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Mecklenburg-Vorpommern: Nandu-Groteske geht weiter

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Backhaus stellt Ergebnisse der Frühjahrszählung und des Nandu-Monitorings vor und fordert “nachhaltige Lösungen”

Die Nandu-Population im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe ist zurückgegangen. Das hat die aktuelle Frühjahrszählung ergeben. Insgesamt wurden 362 Tiere gezählt, darunter 107 Altvögel, 190 Jährlinge (aus dem letzten Jahr) und 65 Tiere, deren Alter und Geschlecht nicht differenziert werden konnte. (2018: 566 Nandus, 144 Altvögel, 294 Jungvögel, 128 nicht bestimmbare Tiere) Der Populationsrückgang werfe gerade mit Blick auf den milden und niederschlagsarmen Winter Fragen auf, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute bei einem Pressegespräch in Schlagsdorf.

„Grundsätzlich betrachtet lässt das Nandu-Monitoring der vergangenen Jahre den Schluss zu, dass die freilebende Nandupopulation im Landkreis Nordwestmecklenburg allein durch klimatische Faktoren nicht zusammenbrechen und verschwinden wird, deshalb müssen wir dringend zu nachhaltigen Lösungen kommen. Selbst wenn der Bruterfolg in manchen Jahren gering ausfällt, so steigt der Anteil der Alttiere und damit der geschlechtsreifen Exemplare merklich an. Wie auch bei anderen Populationsmodellen stieg der Bestand zunächst langsam, nun aber beständig sowie schnell an und breitet sich nun auch in angrenzende Bereiche, nördlich der A 20, östlich bis Groß Rünz und westlich bis nach Schleswig-Holstein aus“, fasste Backhaus zusammen.

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Verbände streben Verbot der Auslandsjagd an

Die im Deutschen Naturschutzring e.V (DNR) zusammengefassten Verbände haben Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in einem Schreiben aufgefordert, die Einfuhr von Trophäen geschützter Arten zu verbieten. Die Forderungen sind so weitreichend, dass deren Umsetzung einem Verbot der Auslandsjagd gleichkäme. Einfuhrgenehmigungen für Jagdtrophäen geschützter Arten werden, wie die Autoren des Schreibens an Hendricks selbst einräumen, bislang nur erteilt, wenn

– die Einfuhr den Erhaltungszustand der Art oder das Verbreitungsgebiet der Population nicht beeinträchtigt,

– das Exemplar gemäß den geltenden Rechtsvorschriften erworben wurde,

– keine “sonstigen Belange des Artenschutzes” entgegenstehen,

– im Falle streng geschützter Arten die Einfuhr “maßgeblich und greifbar” zum Erhalt der Art beiträgt.

Von 2005 bis 2014 wurden dem DNR-Schreiben (das der Redaktion vorliegt) zufolge von 1614 gestellten Anträgen nur fünf Anträge abgelehnt. Die Verbände bezweifeln, dass die strenge Genehmigungspraxis “den rechtlichen Anforderungen und vor allem dem Vorsorgeprinzip” entspräche.

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