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Italien: Wolf illegal erschossen

Umweltpolitikerin: “Das kommt davon, wenn man die Bürger mit einem Problem wie dem Wolf allein lässt.”

In den Lessinischen Bergen in der Umgebung der norditalienischen Stadt Roverè Veronese ist am 25. September ein toter Wolf von einem Landwirt gefunden worden. Er wies deutlich erkennbare Schussverletzungen auf, wurde folglich von einem Wilderer erschossen. Die italienische Tierschutzorganisation Lega anti Vivisezione (LAV) hat ein Foto nebst dazugehörigem Bericht veröffentlicht. Die LAV fordert eine strenge Bestrafung des Täters. Der Abschuss eines streng geschützten Tiers kann auch in Italien mit empfindlichen Geld- und sogar Haftstrafen geahndet werden. Die Überführung des Täters dürfte jedoch schwierig werden, wie auch die LAV einräumt, denn offenbar wurde dieser Wolf mit Schrot geschossen. Dies macht die Zuordnung von Geschossen oder Geschossfragmenten zu einer Waffe nahezu unmöglich. Die Unterstaatssekretärin im Umweltministerium im Rom, Vannia Gava, kommentierte den Vorfall dem Nachrichtenportal suedtirolnews.it zufolge recht trocken so: Man dürfe die Bürger mit einem Problem wie dem Wolf halt nicht alleine lassen – sonst passiere das, was jetzt in den Lessinischen Bergen passiert sei… SE

Beitragsbild: Erschossener Wolf bei Roverè Veronese. Quelle: LAV

Brandenburg: Erschossener Wolf gefunden

Update: Wolf wurde doch nicht erschossen

Am Dienstag (2.10.) hat ein Jagdausübungsberechtigter auf einem Waldweg bei Zitz, einem Ortsteil der Gemeinde Rosenau im Landkreis Potsdam-Mittelmark einen toten Wolf gefunden. Der Anruf des Jägers ging gegen 17.10 bei der Polizei ein. Der Wolf wurde dem zuständigen Wolfsbeauftragten übergeben, von diesem wurde der Weitertransport an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung zur weiteren Untersuchung veranlasst. Nach Informationen von JAWINA handelt es sich um einem Wolfswelpen von diesem Jahr. Der Wolf ist nicht eines natürlichen Todes und auch nicht bei einem Verkehrsunfall gestorben, wie ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA bestätigte: Eine Schussverletzung sei deutlich zu erkennen gewesen. Die Polizei hat Anzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz erlassen.

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RLP: 14jährige soll Reh “aus Versehen” mit Armbrust getötet haben

Das bei Olsbrücken (Landkreis Kaiserslautern) am Mittwoch mit einem Armbrust-Pfeil gewilderte Reh (JAWINA berichtete) ist vermutlich von einer 14-Jährigen erlegt worden. Das teilt die Polizei mit. Demnach meldeten sich die Eltern der mutmaßlichen Schützin am Mittwochabend bei der Polizei. Vater und Tochter gaben an, auf einem Privatgrundstück einen Sportbogen eingeschossen beziehungsweise justiert zu haben. Hierzu habe man eine andere “Spitze” auf den Pfeil montiert. Wie berichtet befand sich anstelle der üblichen Pfeilspitze ein massiver, kugelförmiger Kopf am Pfeil. Plötzlich sei das Reh über das Grundstück und in die Schusslinie gelaufen, so der Vater. Es sei alles fürchterlich schnell gegangen. Das Reh sprang davon und sei nicht mehr auffindbar gewesen. Die Polizei ermittelt. PM

Beitragsbild: Der Armbrust-Pfeil, mit dem das Reh getötet wurde. Foto: Polizei

Die Red. dankt JAWINA-Leser Fex für den Hinweis!

Sachsen: Damtier im Gatter gewildert

In Wiesa, einem Ortsteil von Kamenz (Landkreis Bautzen) haben unbekannte Täter ein tragendes Stück Damwild in einem Gatter an der Bischofswerdaer Straße getötet. Anschließend trennten die Täter Teile des Tiers fachmännisch ab und entwendeten diese, wie die Polizei mitteilt. Ein hinzugezogener Sachverständiger konnte einen Tier-Riss ausschließen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. PM

Beitragsbild: Damtier. Foto: SE

Hessen: Reh gewildert und verbrannt

Einen gruseligen Fund machten Passanten gestern Morgen (12.04.2016) auf der Junostraße, der alten Bundesstraße in Richtung Herborn-Seelbach im hessischen Lahn-Dill-Kreis. Dort hat ein Unbekannter ein Reh verbrannt. Die alte Bundesstraße verbindet die Ortsteile Burg und Herborn und ist im letzten Abschnitt ein Fahrradweg. Mitten auf der Fahrbahn stand ein kleiner Ölofentank und unter einer verbrannten Kunststoffplane, direkt neben dem Tank, entdeckten Polizisten die Reste eines Rehs. Offensichtlich war das Reh trächtig, da neben dem Kadaver ein ungeborenes Kitz lag. Derzeit gehen sie davon aus, dass der Täter das trächtige Reh erlegte, ausweidete und anschließend Rücken und Keulen vom Körper trennte. In der Nacht von Montag (11.04.2016) auf Dienstag (12.04.2016) transportierte er die Reste des Tieres und das Kitz in der Plane zum Fundort, übergoss alles mit Heizöl und legte Feuer.

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Justiz-Groteske: Paar wildert Rehe – und klaut Kochtöpfe dazu

Ein grundsätzlich gestörtes Verhältnis zum Eigentum anderer legte ein Paar aus Wittlich (Rheinland-Pfalz) an den Tag, wie der volksfreund.de berichtet. Auf Verlangen seiner Freundin, die Rehe auf einer Wiese erblickt und infolgedessen “Appetit auf Rehrücken” verspürt hatte, erlegte der Mann die Tiere. Er war Jäger und im Besitz der erforderlichen waffenrechtlichen Erlaubnisse und hatte sogar eine (legale) Jagdmöglichkeit – nur leider standen die Rehe nicht in seinem Revier. Obendrein stahl das Paar auch noch die Kochtöpfe, in denen der erwilderte Braten zubereitet werden sollte. Beide wurden jetzt zu einer Haftstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. SE

Beitragsbild: Reh, (total legal) erlegt. Copyright: privat

Schon wieder Wolf erschossen – und geköpft

Am 7. August wurde an der B 168 südlich von Lieberose (Brandenburg, Landkreis Dahme-Spreewald) auf der Fläche der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg ein erschossener Wolf ohne Kopf aufgefunden. Die Stiftung hat Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Cottbus erstattet und spricht sich gemeinsam mit Umweltverbänden für intensive Ermittlungen aus. Ein vorbeikommender Radfahrer entdeckte am 7. August einen Wolfskadaver am Fahrbahnrand der Bundesstraße 168 und informierte die Oberförsterei Lieberose. Mitarbeiter des Landesumweltamtes und der Oberförsterei bargen das tote Tier und überstellten es zur Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Bei der Untersuchung konnte eine Schussverletzung als Todesursache festgestellt werden. Das Abtrennen des Kopfes war den Untersuchungsergebnissen entsprechend nach dem Tod des Tieres erfolgt. Es handelt sich um ein männliches, vermutlich 2-3 Jahre altes Tier, dessen genaue Herkunft noch nicht geklärt werden konnte. Die Fläche, auf der der Kadaver gefunden wurde, liegt im Naturschutzgebiet und gehört der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

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