Schlagwort-Archive: Giftköder

Schleswig-Holstein: Polizei warnt Hundehalter vor möglichen Giftködern

+++ Bayern: Jäger erlegt 170-Kilo-Keiler bei Germering +++

Am Montag, den 16. September 2019 rettete ein Tierarzt einen Jagdhund nach dem Verzehr eines mutmaßlich vergifteten Fleischstückes, wie die Polizeidirektion Bad Segeberg meldet. Der 55-jährige Hundehalter aus Schenefeld war mit seinem Münsterländer Rüden morgens zwischen 6:45 Uhr und 7:15 Uhr im Bereich des Meisenweges und des Sandstückenweges spazieren. Unmittelbar nach dem Spaziergang zeigte der Hund erste Vergiftungssymptome. Der Hundehalter fuhr sofort zu einem Tierarzt. Nachdem dieser ein Brechmittel verabreichte, erbrach der Hund ein unverdautes, sauber geschnittenes Stück Fleisch. Die Ermittler der Polizei Schenefeld gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass das Stück Fleisch vergiftet und möglicherweise gezielt als Köder ausgelegt wurde. Die Polizei appelliert an alle Hundehalter, ihre Tiere angeleint zu führen und darauf zu achten, dass die Tiere am Wegesrand nichts Unbekanntes fressen. Weiterlesen

Giftköder: Zwei Jagdaufseher wegen Verletzung der Aufsichtspflicht verurteilt

Obwohl sie nicht die Täter sind, wurden zwei behördlich beeidete Jagdaufseher wegen ausgelegter Giftköder im niederösterreichischen Weinviertel verurteilt

Mehr als 35 tote Tiere sowie illegal aufgestellte Fallen mit teilweise qualvoll verhungerten Tieren: So lautet die Bilanz des bisher größten Vergiftungsfalls Österreichs. Nach diesen grausigen Funden im Frühjahr 2016 in Windisch-Baumgarten im Bezirk Gänserndorf wurde gegen die beiden damals revierzuständigen Jagdaufseher Anklage erhoben. Nun liegt das endgültige Urteil vor: Die  Männer wurden vom Niederösterreichischen Landesverwaltungsgericht wegen Verletzung der Jagdaufsicht schuldig gesprochen, ihnen wurde die Jagdaufsicht entzogen. Darüber hinaus erhielten die Verurteilten eine Geldstrafe in der Höhe von 5.000 beziehungsweise 1.000 Euro.

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Hessen: Kopov mit Giftköder getötet

+++ Hessen: Frau auf ihrer Terrasse von Fuchs gebissen +++ Brandenburg/Sachsen-Anhalt: Fünf Wolfswelpen auf Truppenübungsplatz Klietz nachgewiesen +++

Einen qualvollen Tod starb ein Kopov aus Mittenaar-Ballersbach (Lahn-Dill-Kreis), nachdem er, wie die Polizei vermutet, einen illegal ausgelegten Giftköder gefressen hatte. Am 07.07.2018 bemerkte der Besitzer erste Veränderungen an seinem Hund, nachdem dieser im Bereich der Straßen “Am Bornacker”, “Auf der Grabenbach” und der Herborner Straße kurz unbeaufsichtigt herumlief. Am Abend setzten Durchfall und Trägheit ein. Trotz Hinzuziehung eines Tierarztes verstarb die Kopov-Bracke am nächsten Tag. Die Symptome sprechen nach Ansicht des Veterinärs für eine Vergiftung durch Rattengift. Wo der Hund die Dosis aufnahm, kann derzeit nicht gesagt werden. Die Herborner Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Ermittler warnen zum einen Hundebesitzer in dem genannten Bereich aufmerksam zu sein und bitten zum anderen um Hinweise zur Herkunft des Rattengifts. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel.: (02772) 47050 entgegen.  PM

Beitragsbild: Kopov (Archivbild). Foto: SE

JAWINA-Leser PH hat auf das falsche Datum in der ursprünglichen Version dieses Beitrags hingewiesen. Wir haben den Fehler korrigiert und danken für den Hinweis!

USA: Giftköder gegen Wildschweine

Seit einigen Jahren laufen in Australien und den USA Versuche, die gravierende Schäden verursachende Wildschweinplage (wobei es sich bei den sogenannten feral pigs um verwilderte Hausschweine oder Kreizungen von Haus- und Wildschweinen handelt) durch Ausbringen von Giftködern in den Griff zu bekommen. Jetzt beginnt im Rahmen eines vom US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture, USDA) verantworteten Programms in Alabama und Texas die praktische Erprobung eines Präparats auf Basis von Natriumnitrat. Natriumnitrat wird als Pökelsalz zur Konservierung und Umrötung von Fleischerzeugnissen wie zum Beispiel Schinken eingesetzt. Das für Menschen ungefährliche Natriumnitrat bewirkt im Organismus von Schweinen, dass der Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen in die Körpergewebe und Organe nicht mehr funktioniert, weil der den Sauerstofftransport bewerkstelligende Blutfarbstoff Hämoglobin in das funktionsunfähige Methämoglobin umgesetzt (oxidiert) wird. Im Gegensatz zu Menschen verfügen Schweine nur über eine geringe Konzentrationen des Enzyms Methämoglobobin-Reduktase, durch das Methämoglobin wieder zu Hämoglobin reduziert wird. Deshalb ist Natriumnitrat für Schweine hochgiftig, für Menschen nicht. Die durch das Natriumnitrat bei Schweinen verursachte Methämoglobinämie führt innerhalb von zweieinhalb bis drei Stunden zum Tod. Die Schweine werden müde und verlieren das Bewusstsein, bevor der Tod eintritt. Die Wirkung wird mit der einer Kohlenmonoxid- oder Kohlendioxid-Vergiftung (letztere wird im Schlachthäusern zur Betäubung eingesetzt) verglichen und gilt als human und tierschutzgerecht.

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Tote Wildtiere in Berlin – Polizei ermittelt

Nachdem Anwohner im Lauf der letzten Wochen 14 tote Füchse und ein verendetes Wildschwein in Hakenfelde im Spandauer Forst gefunden haben, ermittelt nun die Polizei. Einem Bericht des rbb zufolge wurden auch mit Glasscherben zugeschüttete Fuchsbaue und mit einer bislang unbekannten Substanz gefüllte Bambusrohre entdeckt, was auf Giftköder hindeute. Wenige Kilometer entfernt, am Tegeler See, sind inzwischen 14 Hunde nach Spaziergängen am See gestorben. Die Todesursache konnte bisher nicht festgestellt werden, auch ist unklar, ob ein Zusammenhang zwischen den toten Wildtieren und den toten Hunden besteht. Hundebesitzer sind auf jeden Fall zu größter Vorsicht aufgefordert. Verdächtige Personen oder Gegenstände sollten der Polizei gemeldet werden. SE

Beitragsbild: Wildschwein im Spandauer Forst. Foto: SE