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Verteidiger im Prozess um Jagdunfall Dalberg: “Es war ein Unfall”

+++ Bayern: Fuchs beißt Achtjährigen durch Zeltwand in Gesicht und Hand +++

Anwalt plädiert auf Freispruch

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Dalberg, bei dem eine 86-jährige in ihrem Garten erschossen wurde, hat der Verteidiger des Unglücksschützen im derzeit stattfindenden Gerichtsprozess (JAWINA berichtete) auf Freispruch plädiert. Medienberichten zufolge führte der Anwalt aus, dass sein Mandant nicht bewusst oder fahrlässig – und entgegen der Anweisung des Jagdleiters – hangabwärts geschossen habe. Vielmehr habe der erfahrene 61 Jahre alte Jäger (Jugendjagdschein mit 16, Teilnahme an 15 bis 20 Drückjagden im Jahr, zwei bis drei Mal pro Woche auf Ansitz) hangaufwärts geschossen und sei dabei ausgerutscht. Im Sturz habe er sich um die eigene Achse gedreht, wobei sich der verhängnisvolle Schuss aus dem Halbautomaten gelöst habe. Die Seniorin wurde aus einer Entfernung von 25 Metern getroffen. Eine Hinterbliebene warf dem Schützen dem SWR zufolge vor, sich bei der Jagd auf dem Grundstück der Getöteten aufgehalten zu haben. Das Opfer hinterlässt sieben Kinder, die in dem Prozess als Nebenkläger auftreten. red.

Beitragsbild: Jagdgeschoss (Symboldbild). Foto: SE

Jagdunfall bei Nittenau: Geschoss war kein Abpraller

Im Gerichtsverfahren um den tödlichen Jagdunfall bei Nittenau hat der ballistische Gutachter ausgesagt. Demnach stammt das tödliche Geschoss aus der Selbstladebüchse des 47-jährigen Angeklagten. Den Untersuchungen des Ballistikexperten Axel Manthei vom Landeskriminalamt Bayern zufolge hat das Geschoss auf seiner Flugbahn einen weichen Gegenstand berührt oder durchschlagen, wodurch es um zwei Grad von seiner ursprünglichen Flugbahn abwich. Nach Ansicht des Ballistikers ist es am wahrscheinlichsten, dass die Kugel ein Wildschwein durchschlagen habe. Einem Bericht des Lokalmediums Onetz.de zufolge hielt der Gutachter es für unwahrscheinlich, dass das Geschoss mit dem Ackerboden, dem Schutzzaun an der Bundesstraße 16 oder dem Bewuchs auf der Böschung der Straße in Berührung gekommen sei.

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Jagdunfall Nittenau: Jäger entschuldigt sich, will nie mehr jagen

Der erste Verhandlungstag des Prozesses um den tödlichen Jagdunfall von Nittenau ist ein großes Thema in der Lokalberichterstattung. Der angeklagte Jäger hat demnach unter Tränen sein Bedauern über das Geschehene ausgesprochen. Der 46-jährige Angeklagte habe seine Waffen abgegeben, seinen Jagdschein nicht verlängert und wolle nie mehr zur Jagd gehen, berichtet BR24. Der Unglücksschütze ist erfahrener Jäger, Jagdscheininhaber seit 1995, bereits sein Vater ging zur Jagd. Er sei in die Jagd hineingewachsen, habe sie nicht nur als Hobby, sondern als willkommene Pflicht betrachtet, erklärte er laut nordbayern.de. An dem Tag des Unglücks war er offenbar auch Jagdleiter. Die spontan anberaumte Drückjagd mit elf Jägern fand statt, weil der Landwirt massive Wildschäden durch Wildschweine in dem Maisfeld beklagt hatte. Zeugen bestätigten, dass der Jagdleiter sie ausführlich über die Sicherheit belehrt und insbesondere auf die Gefahr durch die nahe Bundesstraße hingewiesen habe. Sicherheitshalber sei ein Feldweg gesperrt worden. In diesem Zusammenhang habe der Angeklagte einem Zeuge zufolge gesagt: “Keiner schießt auf die Straße, weil keine Wildsau ist es wert, dass ein Menschenleben gefährdet wird”, berichtet die Passauer Neue Presse.

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