Schlagwort-Archive: Görlitz

Sachsen: “Problemwolf” geschossen

Der “auffällige” Wolf, der im Landkreis Görlitz (mindestens) zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete) ist gestern (2.2.) Mittag “entnommen” worden. Das teilt der Landkreis Görlitz mit. Der Kadaver werde nun dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung übergeben, hieß es weiter. Der Wolf litt an einem fortgeschrittenen Befall mit Räude. Das Tier ist mehrfach in der Nähe von Grundstücken oder auch auf Grundstücken gesichtet und dabei von Wildkameras fotografiert worden. Ob der Riss eines Jagdhundes vor wenigen Tagen auch auf das Konto dieses Wolfs geht, steht noch nicht fest. Der nun erlegte Wolf ist in Sachsen der erste und bundesweite der zweite (nach “Kurti”), der aufgrund auffälligen Verhaltens geschossen wurde. SE

Beitragsbild: Die Mitteilung über die Wolfsentnahme auf der Internetseite des Landkreises Görlitz (Screenshot).

Thema Wolf heute bei Plasberg

Wolf bei Stolpe überfahren – Petition gegen Abschuss des Görlitzer Problemwolfs

In der von Frank Plasberg moderierten Talkshow “Hart aber fair” im ersten Programm (WDR) des deutschen Staatsfunks geht es am heutigen Montag Abend ab 21.00 Uhr um das Thema “Mensch raus, Wolf rein – wieviel Naturschutz verträgt unser Land?”. In Anbetracht der hochkarätig besetzten Gästeliste – angekündigt sind Bestsellerautor und Baumstreichler Peter Wohlleben, Nabu-Präsident Tschimpke, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sowie, in der Funktion des Buhmanns Roland Tichy und Antipathieträger Franz zu Salm-Salm – ist die übliche total ausgewogene Diskussion auf höchstem intellektuellen Niveau zu erwarten. Deshalb rufen interessierte Kreise dazu auf, die Sendung zu verfolgen und von der Möglichkeit der Publikumsbeteiligung, soweit möglich, Gebrauch zu machen.

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Naturschutzverbände kritisieren geplanten Wolfsabschuss

Die Naturschutzverbände Nabu, WWF und IFAW kritisieren die vom sächsischen Umweltministerium erteilte Abschussgenehmigung (JAWINA berichtete) für einen vermeintlichen Problemwolf in der Umgebung von Görlitz. Das Tier, das als Welpe von Menschen gefüttert worden sein soll, war immer wieder in Ortschaften gesehen worden, wo er beispielsweise an Komposthaufen nach Nahrung suchte. In einer gemeinsamen Stellungnahme der Verbände heißt es: “Uns liegen derzeit keine Hinweise vor, dass der Wolfsrüde eine akute Gefahr für den Menschen darstellt. Auch wurden offenbar die Experten der extra dafür eingerichteten Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) nicht angehört. Die Einschätzung der in Deutschland führenden Wolfsforscher vom LUPUS Institut in Sachsen wurde sogar offensichtlich bewusst ignoriert.

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Sachsen: Problemwolf im Landkreis Görlitz soll entnommen werden

Umweltministerium erteilt Einvernehmen für Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Görlitz

Im Landkreis Görlitz soll ein Wolf aus der Natur entnommen werden, der sich in den letzten Wochen auffällig verhalten hat. Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat zu der sach- und gesetzkonformen Entscheidung des Landratsamtes Görlitz, nach der eine entsprechende artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung getroffen wurde, das Einvernehmen erteilt.

Das betreffende Tier war in den vergangenen Monaten immer wieder in Siedlungsbereichen des Landkreises Görlitz aufgetaucht und hatte nach Futter gesucht. Durch genetische Untersuchungen von gefundenen Haaren konnte die Identität des Wolfes ermittelt werden. Es handelt sich um einen knapp zweijährigen Wolfsrüden, der aus dem polnischen „Ruszow-Rudel“ stammt, dessen Territorium sich direkt angrenzend an Sachsen etwa auf der Höhe von Rothenburg/O.L. befindet.

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Sachsen: Reh verwüstet Kinderzimmer

Mächtig viel Aufregung verursachte einer Polizeimeldung zufolge am Sonntagmittag ein Reh in Eibau bei Görtlitz: Vermutlich durch einen Radfahrer aufgeschreckt, machte es einen Satz durch das geschlossene Fenster eines Hauses und landete im Kinderzimmer. Die Glasscheibe ging dabei zu Bruch. Das Tier hetzte panisch herum und verwüstete die Inneneinrichtung. Der von dem Krach alarmierte und herbeigeeilte Hausbesitzer sah das Dilemma und öffnete beide Fensterflügel, um dem verängstigten Wildtier die Flucht zu ermöglichen. Das Reh sprang ins Freie und enteilte leicht verletzt. Während der ganzen Aktion befand sich der Sohn im Raum und blieb, wie durch ein Wunder, unverletzt. Dass es für ihn das schönste Ferienerlebnis wird ist nach Ansicht der Polizei eher unwahrscheinlich. PM Polizei Sachsen

Beitragsbild: Diese Rehe waren es nicht – dank des unermüdlichen Einsatzes deutscher Weidmänner können sie keine Kinder mehr gefährden! Copyright: SE

Toter Wolf: DJV und LJV Sachsen stellen Strafanzeige gegen Unbekannt

DJV: Jäger verurteilen illegale Tötung eines Wolfes bei Görlitz aufs Schärfste

Der Deutsche Jagdverband und der Landesjagdverband Sachsen haben Strafanzei gegen Unbekannt gestellt und verurteilen die illegale Tötung eines Wolfes in der Nähe von Görlitz aufs Schärfste. Die beiden anerkannten Naturschutzvereinigungen fordern eine konsequente Strafverfolgung und begrüßen die sofortige Aufnahme der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Sachsen. Konflikte, die mit der Ausbreitung des Wolfes in Deutschland zwangsläufig zunehmen, können nur auf legalem Wege gelöst werden.

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Sachsen: Wolf getötet, LKA ermittelt

In der Nacht vom  25. zum  26. Juli 2015 wurde im Landkreis Görlitz, in der Nähe der Bundesautobahn 4, ein Wolf getötet. Nach ersten Erkenntnissen ist das Tier erschossen worden. Hierzu haben Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung des Wolfes übernommen. Die Einsatzmaßnahmen vor Ort dauern gegenwärtig noch an. Es ist bereits der fünfte Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung in Sachsen, welcher kriminalpolizeilich untersucht wird. PM Polizei Sachsen

Beitragsbild: Bildschirmfoto der Internetseite der Polizei Sachsen mit der zitierten PM. Copyright: Polizei Sachsen

Sachsen: Streunender Hund sorgt für Aufregung im Wolfsgebiet

In den vergangenen Tagen gingen beim Wolfsmanagement aus den Landkreisen Görlitz und Bautzen wiederholt Sichtungsmeldungen eines „Wolfes“ auf Straßen oder in Ortschaften ein. Viele Beobachter konnten Bilder des Tieres machen, sodass die Meldungen überprüft werden konnten. Auf diesen Bildern ist zu erkennen, dass es sich um ein und denselben wolfsähnlichen Hund handelt – und nicht um einen Wolf. Der Hund ist bereits seit 2 Wochen unterwegs und wurde mehrmals zwischen Halbendorf/Schleife (LK Görlitz), Niederseifersdorf (LK Görlitz), Löbau (LK Görlitz), Weißenberg (LK Bautzen), sowie Panschwitz-Kuckau und Kamenz (jeweils LK Bautzen) gesehen und fotografiert.

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Dübener Heide: Erster Wolfsnachweis in Nordsachsen

Eine automatische Wildkamera („Fotofalle“) hat den ersten Nachweis eines Wolfes in der Dübener Heide (Landkreis Nordsachsen) geliefert. Das Bild entstand bereits Ende Mai, wie die Auswertung der Kameradaten nun ergab. Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nun nachgegangen werden, in dem nach Spuren, Losungen und Rissen gesucht wird. In der Dahlener Heide wurden bereits im Jahr 2010 eine Zeit lang mehrere Hinweise auf einen einzelnen Wolf gemeldet. Seitdem gab es jedoch keine Nachweise aus dem Landkreis Nordsachsen.

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