Schlagwort-Archive: Graugans

DJV: Graugans breitet sich aus in Deutschland

Jäger haben 2017 aus 40 Prozent der Reviere das Vorkommen von Graugänsen gemeldet – ein Anstieg von 58 Prozent in acht Jahren. Die Zahl der Reviere mit Brutvögeln hat sich sogar verdoppelt auf 19 Prozent. Der DJV fordert eine nachhaltige Bejagung statt Begasung wie in den Niederlanden.

2017 meldeten Jäger aus knapp 40 Prozent der Reviere ein Vorkommen der Graugans – das sind 58 Prozent mehr als 2009. Das Hauptvorkommen liegt in den norddeutschen Bundesländern mit vielen Gewässern, Küstenlandschaften und geringem Waldanteil. Dort meldeten sogar die Hälfte der Reviere die Anwesenheit der Graugans. Nahezu verdoppelt hat sich der Anteil von Revieren mit Brutvögeln: von 10 (2009) auf 19 Prozent (2017). In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen meldeten sogar ein Drittel und mehr Brutvorkommen.

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Krähenbrust und Schnepfendreck

“Saugut: Warum wir mehr Wild essen sollten” lautet der Titel eines Beitrags in der österreichischen Tageszeitung “Der Standard”. Er handelt von der Vorliebe Max Stiegls, Spitzenkoch und Küchenchef des Restaurants Gut Purbach im Burgenland für Federwild: Der Geländewagen des Jägers hält vor dem Restaurant, der Küchenchef blickt mit leuchtenden Augen auf die Fasane und Graugänse darin, so fängt das an. Wer schon mal in der Gegend unterwegs war, hat diese dort noch übliche Anlieferung von frisch erlegtetem Wildbret für die regionale Küche vielleicht selbst schon erlebt. Aber so wie sich der Beitrag im Standard von Alex Stranig nicht lange mit “Klassikern wie Rehrücken, Hirschragout oder Wildschweinbraten” aufhält, so bleibt Küchenchef Stiegl nicht bei Fasanenbrust und Gänsebraten stehen. Da ist die Bekassine, die im Burgenland nicht geschossen werden darf, dem Jäger aber gegen die Windschutzscheibe geflogen ist. Flugs wird sie gerupft und “mit etwas Butter, Knoblauch und Gewürzen in Windeseile zu einem herrlich schmeckenden Gericht verwandelt, das so puristisch wie genial ist.”

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NRW: Landwirt klagt erfolgreich auf Schonzeitaufhebung für Sommergänse

Der 16. Senat des Oberverwaltungsgerichts NRW hat entschieden, dass der Landesbetrieb Wald und Holz verpflichtet gewesen ist, die Schonzeit für nicht brütende Grau-, Nil- und Kanadagänse sowie Gössel dieser Wildarten von April bis Mitte Juli 2011 und 2012 in bestimmten Jagdbezirken aufzuheben. Er gab damit der Klage eines Landwirts aus dem Kreis Wesel statt, der entsprechende Anträge auf Schonzeitaufhebung mit der Begründung gestellt hatte, die sog. Sommergänse (Gänse, die sich ganzjährig am Niederrhein aufhalten und auch dort brüten), hätten sich in den letzten Jahren explosionsartig vermehrt und auf seinen Äckern insbesondere im Zeitraum von April bis Juli übermäßige Wildschäden angerichtet. Der landwirtschaftliche Betrieb des Klägers liegt in einem Gebiet, in dem die Jagd auf die Gänse grundsätzlich nur in der Zeit vom 16. Juli bis 14. Oktober zulässig ist. Nach Vernehmung mehrerer Sachverständiger ist das Oberverwaltungsgericht zu der Überzeugung gekommen, dass den Anträgen des Klägers zu entsprechen war.

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Gänsemarsch in Schleswig-Holstein

Wildgänse sind charakteristisch für Schleswig-Holstein. Besonders eindrucksvoll ist die Brutzeit, wenn Elternvögel mit ihrem Nachwuchs unterwegs sind. Derzeit leben im nördlichsten Bundesland rund 6.300 Graugans-Familien. Gänse gehören zu Schleswig-Holstein wie der Wind und die Knicks. Besonders Graugänse erfreuen derzeit mit ihrem flauschigen Nachwuchs die Naturfreunde im ganzen Land. Wer Glück hat, sieht die Familien im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche gehen – vorn und hinten die Elternvögel, die Küken trippeln in der Mitte. Aktuell ziehen rund 6.300 Paare ihren Nachwuchs im nördlichsten Bundesland auf, berichtete Jan Kieckbusch vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Bis vor wenigen Jahren brütete in Mitteleuropa nur die Graugans, während die anderen Gänsearten ausschließlich Rast- und Wintergäste in Schleswig-Holstein waren.

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