Schlagwort-Archive: gerissen

Schweden: Wolf tötet Jagdhund bei Hundeprüfung

Östlich von Molkom in der schwedischen Provinz Värmland ist am Dienstag früh ein Jagdhund der Rasse Drever während einer Hundeprüfung von einem Wolf getötet worden. Das berichtet die schwedische Jagdzeitung SvenskJakt. Nach Aussage der Richter besteht kein Zweifel daran, dass der Hund von einem Wolf getötet wurde, so SvenskJakt. Demnach arbeitete der Hund laut eine Fährte, verstummte aber plötzlich nach 450 Metern. Der Hund bewegte sich dann nur noch eine kurze Strecke weiter. Richter und Hundebesitzer gingen dann zu der Stelle, wo sie den Hund zuletzt gehört hatten. Dabei stießen sie bereits auf frische Wolfsfährten. Der Hund wurde tot aufgefunden, er wies die für Wolfsrisse typischen Verletzungen an der Kehle auf. Am Ort des Risses gab es Spuren von mindestens einem Wolf, der den Hund noch etwa 30 Meter fortgeschleift hat. Die Bezirksverwaltung ist SvenskJakt zufolge auf dem Weg in das Prüfungsgebiet, in dem bislang kein Rudel offiziell bestätigt war.

Weiterlesen

Südtirol: Wölfe reissen Hund

+++ Sachsen: Entscheidung über Rotwild-Petition steht an +++ Bayern: Stöberhunde hetzen verletzten Fuchs in Vorgarten +++ Niedersachsen: Fellwechsel-Standort in Altona (Dötlingen) +++ NRW: Wölfin am Niederrhein gesichtet +++ Brandenburg: Reh bei Wildunfall in Windschutzscheibe geschleudert – Fahrer schwer verletzt +++ Bayern: Hund reißt Reh bei Coburg +++ Österreich: Jäger bei Wildfütterung schwer verletzt +++

In dem Bergdorf Scaparina im Apennin haben Wölfe einen Hund gerissen. Der Hund sei im Morgengrauen von Wölfen angegriffen und “regelrecht zerfleischt” worden, berichtet Südtirolnews. Zuvor habe es Angriffe auf Kühe und Schafherden gegeben und Anwohner beobachteten “immer öfter, dass Wolfsrudel um Häuser und Ställe streichen.” Der getötete Hund wies Südtirolnews zufolge die für Wolfsangriffe typischen Verletzungen an der Kehle auf. Von dem Hund blieb nur der Kopf und einige Knochen übrig. Gegenüber dem Nachrichtenportal warnt der Hundebesitzer vor Selbstjustiz: “Entweder die Behörden greifen ein oder die Leute könnten beginnen, sich selbst zu verteidigen.” Die Wölfe vermehrten sich “ohne Kontrolle.” Im Alpenraum beginne “die Stimmung zu kippen”, konstatiert Südtirolnews: “Immer mehr Menschen, die von der Viehwirtschaft leben, fordern Maßnahmen, den Wolfsbestand zu reduzieren.” red.

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags auf Südtirolnews (Screenshot).

Niedersachsen: Wolfsrudel reisst trächtiges Shetland-Pony

In Nienhagen, einem Ortsteil der Gemeinde Gitlen (Landkreis Heidekreis) hat ein Wolfsrudel eine Pferdeherde auf einer Weide angegriffen. Eine trächtige Shetland-Ponystute überlebte den Angriff nicht.

Ein Jäger beobachtete den Angriff der Wölfe und konnte die Tiere durch lautes Schreien und In-die-Hände-klatschen verscheuchen, wie die Lokalzeitung Die Harke berichtet (hinter Paywall). Ein weiteres Pony, ein Hengst, wurde bei dem Wolfsangriff verletzt. Die Wölfe versuchten dem Zeitungsbericht zufolge zwei weitere Male, zu den Pferden auf die Weide zu gelangen: Ein anderer Jäger sah, wie die Wölfe die Weide ansteuerten, sich jedoch zurückzogen, da der Pferdehalter und die Polizei vor Ort waren. Ein weiteres Mal begegnete der Pferdehalter einem Wolf, als er um drei Uhr nachts auf der Koppel damit beschäftigt war, die überlebenden Ponys einzufangen. Pferdehalter aus der Gegend des Rodewalder Rudels fordern den Abschuss der Wölfe, da ansonsten die artgerechte Pferdehaltung aufgegeben werden müsste. SE

Weiterlesen

Niedersachsen: Schon wieder Pferd von Wölfen gerissen

BEITRAG AKTUALISIERT. Wenige Tage, nachdem Wölfe ein Fohlen bei Rethem gerissen haben (JAWINA berichtete), ist auf einem Reiterhof im Cuxland vermutlich erneut ein Pferd von Wölfen gerissen worden. Nach Recherchen von JAWINA handelt es sich um einen 23 Jahre alten Islandpferde-Wallach. Das Pferd stand auf einer ca. vier Hektar großen Weide zusammen mit sieben weiteren Isis. Das Pferd war gesund und fit und hatte keine Handicaps. “Was ihm zum Verhängnis wurde war wohl, dass er eher einzelgängerisch war und sich vom Rest der kleinen Herde meist abseits hielt”, berichtet ein mit der Situation auf dem Reiterhof Vertrauter gegenüber JAWINA. Das ausgewachsene Pferd sei von den Wölfen in einen Graben getrieben und dort praktisch bei lebendigem Leib aufgefressen worden. Tierarzt und Wolfsbeauftragter haben DNA-Proben genommen. Die “Spurenlage” sei jedoch sehr schlecht, weil der Kadaver schon längere Zeit in dem Wassergraben lag und daher keine Bissverletzungen (mehr) nachgewiesen werden konnten. Insofern bleibt abzuwarten, ob die DNA-Untersuchung diesmal ein eindeutiges Ergebnis liefert. Zwei Tage vor dem Wolfsriss sollen in der Gegend Wölfe im Bereich einer Straße gesehen worden sein. SE

Beitragsbild: Wolfsfutter? Islandpferd mit Fohlen. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leserin JC für den Hinweis!

Sachsen: Wolf hetzt Hirsch durch Ortschaft

+++ Wölfe: Unterstützung für Abschussforderung des Reiterpräsidenten – SPD und Grüne dagegen +++ Bayern: Reh nach Wildunfall mitgenommen, zerlegt und eingefroren +++ Schweiz: Keine Abschussgenehmigung für Wölfe im Wallis +++

In Cunnewitz (Landkreis Bautzen) hat ein Wolf einen Damhirsch nachts durch die Ortschaft gejagt. bei seiner Flucht trampelte das panische Tier einen Zaun nieder, zerstörte Glasscheiben und prallte schließlich gegen ein massives Tor, woraufhin es verendete. Bewohner wurden aus dem Schlaf gerissen, der Wolf flüchtete, wie Radio Lausitz (mit Bildern des Vorfalls) berichtet. Ein weiterer Hirsch wurde in unmittelbarer Nähe gerissen und mit heraushängenden Gedärmen gefunden, möglicherweise von dem selben Wolf. Cunnewitz liegt im Bereich des Rosenthaler Rudels bzw. der Rosenthaler Rudel, es gibt Hinweise auf ein zweites Rudel in dem Gebiet. Die Anwohner von Cunnewitz fordern Radio Lausitz zufolge, dass die Politik endlich Schritte einleite, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole. Wölfe, die sich Siedlungen näherten oder Nutztiere rissen müssten “ohne Wenn und Aber” abgeschossen werden. Sie hätten Angst, dass sich ähnliche Vorfälle wiederholten. red.

Beitragsbild: Damhirsch. Foto: SE

Schweden: Leittiere geschossen – Rackstad-Rudel aufgelöst

Am Samstag ist es schwedischen Jägern gelungen, auf Anordnung der Bezirksregierung der Provinz Värmland beide Elterntiere des Rackstad-Rudels zu erlegen. Nachdem im Vorfeld der Schutzjagd bereits vier Wolfswelpen geschossen wurden, gilt das Rudel somit als aufgelöst. Anlass für die Maßnahme waren die zahlreichen Angriffe des Rackstad-Rudels auf Hunde (JAWINA berichtete). “Es war eine perfekte Jagd”, berichtet sich der Leiter der Schutzjagd, Bertil Forsberg gegenüber dem schwedischen Jagdmagazin SvenskJakt: Es hätten schwierige Bedingungen mit viel Schnee geherrscht, aber es sei gelungen, die Wölfe zur Strecke zu bringen. Jäger waren die Fährten der Raubtiere im Schnee ausgegangen. Am Samstag wurde gegen 13 Uhr erst der Wolfsrüde gestreckt, kurze Zeit später auch die Leitwölfin. Innerhalb weniger Tage wurde die von der Bezirksregierung gestellte Aufgabe von den Jägern erfüllt. “Es wird vermutet, dass der Wolfsrüde unsere Hunde gezielt aufgesucht und getötet hat”, erklärt Forsberg in SvenskJakt: “Jetzt sind beide Wölfe weg und es fühlt sich großartig an”, freut sich der erfolgreiche Jäger. SE

Beitragsbild: Die erlegten Leitwölfe des Rackstad-Rudels. Foto: Bertil Forsberg.

JAWINA dankt für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Fotos!

Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

Weiterlesen

Brandenburg: Rinderzüchter gibt wegen Wolfsangriffen auf

+++ Niedersachsen: Wolf überfahren +++

Wegen wiederholter Angriffe von Wolfsrudeln auf seine extensiv gehaltene Herde von Angus-Rindern gibt der betroffene Brandenburger Züchter die Rinderhaltung nach 25 Jahren auf. Am letzten Wochenende war es wieder zu einem Angriff auf die Rinderherde gekommen, der ein vier Wochen altes Bullenkalb zum Opfer fiel, wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet. Es ist das siebte Kalb seit November 2017, das die Züchter durch Wölfe verloren haben. Der Gesamtschaden beläuft sich dem Bericht zufolge auf 6000 Euro. Der Rinderhalter hat die Wolfsangriffe nicht gemeldet, weil er keine Hilfe zu erwarten hat: Eine wolfssichere Einzäunung der 30 Hektar großen Weiden sei schlicht nicht praktikabel. In der Vergangenheit hätten attackierte Rinder mehrfach die Weidezäune niedergetrampelt, das Klagen der Mutterkühe, die ihren Nachwuchs betrauerten, sei tagelang weit im Umkreis zu hören gewesen, berichtet die MAZ: In den umliegenden Dörfern gebe es “nicht weniger verzweifelte Bauern”. Ein Züchter habe bereits 40 Kälber an die Wölfe verloren. Der Unmut unter den Landwirten wächst, sie sind es leid, sich noch länger von der Politik vertrösten zu lassen und fordern wolfsfreie Zonen in Brandenburg. SE

Beitragsbild: Verlinkte Internetseite www.wolfsfreiezone.de (Screenshot)

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und RK für deren Hinweise!

Getötete Hunde: Es war ein Wolf

Das Tier, dass Ende Dezember 2017 im sächsischen Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete), ist “aller Wahrscheinlichkeit nach identifiziert”, wie der Landkreis Görlitz mitteilt. Demnach handelt es sich um einen Wolf, der von einer automatisch auslösenden Wildkamera fotografiert wurde. Das Tier wurde mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet. Das zuständige Landratsamt in Görlitz stimmt sich derzeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) über die zu ergreifenden Maßnahmen ab. Um die Umsetzung nicht zu gefährden, können gegenwärtig keine weiteren Details dazu veröffentlicht werden. Parallel wird über die Untersuchung von Genetikproben versucht, die Identität und Rudelzugehörigkeit des Wolfes abschließend zu klären.

Weiterlesen

“Schafsmassaker” in der Königsbrücker Heide

Wölfe haben Inder Nacht von Sonntag auf Montag in der Königsbrücker Heide 38 Schafe und zwei Ziegen gerissen, die in dem Naturschutzgebiet, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, zur Heidepflege stationiert waren. 45 entflohene Schafe konnten wieder eingefangen werden, ungefähr dreißig Tiere werden noch vermisst. Nach Ihnen wird gesucht. Die Herde war aus der “dem Mindestschutz entsprechenden Koppel” ausgebrochen, heißt es in einer Pressemitteilung des Kontaktbüros “Wolfsregion Lausitz” zu dem Vorfall. Der Zaun war an einer Stelle von außen nach innen und am zwei Stellen in breiterer Front von innen nach außen durchbrochen worden. Offensichtlich haben die Tiere panisch die Flucht ergriffen, meldet der SachsenForst. Die Bild-Zeitung sprach von einem “Schafsmassaker.”

Weiterlesen

Brandenburg: Wolf reißt Kalb und Mutterkuh

In Verlorenort bei Kremmen (Landkreis Oberhavel) sind bereits am vergangenen Mittwoch ein Kalb und eine Mutterkuh von einem Wolf gerissen worden. Das Kalb wurde bei der Wolfsattacke getötet, die Mutterkuh wurde durch den Wolf so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste: Der Wolf hatte das Euter der Kuh angefressen. Der Vorfall wurde Medienberichten zufolge erst bestätigt, nachdem entsprechende Gerüchte im Dorf aufgekommen waren. Der Wolf wurde nach dem Riss in einer Kuhherde gesichtet, konnte jedoch vertrieben werden. Erst wenige Tage zuvor war im nur knapp sieben Kilometer entfernten Groß-Ziethen ein Wolf von einer Wildkamera fotografiert worden. SE

Beitragsbild: Mutterkuh mit Kalb, Copyright: SE