Schlagwort-Archive: Gewalt

Waffenrecht: Gegenüber Ex-Freundin gewalttätig geworden – Zuverlässigkeit futsch

Einem Jäger aus dem Kreis Coesfeld (NRW) waren Jagdschein und WBK entzogen worden, nachdem er in angetrunkenem Zustand gegenüber seiner Ex-Freundin gewalttätig geworden war und ihr ein Verbrechen angedroht hatte. Ein amtsärztliches Gutachten hatte dem jungen Mann daraufhin ein erhöhtes Aggressionspotenzial und eine Neigung zu unbesonnenem Verhalten bescheinigt. Gegen den Verlust der waffenrechtlichen Erlaubnisse klagte der Jäger vor dem Verwaltungsgericht Münster, wie die Westfälischen Nachrichten berichten. Der Kläger argumentierte, dass das Gutachten im Widerspruch stehe zur der Erteilung eines Jagdscheins im Jahr 2016. Damals sei seine Zuverlässigkeit nicht beanstandet worden. Diesen Einwand hielt die Richterin dem Zeitungsbericht zufolge nicht für stichhaltig. Da auch der Rechtsbeistand des Klägers keine Aussicht auf Erfolg in dem mündlichen Verfahren sah, zog der Prozessbevollmächtigte die Klage nach Absprache mit seinem Mandanten zurück. red.

Beitragsbild: Schnell weg, schwer wieder zu bekommen – Jagdschein und WBK. (Archivbild). Foto: SE

Hessen: Jäger rettet Frau

In der Nacht zum Donnerstag wurde der Polizei durch einen Jäger eine unklare Gefahrensituation im Wald bei Taunusstein-Bleidenstadt (Rheingau-Taunus-Kreis) gemeldet. Der Jäger war gegen 00.35 Uhr im Waldstück seitlich der B 54 zwischen Bad Schwalbach und Taunusstein auf eine verletzte Frau aufmerksam geworden, welche von vier Männern umgeben war. Aufgrund dieser sich darstellenden Situation verständigte der Zeuge direkt die Polizei und hielt die Personen bis zum Eintreffen der Polizeikräfte in Schach. Die 39-jährige Frau wurde aufgrund ihrer sichtbaren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen. Da die Verletzungen der Frau ersten Ermittlungen zufolge zumindest durch einen der im Wald angetroffenen Männer im Alter von 26 bis 34 Jahren verursacht worden sind, wurde das Quartett festgenommen und zwecks weiterer polizeilicher Maßnahmen mit zur Dienststelle genommen.

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Sachsen: Nabu kritisiert genehmigten Wolfsabschuss

Drohungen gegen “Entnahme-Beauftragte”

Der Nabu Sachsen kritisiert scharf den vom sächsischen Umweltministerium genehmigten Abschuss (JAWINA berichtete) eines Wolfes. In den vergangenen Wochen wurden im Bereich des Rosenthaler Rudels immer wieder von Wölfen sämtliche Herdenschutzmaßnahmen überwunden und zahlreiche Nutztiere gerissen. Der Abschuss darf nur bei der Annäherung eines Wolfs an Nutztiere erfolgen und soll der Erzeugung erlernter Scheu dienen. Die Entscheidung sei “fachlich unbegründet sowie rechtlich nicht haltbar”, befindet hingegen der Nabu Sachsen auf seiner Internetseite. Der Verband prüfe “zeitnah eine Klage” gegen die Abschussgenehmigung.

Derweil ist unklar, wer die geplante Wolfs-Entnahme überhaupt durchführen soll. Nachdem die örtliche Jägerschaft erklärt hat, dass sie sich an Wolfsabschüssen wegen der Drohungen militanter Tierfreunde nicht mitwirken wolle, muss die zuständige Verwaltung des Landkreises Bautzen nun Verantwortliche benennen.

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