Schlagwort-Archive: Gesellschaftsjagd

Urteil: Stöberhundeführer sind in der Berufsgenossenschaft versichert

Stöberhundeführer sind bei Teilnahme an Drückjagden in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft versichert, Unfälle bei dieser Tätigkeit werden als Arbeitsunfälle anerkannt. Das hat das Bundessozialgericht nun in letzter Instanz entschieden.

Die Pflichtmitgliedschaft in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ist für viele Jagdpächter ein Ärgernis: Exorbitant steigende Beiträge bei intransparenter Verwendung der Mittel, dafür darf man im Schadensfall die Leistung dann erst einmal durch alle Instanzen einklagen – so ungefähr ist Wahrnehmung. Umso erfreulicher ist es, dass die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (SVLFG) jetzt vor dem Bundessozialgericht in Kassel eine krachende Niederlage eingefahren hat. Verhandelt wurde der Fall eines bayerischen Jagdhundezüchters und Hundeführers, der im Jahr an etwa zehn Stöberjagden auf Schwarzwild mit seinen Hunden teilgenommen hat. Auf der Internetseite des Bundessozialgerichts wird der Fall wie folgt dargestellt:

“Der Kläger, ein selbständiger Versicherungskaufmann, züchtet und bildet Jagdhunde aus. Mit seinen Hunden ist er etwa zehnmal im Jahr in verschiedenen Jagdrevieren als Treiber tätig und nutzt diese Einsätze zur Werbung im Internet für die Hundeausbildung. Am Unfalltag leistete er Treibdienste für eine Schwarzwilddrückjagd der beigeladene fürstlichen Forstverwaltung. Für das Jagen in diesem Revier war ein bei der beigeladenen fest angestellter Berufsjäger verantwortlich. Der Kläger war, wie bereits zweimal zuvor, von der Jagdleitung angefordert und beauftragt worden, mit zwei Stöberhunden Schwarzwild aufzustöbern, heraus zu jagen und vor die Schützen zu bringen.

Weiterlesen

FAZ verteidigt hessische Landesjagd

Der Bund der Steuerzahler Hessen hat die Gesellschaftsjagd des Landes Hessen kritisiert: Da würde ein “elitärer Personenkreis auf Kosten der Steuerzahler zu einer solch umstrittenen Veranstaltung” eingeladen – der Sozialneid trieft aus jeder Zeile des Pamphlets. Aus welcher Ecke der Steuerzahlerbund seine Munition bezieht, ist keine große Überraschung: “Die Kosten für die Veranstaltung im Forst von Groß-Gerau mit anschließendem Festessen in einem Fünf-Sterne-Hotel belaufen sich nach Angaben von Umweltministerin Priska Hinz auf insgesamt rund 22.000 Euro”, heißt es daselbst. Priska Hinz ist Grüne und steht wegen der umstrittenen und ideologisch motivierten Jagdverordnung in Hessen in der Kritik.

Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), ein ziemlich einsamer Leuchtturm in der deutschen Medienlandschaft, springt der Jagd bei. In seinem Kommentar “Schnellschuss auf die Jagd” sagt Matthias Alexander, was zu dem Thema zu sagen ist. Weshalb an dieser Stelle der Hinweis auf diesen Beitrag genügen soll. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags in der FAZonline.