Schlagwort-Archive: Glockenspiel

Limburger Glockenspiel: Alles nur ein Scherz?

Angeblich Morddrohungen gegen Veganerin – abstruse Vorwürfe gegen Jagdverbände

Die Veganerin, die den Limburger Bürgermeister dazu gebracht hat, das blutrünstige Kinderlied “Fuchs, Du hast die Gans gestohlen” vorübergehend aus dem Repertoire des Rathaus-Glockenspiels streichen zu lassen, soll diese Bitte nur scherzhaft vorgetragen haben. Das berichtet die Internetseite mimikama.at. Demnach sei die Frau von der Melodie, die sie jeden Tag in der Mittagspause hören musste, “genervt” gewesen und habe den Bürgermeister daher “scherzhaft” gefragt, ob die Melodie entfernt werden könne. Die Anfrage sei “nicht so ernst gemeint gewesen.” Bürgermeister Hahn habe daraufhin gefragt, ob der Fuchs nun auch vegan werden solle, worauf die Veganerin sagte, er solle nur nicht erschossen werden, das sei es auch schon gewesen, so mimikama.at.

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Tierfreunde fordern: Nie mehr “Fuchs, du hast die Gans gestohlen”

Bürgermeister: Wollte nur “nett” sein

Die militanten Tierrechtler von Peta unterstützen die Forderung einer Veganerin, das Kinderlied “Fuchs, Du hast die Gans gestohlen” nicht mehr vom Glockenspiel des Limburger Rathauses spielen zu lassen (JAWINA berichtete). Dass der Bürgermeister Limburgs, Dr. Marius Hahn, dieser Bitte entsprochen hatte und das Lied “vorübergehend” aus dem Repertoire des Glockenspiels entfernte, hat bundesweit für Aufsehen und Empörung gesorgt. Die Tierfreunde fordern nun einem Bericht der FAZ zufolge, dass das Lied dauerhaft gestrichen werden solle: Altertümliche Lieder wie dieses oder auch Märchen wie “Rotkäppchen und der böse Wolf” seien “leider noch immer weit verbreitet und senden vor allem an Kinder ein falsches Zeichen, indem sie ein schlechtes Licht auf bestimmte Tiere werfen”, zitierte die FAZ die umstrittene Organisation. Ins gleiche Horn der Intoleranz und Indoktrination stieß der Vegetarierbund Deutschland: Es sei gut, Traditionen kritisch zu hinterfragen. Wenn sie nicht mehr zeitgemäß seien, sollte man sich von ihnen verabschieden, so ein Sprecher des Vegetarierbundes gegenüber der FAZ: Unsere Tradition sei so vielfältig, dass sie nicht gleich zusammenbreche, wenn man sich von einem Lied trenne.

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Veganes Glockenspiel: Brief an den Bürgermeister

Ein erster – prominenter – JAWINA-Leser hat unsere Anregung umgesetzt, an den Bürgermeister von Limburg wegen des von ihm auf Wunsch einer Veganerin zensierten Glockenspiels eine freundliche Anfrage zu richten. Im folgenden geben wir den Brief von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel an Dr. Marius Hahn im Wortlaut wieder (und warten gespannt auf die Antwort von Bürgermeister Dr. Hahn…):

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

auf der Internetseite www.jawina.de habe ich einen Beitrag mit Datum 9. Februar 2017 gelesen. Dort heißt es, Sie hätten auf die Bitte einer Veganerin das alte Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ aus dem Glockenspiel des Rathausturms (zumindest zeitweise) verbannt. Wäre die Notiz am 1. April erschienen, hätte ich sie für einen gelungenen Aprilscherz gehalten. Obwohl Jawina bisher stets nur Wahrheiten verbreitet hat, möchte ich Sie dennoch zunächst fragen, ob die Sache sich tatsächlich so zugetragen hat. Den nachfolgenden Kommentar gebe ich nur für den Fall ab, dass Jawina die Wahrheit berichtet hat.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wäre es nicht unhöflich, würde ich Sie fragen, ob Sie noch bei Trost sind und ob Sie sich mit aller Gewalt lächerlich machen wollen. Zunächst drei Feststellungen:

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Nach Veganer-Protest: Melodie von Glockenspiel geändert

Fuchs, du hast die Gans gestohlen zu “tierfeindlich”

Deutschland, deine Randgruppen: Nach Protesten einer Veganerin hat der Bürgermeister der Stadt Limburg an der Lahn, Dr. Marius Hahn (SPD), das Glockenspiel des Rathausturms umprogrammieren lassen: Das alte Kinderlied “Fuchs, Du hast die Gans gestohlen” erklingt nun – vorübergehend, wie es heißt – nicht mehr. Das Lied war der Frau, die in der Nähe des Rathauses arbeitet, “zu tierfeindlich”. Ihre Ablehnung des Kinderlied-Klassikers machte die Veganerin nicht an dem unterstellten Gans-Diebstahl fest, sondern an den darauf folgenden blutrünstigen Zeilen: “Sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr, seine große, lange Flinte, schießt auf dich den Schrot, dass dich färbt die rote Tinte, und dann bist du tot.”

Bürgermeister Marius Hahn erklärte gegenüber den Medien, er habe der Frau “unspektakulär einen Gefallen tun wollen, zumal sie freundlich angefragt habe”, ob man auf das Lied nicht verzichten könne. Der Stadtsprecher beeilte sich zu erklären, dass “dahinter kein ideologisches Motiv” stecke, es sich vielmehr umd “eine zeitlich befristete Schonfrist für eine Frau” handele, die in unmittelbarer Nähe des Rathauses arbeite und das Glockenspiel täglich hören müsse – und sich über das Lied ärgere. Wer sich über die Entscheidung des Bürgermeisters ärgert, kann “freundliche Anfragen” an folgende Adresse richten:

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