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Getötete Schwangere – Jägern zweifeln an Beteiligung von Jagdhunden

Im Fall der durch Hundebisse getöteten schwangeren 29-jährigen (JAWINA berichtete), haben beteiligte Jäger Zweifel daran geäußert, dass die Hunde der eingesetzten Meute für den Tod der Frau verantwortlich sein sollen. Die Verstorbene hatte vor ihrem Tod eine Nachricht an ihren Lebensgefährten gesendet, in dem sie von einem Problem mit mehreren aggressiven Hunden berichtete. Dabei sei es jedoch auch um einen Konflikt mit dem Besitzer eines Malinois, eines belgischen Schäferhundes gegangen. Die Frau selbst besaß einen oder mehrere (Die Medienberichte widersprechen sich in diesem Punkt) American Staffordshire Terrier, eine Kampfhundrasse. Der Lebensgefährte der Verstorbenen gab an, etwa 45 Minuten nach ihrem letzten Anruf in dem Waldgebiet eingetroffen zu sein. Einem Bericht des Figaro zufolge gab der Mann an, erst Jagdhunden und dann einem Reiter begegnet zu sein. Dann seien etwa dreißig Jagdhunde aus der Schlucht gekommen, in der sich der Leichnam der Frau fand. Es könnten nur die Jagdhunde gewesen sein, folgerte er.

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Frankreich: Jagdhunde töten schwangere Frau

+++ Niedersachsen: Wildschwein verletzt Jägerin schwer +++ Rheinland-Pfalz: Jäger bei Bergung von Unfallwild überfahren – tot +++ Schleswig-Holstein: Jäger erlegen kranken Damhirsch an der A215 +++ Polen: Neue ASP-Fälle bei Wildschweinen nahe deutscher Grenze +++

In einem Waldgebiet bei Villers-Cotterêts im Département Aisne ist eine 29-jährige Schwangere von Jagdhunden getötet worden. Die Frau war mit ihren fünf Hunden in dem Jagdgebiet unterwegs. Eine Autopsie ergab, dass die Frau infolge mehrerer Hundebisse verblutete. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen am Kopf und anderen Körperteilen, wie südtirolNEWS berichtet. Auch nach dem Tod der Frau ließen die Hunde nicht von ihrem Opfer ab. Kurz vor ihrem Tod hatte die Frau noch ihren Lebensgefährten angerufen und von bedrohlichen Hunden berichtet. Die Polizei hat DNA-Proben von den ca. 90 Hunden genommen, die an der Jagd beteiligt waren und hat Anzeige wegen Totschlags gegen die noch zu ermittelnden Tierhalter erstattet.

Beitragsbild: Normalerweise freundlich und dem Menschen zugewandt – Jagdhunde (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

Österreich: Jagdhund von Keiler getötet

Weiterer Jagdhund schwer verletzt – Wolf für erhöhte Aggressivität verantwortlich?

Bei einer Drückjagd bei Rossatz im niederösterreichischen Bezirk Krems sind zwei Jagdhunde von einem Keiler attackiert worden, einer erlag seinen schweren Verletzungen. Ein Hund sei von dem Keiler aufgeschlitzt worden, ein anderer habe Stiche in die Lunge davongetragen. Der überlebende Hund konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der Jagdleiter führte den Vorfall gegenüber nön.at auf mehrere Faktoren zurück: Zum einen sei ein Mastjahr, die Sauen seien größer und stärker und somit wehrhafter als sonst. Vor allem aber sei eine Verhaltensänderung des Schwarzwilds zu beobachten, seit der Wolf in dem Gebiet nachgewiesen wurde: Die Wildschweine würden sich zu größeren Rotten zusammen schließen und seien deutlich aggressiver als früher. red.

Beitragsbild: Erlegter Keiler (Archivbild). Foto: SE

Russland: Tiger tötet Jäger

+++ Sachsen: Elch auf der A4 unterwegs +++ Bayern/Österreich: Wildschweinalarm auf der A93 und der A2 +++

In der Region Chabarowsk im Fernen Osten Russland ist ein Mann von einem Tiger angefallen und getötet worden. Die Region am Fluss Amur nahe an der chinesischen Grenze ist Verbreitungsgebiet des Amur-Tigers, der größten Katze der Welt. Zu dem Vorfall kam es, während der Jäger in Begleitung seines Sohns einen Jagdausflug mit dem Boot unternahm. Als die beiden an Land gingen, griff der Tiger sofort an. Vermutlich hatte er ein Tier in der Nähe gerissen und wollte seine Beute verteidigen. Der Sohn des Getöteten erschoss daraufhin den Tiger. Der angefallene Jäger wurde noch von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. Wie das Zentrum Amur-Tiger mitteilt, ist ein Team von Spezialisten der Chabarowsker Jagdbehörde zur Lösung von Konfliktsituationen zwischen Menschen und großen Raubtieren vor Ort, um den Vorfall zu untersuchen. red.

Beitragsbild: Nachricht vom Unglücksfall auf der Internetseite des Zentrums Amur-Tiger (Screenshot, Ausschnitt)

Baden-Württemberg: Männer erschlagen Auerhahn und werden attackiert

Am 10.8. ging bei der Polizei ein Notruf ein: Zwei Männer sollen im Bereich des Todtnauer-Hütten-Wegs im Schwarzwald einen Auerhahn getötet hätten. Dies sei beobachtet worden und man würde die Männer festhalten. Nach mehreren Befragungen ergab sich eine erste, vorläufige Erklärung des Vorfalls. Die beiden alkoholisierten Männer, 20 und 22 Jahre alt, hatten den Auerhahn mit einer Flasche geschlagen, woran er verstorben war. Sie gaben an, das Tier hätte sie zuvor bedroht und sie hätten sich zur Wehr setzen müssen. Eine größere Personengruppe hatte den Vorfall beobachtet und griff die beiden Männer daraufhin an. Die Männer seien geschlagen, getreten, gewürgt und mit Bier übergossen worden.

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“Mein Vater wäre fast zusammengebrochen”

Interview mit der Besitzerin des gerissenen Hundes

Auf TAG24 ist ein Interview mit der Besitzerin des in Sachsen höchstwahrscheinlich von einem Wolf gerissenen Hundes (JAWINA berichtete) zu lesen. “Jetzt fressen Wölfe schon 35 Kilo schwere Hunde. Die Behörden müssen reagieren. Was soll denn noch passieren!”, empört sich die geschockte Frau – viele haben ja eine Vermutung, was noch passieren muss, bis ein Umdenken einsetzt, Vernunft einkehrt. Auf jeden Fall führt das Interview vor Augen, worauf Haustierhalter sich in den Wolfsgebieten einstellen müssen. Deshalb: Leseempfehlung. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags auf TAG24 (Screenshot)

Österreich: Kopflos gefundenes Tier war Wolf

Bestätigung: Kadaver im Sellrain war Wolf aus italienischer Population – DNA-Ergebnis liegt vor

Vor einer Woche wurde ein wolfsähnlicher Kadaver ohne Kopf im Sellrain in einem Waldstück entdeckt. Nun liegt die Bestätigung vor, dass es sich dabei tatsächlich um einen Wolf handelt. “Die DNA-Proben der Veterinärmedizinischen Universität Wien sind eingetroffen und bestätigen die ersten Einschätzungen der Expertinnen und Experten. Es konnte festgestellt werden, dass es sich genetisch um einen Wolf handelt, der der italienischen Wolfspopulation zuzurechnen ist. Hinweise, dass es sich um einen Wolfshund oder einen Mischling zwischen Wolf und Hund handelt, liegen keine vor. Dieses Tier wurde bisher noch nicht in Österreich nachgewiesen”, sagt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer, der sich hier in einem O-Ton zu dem Fund äußert. Auch Schafsrisse auf der Inzinger Alm können mittlerweile konkret diesem Wolf zugeordnet werden: „Anhand der Proben, die auf der Inzinger Alm bei zwei gerissenen Schafen entnommen wurden, kann bestätigt werden, dass diese von dem im Sellrain aufgefundenen Wolf gerissen wurden“, hebt Janovsky hervor.

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Sachsen: Hund in der Gemeinde Weißkeißel getötet

+++ Sachsen: Alpaka gerissen +++ Sachsen: Wolf reißt acht Schafe und vier Lämmer +++ Baden-Württemberg: Unbekannte öffnen Wildgehege – Hirschen droht Abschuss +++ Österreich: Kalb gerissen – Wolf im Verdacht +++ Österreich: Mit Handyfotos von Abschüssen geprahlt – Wilderer vor Gericht +++ Deutschland: Ökos streiten über Öko-Strom +++ Bayern: Rotmilan illegal geschossen +++ Hessen: Wildereiverdacht bei Bad Arolsen +++

Wolf kann als Verursacher nicht ausgeschlossen werden

Aus der Gemeinde Weißkeißel (Landkreis Görlitz) ging heute die Meldung über einen getöten Hund ein. Das teilte die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) soeben in Dresden mit. Die Begutachtung der Situation vor Ort weist darauf hin, dass der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann.

Der Kadaver des toten Hundes wurde zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Am Leibnitz-Institut werden auch alle toten Wölfe aus Deutschland untersucht. Am getöteten Hund wurden Genetikproben genommen. Über die Untersuchung des Kadavers und der Genetikproben sollen weitere Aufschlüsse erbracht werden, ob der Wolf als Täter bestätigt werden kann und ob er möglicherweise bereits genetisch bekannt ist. Ebenso sind vor Ort automatische Wildkameras aufgestellt worden, für den Fall, dass das Tier nochmals zurückkehrt.

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Brandenburg: Sieben Wölfe gemäß Wolfsverordnung getötet

+++ Bayern: Hund reißt Reh – Jäger filmt +++ Luxemburg: Wildschweinjagd wegen ASP – 100 Jäger, 50 Treiber, 5 Sauen erlegt +++ Österreich: Zuviel Rotwild in Vorarlberger Gatter +++ Saarland: Steuernachlass für brauchbare Jagdhunde +++ Niedersachsen: 20.000 Euro Soforthilfe für Fallenjagd auf Nutrias im Landkreis Stade +++

Gemäß der Brandenburger Wolfsverordnung sind in diesem Jahr in Brandenburg bereits sieben Wölfe getötet worden, wie ein Sprecher des Umweltministeriums Medienberichten zufolge gegenüber der Deutschen Presseagentur bestätigte. Zwei dieser Wölfe waren durch problematisches Verhalten aufgefallen und hielten sich in der Nähe von menschlichen Siedlungen auf. Einer dieser Wölfe war massiv an Räude erkrankt und suchte immer wieder einen Stall eines Agrarbetriebs im Landkreis Oder-Spree auf. Dieser Wolf wurde betäubt, tierärztlich untersucht und dann im Beisein von Mitarbeitern des Landesamts für Umwelt (LfU) eingeschläfert. Fünf weitere Wölfe wurden aufgrund ihrer schweren Verletzungen erlöst. Von diesen fünf waren drei bei Wildunfällen angefahren, zwei durch illegalen Beschuss verletzt worden. red.

Beitragsbild: Brandenburger Wolfsverordnung im Gesetz- und Verordnungsblatt (Screenshot, Ausschnitt)

Hessen: Dr. Walter Lübcke durch Kopfschuss getötet

Der Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (65) ist offenbar durch einen Kopfschuss getötet worden. Medienberichten zufolge war der CDU-Politiker passionierter Jäger, was anderen Medienberichten zufolge vom persönlichen Umfeld des Verstorbenen bestritten wird. Er wurde am 2.6. in den frühen Morgenstunden tot auf seinem Anwesen in Wolfshagen-Istha (Landkreis Kassel) gefunden. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden. “Da die Todesumstände unklar sind, hat das Hessische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Aufgrund laufender Ermittlungen sind derzeit keine weiteren Auskünfte möglich”, teilt das hessische LKA mit. Lübcke galt als “beliebt und außerordentlich nahbar”, wie die Fuldaer Zeitung schreibt. Er hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Söhne. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Fuldaer Zeitung (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser MH für den Hinweis!

Südafrika: Wilderer von Elefant getötet und von Löwen gefressen

Ein mutmaßlicher Nashorn-Wilderer ist im südafrikanischen Krüger Nationalpark von einem Elefant getötet, seine sterblichen Überreste von einem Rudel Löwen vertilgt worden. Ranger in dem Park fanden nur noch den Schädel und die Hosen des Wilderers, wie der Krüger Nationalpark bekanntgab. Demnach ist die Familie des Wilderers von dessen Komplizen in Kenntnis gesetzt worden, dass ihr Verwandter am Dienstag getötet worden sei, als sie im Park Nashörnern nachstellten. Die Familie verständigte den zuständigen Ranger, der sofort eine Suchaktion einleitete. Suchpatrouillen versuchten, zu Fuß und mit Unterstützung durch Hubschrauber die Überreste des Getöteten zu finden. Als die Dämmerung einsetzte, musste die Suche am Mittwoch abgebrochen werden. Am Donnerstag wurde sie wieder aufgenommen, mittlerweile hatte der Suchtrupps genauere Informationen über den Ort des Geschehens, weil die vier Komplizen des Wilderers am Abend zuvor festgenommen und verhört worden waren.

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Schweden: Wolf tötet Jagdhund bei Hundeprüfung

Östlich von Molkom in der schwedischen Provinz Värmland ist am Dienstag früh ein Jagdhund der Rasse Drever während einer Hundeprüfung von einem Wolf getötet worden. Das berichtet die schwedische Jagdzeitung SvenskJakt. Nach Aussage der Richter besteht kein Zweifel daran, dass der Hund von einem Wolf getötet wurde, so SvenskJakt. Demnach arbeitete der Hund laut eine Fährte, verstummte aber plötzlich nach 450 Metern. Der Hund bewegte sich dann nur noch eine kurze Strecke weiter. Richter und Hundebesitzer gingen dann zu der Stelle, wo sie den Hund zuletzt gehört hatten. Dabei stießen sie bereits auf frische Wolfsfährten. Der Hund wurde tot aufgefunden, er wies die für Wolfsrisse typischen Verletzungen an der Kehle auf. Am Ort des Risses gab es Spuren von mindestens einem Wolf, der den Hund noch etwa 30 Meter fortgeschleift hat. Die Bezirksverwaltung ist SvenskJakt zufolge auf dem Weg in das Prüfungsgebiet, in dem bislang kein Rudel offiziell bestätigt war.

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Südtirol: Wölfe reissen Hund

+++ Sachsen: Entscheidung über Rotwild-Petition steht an +++ Bayern: Stöberhunde hetzen verletzten Fuchs in Vorgarten +++ Niedersachsen: Fellwechsel-Standort in Altona (Dötlingen) +++ NRW: Wölfin am Niederrhein gesichtet +++ Brandenburg: Reh bei Wildunfall in Windschutzscheibe geschleudert – Fahrer schwer verletzt +++ Bayern: Hund reißt Reh bei Coburg +++ Österreich: Jäger bei Wildfütterung schwer verletzt +++

In dem Bergdorf Scaparina im Apennin haben Wölfe einen Hund gerissen. Der Hund sei im Morgengrauen von Wölfen angegriffen und “regelrecht zerfleischt” worden, berichtet Südtirolnews. Zuvor habe es Angriffe auf Kühe und Schafherden gegeben und Anwohner beobachteten “immer öfter, dass Wolfsrudel um Häuser und Ställe streichen.” Der getötete Hund wies Südtirolnews zufolge die für Wolfsangriffe typischen Verletzungen an der Kehle auf. Von dem Hund blieb nur der Kopf und einige Knochen übrig. Gegenüber dem Nachrichtenportal warnt der Hundebesitzer vor Selbstjustiz: “Entweder die Behörden greifen ein oder die Leute könnten beginnen, sich selbst zu verteidigen.” Die Wölfe vermehrten sich “ohne Kontrolle.” Im Alpenraum beginne “die Stimmung zu kippen”, konstatiert Südtirolnews: “Immer mehr Menschen, die von der Viehwirtschaft leben, fordern Maßnahmen, den Wolfsbestand zu reduzieren.” red.

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags auf Südtirolnews (Screenshot).

Niedersachsen: Wolfsrudel reisst trächtiges Shetland-Pony

In Nienhagen, einem Ortsteil der Gemeinde Gitlen (Landkreis Heidekreis) hat ein Wolfsrudel eine Pferdeherde auf einer Weide angegriffen. Eine trächtige Shetland-Ponystute überlebte den Angriff nicht.

Ein Jäger beobachtete den Angriff der Wölfe und konnte die Tiere durch lautes Schreien und In-die-Hände-klatschen verscheuchen, wie die Lokalzeitung Die Harke berichtet (hinter Paywall). Ein weiteres Pony, ein Hengst, wurde bei dem Wolfsangriff verletzt. Die Wölfe versuchten dem Zeitungsbericht zufolge zwei weitere Male, zu den Pferden auf die Weide zu gelangen: Ein anderer Jäger sah, wie die Wölfe die Weide ansteuerten, sich jedoch zurückzogen, da der Pferdehalter und die Polizei vor Ort waren. Ein weiteres Mal begegnete der Pferdehalter einem Wolf, als er um drei Uhr nachts auf der Koppel damit beschäftigt war, die überlebenden Ponys einzufangen. Pferdehalter aus der Gegend des Rodewalder Rudels fordern den Abschuss der Wölfe, da ansonsten die artgerechte Pferdehaltung aufgegeben werden müsste. SE

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Niedersachsen: Wolfsrüde totgefahren

+++ Baden-Württemberg: Wildschweine pflügen Fußballplatz des VfL um +++ Österreich: Bestandsschutz für Jagdgatter – Debatte um Jagdgesetz-Novellierung in Salzburg +++ Brandenburg: Umweltminister Vogelsänger stellt Schutzstatus des Wolfs in Frage +++ Bayern: Jagdunfall bei Nittenau – Eltern klagen Jäger an +++ Brandenburg: Elch bleibt seinen Kühen treu +++ Rheinland-Pfalz: Rehburger auf dem Weihnachtsmarkt +++

Am Freitagmorgen, gegen acht Uhr, kam es auf der Landesstraße 298, im Bereich der Abfahrt nach Rixförde (Kreis Celle), zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Wolf. Eine Autofahrerin befuhr die Strecke, als plötzlich ein hundeähnliches Tier über die Straße rannte und von ihrem Auto erfasst wurde. Die Autofahrerin informierte die Polizei. Bei der Nachschau stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelte, der da tot im Straßengraben lag. Der Rüde ist sehr wahrscheinlich noch ein Jungtier. Ob der Wolf aus einem ortsansässigen Rudel stammt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Der Wolfsrüde soll nun in Berlin im Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht werden. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild) Foto: SE

Meldung über von Wölfen im Schlaubetal getötete Hunde höchstwahrscheinlich Fake

Bei der seit gestern auf Whatsapp kursierenden Meldung, derzufolge mehrere Hunde bei einer Jagd im Schlaubetal von Wölfen getötet worden sein sollen, handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen höchstwahrscheinlich um ein Fake.

Denn:

1) Das geschilderte Szenario ist für sich genommen schon äußerst unwahrscheinlich. Auf JAWINA sind diverse Fälle von Wolfsangriffen auf Jagdhunde (z.B. auch in Schweden, wo Wolfsangriffe bekanntlich noch vor dem Straßenverkehr unnatürliche Todesursache Nr. 1 bei Jagdhunden sind) dokumentiert worden. In allen diesen Fällen ist jeweils nur ein Hund getötet worden. Dass hier eine ganze Meute massakriert worden sein soll, erscheint kaum glaubwürdig, z.B., weil die Hunde – anders als eingepferchte Schafe – fliehen könnten.

2) Zu bedenken ist auch, dass das Szenario mit einer Geräuschkulisse verbunden wäre, die auf einer Drückjagd mit den üblichen Abständen zwischen den Ständen keinesfalls unbemerkt bleiben würde. Folglich würden Hundeführer versuchen, ihren Hunden zu Hilfe zu kommen und die Wölfe zu verscheuchen. Und es wäre bei dieser Zahl von toten Hunden mit ziemlicher Sicherheit auch der eine oder andere Wolf auf der Strecke geblieben…

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Schweden: Wolf tötet Gråhund

Am vergangenen Samstag hat ein Wolf wenige Kilometer nördlich von Falun in der schwedischen Provinz einen Gråhund getötet. Der dreieinhalb Jahre alte Elchhund war bei Andersbo geschnallt worden, um Elche zu jagen. Bald hatte der Hund einen Elch gestellt und gab Laut. Möglicherweise wurde durch den Hundelaut der Wolf angelockt. Plötzlich verschwand das Symbol für den Hund auf dem Display des Hundeortungsgerätes, stattdessen wurde nur noch ein Fragezeichen angezeigt, berichtet der Hundebesitzer gegenüber der schwedischen Jadgzeitung JaktJournalen. Er wartete eine Weile und versuchte, den Hund heranzurufen. Nach etwa einer Stunde machte er sich zusammen mit einem Jagdkameraden an den Ort, wo der Kontakt zum Hund abgerissen war. Dort fanden sie den Hund, tot, übersät mit Bisswunden. Zuerst hatten sie gedacht, dass der Elch den Hund getötet habe, dann fanden sie die Bisse: Die Hündin hatte eine Bisswunde im Rücken, drei große Wunden am Bauch und Verletzungen an Hals, Augen und Ohren. Der Polizeidirektor der Gemeinde, Bert Eriksson, untersuchte den Hund und bestätigte, dass er von einem Wolf getötet wurde. red.

Beitragsbild: Elchhund (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

 

Brandenburg: Waschbär tötet Foxterrier

Wenige Wochen, nachdem ein Waschbär bei Fürstenwerder (Landkreis Uckermark) einen Laika getötet hat (JAWINA berichtete), ist nun ein Foxterrier – in dem selben brandenburgischen Landkreis – einem Waschbär zum Opfer gefallen. Der Besitzer der vier Jahr alten Foxterrier-Hündin hatte seine beiden Hunde beim Holzfällen frei laufen lassen. Offenbar hatten der Foxel und der Deutsch Kurzhaar dann einen Waschbär im Schilf gestellt. Als der Hundebesitzer den DK Laut geben hörte, eilte er hinzu und erlegte den Waschbären, um die Kurzhaarhündin zu schützen, wie es im Nordkurier heißt. Von dem Foxterrier fehlte jede Spur. Erst am nächsten Tag entdeckte er den Hund – tot auf dem Wasser treibend. Der Foxterrier wies eine große Bisswunde zwischen den Augen auf. Vermutlich ist der Hund von dem Waschbär ertränkt worden, wie zuvor bereits der Laika. Dass “drei Hunde innerhalb einer Woche” durch Waschbären getötet worden wären, wie der Nordkurier berichtet, bestätigte der Landesjagdverband Brandenburg auf Anfrage von JAWINA nicht. red.

Beitragsbild: Foxterrier (Archivbild). Foto: SE

Südafrika: PH Claude Kleynhans von Büffel getötet

Der bekannte südafrikanische Berufsjäger (Professional Hunter, PH) Claude Kleynhans, 54, ist am Dienstag von einem Büffel getötet worden. Kleynhans war Inhaber von Guwela Safaris, er hinterlässt zwei Töchter und einen Sohn. Seine Ehefrau, Corina van der Merve, berichtete gegenüber citizen.co.za, dass Kleynhans mit Jagdgästen einen Büffel geschossen habe. Beim Verladen des Tiers sei der Jäger überraschend von einem weiteren männlichen Büffel attackiert und schwer verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde bei dem Angriff des Büffels eine Arterie im Oberschenkel von Kleynhans zerstört, er sei innerhalb kurzer Zeit verblutet. Kleynhans war Polizist, bevor er sich als PH selbständig macht. Der streng gläubige Christ galt als ausgewiesener Kenner der Natur Südafrikas, er machte sich um den Naturschutz verdient. Das hielt zahlreiche Tierfreunde nicht davon ab, ihrer Freude über den Tod des Jägers in Kommentarspalten und diversen asozialen Netzen Ausdruck zu verleihen. So schrieb eine Frau  laut Daily Mail, sie liebe es, wenn Wilderer von den Tieren getötet würden, es mache sie extrem glücklich (‘I love when Poachers get killed by the animals it makes me extremely happy!!).

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Niedersachsen: Wolf vermutlich illegal getötet

+++ Sachsen-Anhalt: Trotz Wolfsschutzzaun – Wolf reißt 18 Stück Damwild im Gatter +++ Brandenburg: Vom “Wolfskompetenzzentrum errichteter Zaun erweist sich als wirkungslos +++

40. toter Wolf in Niedersachsen – fünfter illegal getöteter

Am 6. April wurde an der B493 zwischen Kapern und Gartow ein toter Wolf gemeldet. Das teilte das Wolfsbüro des NLKWN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Rüden, vermutlich ausgewachsen. Der tote Wolf weist Anzeichen einer Schussverletzung auf. Daher geht die Polizei von einer illegalen Tötung aus. Das Polizeikommissariat Lüchow ermittelt. Es ist der elfte tote Wolf in Niedersachsen im Jahr 2018, der 40. insgesamt und der fünfte illegal getötete. Sämtliche Informationen über in Niedersachsen tot aufgefundene Wölfe sind hier aufgeführt:

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/naturschutz/tier_und_pflanzenartenschutz/wolfsbuero/totfunde/tote-woelfe-in-niedersachsen-142406.html

Für die illegale Tötung eines Wolf sieht § 71 Abs. 1 BNatSchG als Strafrahmen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Dieser Strafrahmen orientiert sich am gleichen Strafrahmen wie bei Jagdwilderei (§ 292 StGB) und bei Zuwiderhandlungen gegen Schonzeitvorschriften (§ 38 BJagdG).

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Getötete Bracke: Alternative Fakten von Kontaktbüro und Bundesforst

Am 13.03. veröffentlichten Kontaktbüro Wölfe in Sachsen und der Bundesforstbetrieb Lausitz eine gemeinsame Pressemitteilung (PM) mit dem Titel “Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz vom Wolf getöteter Jagdhund war nicht im jagdlichen Einsatz“. In der mit dem sächsischen Umweltministerium abgestimmten PM verbreiten die genannten staatlichen Institutionen eine – vorsichtig ausgedrückt – fragwürdige Version der Vorgänge, die der Darstellung der Betroffenen widerspricht und diese somit als Lügner dastehen lässt. Warum?

Es stellt sich zum einen die Frage, was mit dieser PM bezweckt werden soll, da sich am grundsätzlichen Hergang, am Kern des Sachverhalts – dass der Hund von einem Wolf gerissen wurde – nichts ändert dadurch, ob der Hund nun im Jagdeinsatz getötet wurde oder nicht. Auch die Bewertung des Falls durch Wolfsbefürworter und -Gegner dürfte dadurch nicht wesentlich beeinflusst werden. Zum anderen: Warum wurde die PM in dieser Form veröffentlicht, obwohl durch sie verschiedene Akteure völlig unnötig öffentlich attackiert und diskreditiert werden?

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Schweden: Leittiere geschossen – Rackstad-Rudel aufgelöst

Am Samstag ist es schwedischen Jägern gelungen, auf Anordnung der Bezirksregierung der Provinz Värmland beide Elterntiere des Rackstad-Rudels zu erlegen. Nachdem im Vorfeld der Schutzjagd bereits vier Wolfswelpen geschossen wurden, gilt das Rudel somit als aufgelöst. Anlass für die Maßnahme waren die zahlreichen Angriffe des Rackstad-Rudels auf Hunde (JAWINA berichtete). “Es war eine perfekte Jagd”, berichtet sich der Leiter der Schutzjagd, Bertil Forsberg gegenüber dem schwedischen Jagdmagazin SvenskJakt: Es hätten schwierige Bedingungen mit viel Schnee geherrscht, aber es sei gelungen, die Wölfe zur Strecke zu bringen. Jäger waren die Fährten der Raubtiere im Schnee ausgegangen. Am Samstag wurde gegen 13 Uhr erst der Wolfsrüde gestreckt, kurze Zeit später auch die Leitwölfin. Innerhalb weniger Tage wurde die von der Bezirksregierung gestellte Aufgabe von den Jägern erfüllt. “Es wird vermutet, dass der Wolfsrüde unsere Hunde gezielt aufgesucht und getötet hat”, erklärt Forsberg in SvenskJakt: “Jetzt sind beide Wölfe weg und es fühlt sich großartig an”, freut sich der erfolgreiche Jäger. SE

Beitragsbild: Die erlegten Leitwölfe des Rackstad-Rudels. Foto: Bertil Forsberg.

JAWINA dankt für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Fotos!

Brandenburg: Seeadler von Windrad erschlagen

In der Nähe von Wernikow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) ist am Samstag ein Seeadler von einem Windrad erschlagen worden. Mitarbeiter einer Wildtierauffangstation fanden das tote Tier, als sie nach einem geeigneten Ort für die Auswilderung von Schwänen suchten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Es sei unklar, ob der Seeadler eine Brut zu versorgen hatte, heißt es in dem Beitrag. Es ist bereits der 48. Seeadler, der der offiziellen Statistik der Vogelschutzwarte Brandenburg zufolge von einem Windrad getötet wurde – die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Öko-Strom vom feinsten… SE

Beitragsbild: Seeadler in Schottland. Autor: Jacob Spinks, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution 2.0 Generic Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Niederlande: 1062 Grosse Pflanzenfresser verrecken elend in Oostvaardersplassen

So funktioniert Regulierung von Schalenwildbeständen ohne Jagd

Allein im Februar 2018 sind 1062 Große Pflanzenfresser in dem umstrittenen Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen in der holländischen Provinz Flevoland gestorben. Nur 69 Tier starben eines natürlichen Todes (wozu auch Hungertod und durch durch Entkräftung zählen dürften), die anderen Tiere mussten wegen ihres schlechten Ernährungs- und Allgemeinzustands erschossen werden. In dem 5600 Hektar großen Gebiet leben eine Vielzahl von Tieren, eine natürliche Ab- oder Zuwanderung ist weitgehend ausgeschlossen. Da Jagd und Fütterung der Tiere in der Vergangenheit verboten waren, verendeten und verhungerten in strengen Wintern stets hunderte von Pflanzenfressern. Nach Protesten ist in Notzeiten jetzt eine Fütterung erlaubt, notleidende Tiere werden von Rangern erschossen. Obwohl im Winter zugefüttert wurde, waren im Februar viele Tiere bereits so entkräftet, dass die Fütterung für sie zu spät kam. Unter den 1062 im Februar gestorbenen Tieren waren 858 Stück Rotwild, 184 Konikpferde und 20 Heckrinder. Die meisten der Tiere wurden erschossen.

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Kontaktbüro bestätigt: Bracke wurde von Wolf getötet

Das Kontaktbüro “Wölfe in Sachsen” bestätigt in einer soeben erschienenen Pressemitteilung, dass der “Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz von einem Wolf getötet” wurde. In der PM heißt es weiter: Der Jagdhund, der am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz tot aufgefunden wurde (JAWINA berichtete), wurde von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung des am toten Hund genommenen Probenmaterials konnte nun einen aufgrund der Auffindesituation vermuteten Wolfsübergriff auf den Hund bestätigen. Der Hund wurde vom Rüden des Daubitzer Rudels getötet. Ein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und den in der Region zuvor aufgetretenen Übergriffen auf Hunde, Katzen und Kaninchen durch den am 02.02.2018 legal geschossenen Wolfsrüden GW701m, der nicht zum Daubitzer Rudel gehörte, besteht somit nachweislich nicht. Der nicht angeleinte Jagdhund hatte sich bei einem Waldaufenthalt von seinem Hundeführer entfernt, Wild verfolgt und war nicht mehr zurückgekehrt. Aufgrund eines am Halsband befestigten GPS-Senders konnte der Hund aufgefunden werden, der zu diesem Zeitpunkt bereits tot war.”

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Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

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Sachsen: Wolf soll Bracke getötet haben

+++ Update: Hund trug Ortungshalsband +++ Update: Besendertes Wolfsrudel in der Nähe bestätigt +++

Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen soll eine Bracke von einem Wolf getötet und zu einem erheblichen Teil aufgefressen worden sein.  Der Hund war zeitweise bei seinem Züchter zur Pflege untergebracht, weil der Hundebesitzer zur Zeit im Urlaub weilt. Der Züchter, offenbar Förster von Beruf, nahm den Hund zum Auszeichnen mit und ließ ihn dabei frei laufen. Der Hund war mit einem Garmin ausgestattet und begann in der Umgebung Rotwild zu jagen. Als sich die Bracke ca. 950 Meter von seiner Bezugsperson entfernt hatte, riss der Funkkontakt ab. Als der Hund sich nach einer Stunde nicht wieder blicken ließ, begab sich der Hundesitter auf die Suche. Er fand die Überreste des stark angefressenen Hundes ca. 1500 Meter Luftlinie vom Ausgangspunkt entfernt und nur etwa 250 Meter von der B 115 entfernt. Angesichts der Verletzungen und der Fraßspuren sei ausgeschlossen, dass Füchse oder Wildschweine den Hund angefressen hätten, hieß es. Wie der zuständige Zuchtverein gegenüber JAWINA bestätigte, hat der Hundebesitzer den Verlust des Hundes beim Verband angezeigt. Auch dass der Hundebesitzer den Hergang wie oben beschrieben geschildert hat, wurde  vom Verband bestätigt. Der Kadaver des Hundes werde derzeit noch untersucht.

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Getötete Hunde: Es war ein Wolf

Das Tier, dass Ende Dezember 2017 im sächsischen Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete), ist “aller Wahrscheinlichkeit nach identifiziert”, wie der Landkreis Görlitz mitteilt. Demnach handelt es sich um einen Wolf, der von einer automatisch auslösenden Wildkamera fotografiert wurde. Das Tier wurde mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet. Das zuständige Landratsamt in Görlitz stimmt sich derzeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) über die zu ergreifenden Maßnahmen ab. Um die Umsetzung nicht zu gefährden, können gegenwärtig keine weiteren Details dazu veröffentlicht werden. Parallel wird über die Untersuchung von Genetikproben versucht, die Identität und Rudelzugehörigkeit des Wolfes abschließend zu klären.

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Mecklenburg-Vorpommern: Rotwild verursacht tödlichen Verkehrsunfall

Ein Rudel Rotwild hat in der Schwinzer Heide zwischen Bossow und Alt Schwinz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) einen folgenschweren Wildunfall verursacht. Ein 52-jähriger Kradfahrer befuhr zusammen mit anderen Kradfahrern die Kreisstraße aus Bossow kommend in Richtung Dobbertin. Auf Höhe der Unfallstelle wechselte ein Rudel Rotwild von rechts nach links über die Fahrbahn. Ein Hirsch lief unmittelbar in den Geschädigten. Dieser stürzte daraufhin und wurde lebensbedrohlich verletzt. Unter ständigen Reanimationsmaßnahmen wurde der Motorradfahrer mit einem Rettungswagen in die Klinik nach Plau am See verbracht. Trotz aller durchgeführten Rettungsmaßnahmen verstarb der verunfallte Kradfahrer wenig später im Krankenhaus. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen: Damtier im Gatter gewildert

In Wiesa, einem Ortsteil von Kamenz (Landkreis Bautzen) haben unbekannte Täter ein tragendes Stück Damwild in einem Gatter an der Bischofswerdaer Straße getötet. Anschließend trennten die Täter Teile des Tiers fachmännisch ab und entwendeten diese, wie die Polizei mitteilt. Ein hinzugezogener Sachverständiger konnte einen Tier-Riss ausschließen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. PM

Beitragsbild: Damtier. Foto: SE

Geköpfter Wolf: Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat das wegen einem geköpft aufgefundenen Wolf eingeleitete Ermittlungsverfahren eingestellt. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Der illegal getötete und dekapitierte Wolf war im Sommer 2014 an einer Landstraße bei Lieberose – unter einem Naturschutzschild – im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald entdeckt worden. Auf Anfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) erklärte die Staatsanwaltschaft, es hätten sich keine Zeugen gemeldet, die zur Aufklärung der Tat hätten beitragen können. Die Ermittlungen zu einem ähnlichen Fall, bei dem im Elbe-Elster-Kreis ebenfalls ein erschossener und geköpfter Wolf aufgefunden worden war, wurden wegen der schwierigen Spurenlage bereits vor einiger Zeit eingestellt. SE

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Brandenburg: Vier Jagdhunde in 2014 von Waschbären getötet

Beim Waschbären wächst die Jagdstrecke stetig, in diesem Jagdjahr in Brandenburg um sechs Prozent auf die neue Rekordhöhe von 21.577. Die sich hinter diesen Erlegungszahlen verbergende Populationsdynamik ist nicht nur für Singvögel und Bodenbrüter eine Bedrohung. Der Kleinbär attackiert selbst größere Jagdhunde – manchmal mit tödlichem Ausgang für unsere Vierläufer. Waschbären sind laut einer aktuellen Untersuchung des Thünen-Instituts für Waldökosysteme mittlerweile fast flächendeckend in brandenburgischen Revieren bestätigt. Während unsere Jagdhunde in Schilfpartien bisher hauptsächlich der Gefahr ausgesetzt waren, von wehrhaftem Schwarzwild geschlagen zu werden, steigt nun das Risiko von Waschbär-Attacken schon allein durch deren hohe Verbreitung.

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Und keiner will es gewesen sein…

Auf einer Drückjagd wird ein Hund erschossen. Der Schütze bekennt sich nicht zu seiner Tat. Das macht es nicht besser – für keinen der Beteiligten.

Am 25.10.2014 besucht der Wachtelhundeführer Heiko L. eine Drückjagd in Brandenburg, ganz in der Nähe seines Heimatorts im Spreewald. Um 12.30 ist Hahn in Ruh, Heiko verlässt seinen Stand. Kurz darauf klingelt sein Handy, Heiko nimmt einen Anruf entgegen, den er nie vergessen wird: Sein Hund sei von einem Keiler schwer geschlagen worden, berichtet ein Teilnehmer der benachbarten Jagd im Landesforst, der Wachtel habe sich schwer verletzt bis zu dessen Stand geschleppt und dann dort niedergetan. Er habe den Hund eingesammelt und befinde sich jetzt am Streckenplatz bei der Nachbarjagd im Landesforst. Jeder Hundeführer kann nachempfinden, mit welchen Gefühlen Heiko ins Auto des Anstellers steigt, der sofort herbei eilt und ihn zum Sammelpunkt bringt.

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