten zunehmend in den Vordergrund. Das aktuelle Forschungsprojekt Monitoring zur Nährstofffixierung durch mehrjährige Wildpflanzen auf Praxisflächen in Niedersachsen (2017 bis 2019), das die Fähigkeit der Wildpflanzen untersucht, Nährstoffe und hier besonders Stickstoffe wie Nitrat zu binden, sei ein weiterer Baustein in diesem Sinne: „Ich bin der Landesjägerschaft Niedersachsen sehr dankbar, dass wir in diesem Bereich gemeinsam Forschungsprojekte umsetzen. Innovative Antworten in Fragen des Verlusts der Artenvielfalt, des Grundwasserschutzes und der Bodenqualität sind für das Agrarland Niedersachen enorm wichtig.“

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BfN-Report zur biologischen Vielfalt: “Situation in allen Bereichen der Agrarlandschaft alarmierend”

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vorgestellt. Das BfN zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. “Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein”, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. “Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik.”

Für seinen Agrar-Report hat das Bundesamt für Naturschutz die Ergebnisse aus verschiedenen Forschungsvorhaben zur Entwicklung der Natur in der Agrarlandschaft zusammengeführt. “Praktisch alle Tier- und Pflanzengruppen in der Agrarlandschaft sind von einem eklatanten Schwund betroffen. Besonders deutlich wird dies beispielsweise bei den Vögeln und den Insekten. Die Problematik setzt sich aber leider auch bei der Situation der Lebensraumvielfalt fort”, sagt die BfN-Präsidentin. Die aktuelle Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands sowie das Monitoring von Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert verdeutlichen dies eindringlich.

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