Schlagwort-Archive: Gemeinsames Positionspapier

Thüringen: Gemeinsames Positionspapier für Jagdstrategie auf Schadflächen unterzeichnet

In der vergangenen Woche haben sich das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und mehrere Verbände auf eine Strategie für die Bejagung auf Schadflächen im Wald abgestimmt. „Ich freue mich, dass wir in einem gemeinsamen Dialog dieses Positionspapier erarbeiten konnten. Die Jagd unterstützt die Wiederaufforstung der geschädigten Flächen und trägt zur Stabilisierung der Naturverjüngung in den aufgelichteten Waldbeständen bei. Das Wild darf den Wald beim Nachwachsen nicht übermäßig behindern. Wegen der Größenverhältnisse können nicht alle Flächen umzäunt werden, daher ist diese Schwerpunktbejagung notwendig“, sagte der für Forst und Jagd zuständige Staatssekretär Torsten Weil.

Nach mehreren Sturmereignissen, der Trockenheit der beiden vergangenen Jahre 2018 sowie 2019 und der sich daraus entwickelnden Borkenkäferkalamität, sind in den Thüringer Wäldern an vielen Stellen Schadflächen entstanden. Die Sanierung der Schadflächen ist mit enormen Anstrengungen der Waldbesitzer verbunden.

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“Wald und Wild gehören zusammen”

Eigenverantwortung und Solidarität: Fünf Verbände unterzeichnen gemeinsames Positionspapier

Waldbauern und Jäger in Nordrhein-Westfalen sind nach außergewöhnlichen Sturmereignissen und Trockenjahren in gemeinsamer Sorge um die Zukunft des Waldes, heißt es in einer Pressemitteilung des LJV NRW: „Es besteht kein Zweifel, dass angesichts der anstehenden Wiederaufforstungsarbeiten der Wildbestand in diesen Bereichen reduziert und dazu auch finanzielle Hilfe durch das Land, etwa beim Einsatz jagdlicher Einrichtungen, geleistet werden muss“, heißt es in einem gemeinsamen Papier des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, des Waldbauernverbands NRW, der Familienbetriebe Land und Forst Nordrhein-Westfalen, des Rheinischen Verbands der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften und des Verbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe. Die Vorsitzenden Ralph Müller-Schallenberg, Dr. Philipp Freiherr Heereman von Zuydtwyck, Max Freiherr von Elverfeldt, Dr. Arno Becker und Clemens Freiherr von Oer haben das Papier vereinbart.

Darin erkennen die Verbände an, dass die Landesregierung die großen Herausforderungen im Blick und tatkräftige Unterstützung zugesagt hat. Die Verbände stellen folgende gemeinsame Positionen „in gelebter Eigenverantwortung und Solidarität“ fest:

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Sachsen: Verbände verabschieden gemeinsames Positionspapier zum Waldumbau

In seltener Einmütigkeit haben Naturschutzverbände und Landesjagdverband (LJV) in Sachsen ein gemeinsames Positionspapier zum Waldumbau verabschiedet. Zu den Unterzeichnern gehören neben dem LJV der Nabu Kreisverband Mittleres Erzgebirge, das Bündnis für Wald und Wild e.V., die Grüne Liga Sachsen e.V. und der Naturschutzverband Sachsen e.V.

In dem Papier heißt es u.a.: “Unser Wald braucht zum Überleben und zur Zukunftssicherung neue Konzepte. Die einfache Aufforstung mit neuen Baumarten wird dem nicht gerecht. Auch das plattitüdenhafte Wiederholen der Forderung nach Reduktion des Schalenwildes kann nicht die Lösung des Problems sein. Die letzten 30 Jahre haben bewiesen, dass der dem Motto „Wald vor Wild“ zugrunde liegende Ansatz “Waldumbau mit der Büchse” zu kurz gedacht ist und in der Praxis nur allzu oft dem Tierschutz widerspricht.”

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Jagdverbände fordern: Artenschutz als Ziel der Agrarpolitik

+++ Bayern: Auto kollidiert auf A93 mit Wildschweinrotte – Fahrer erleidet Schock +++

Weniger Bürokratie und mehr Flexibilität: Jäger und Falkner fordern eine Agrarpolitik, die Artenvielfalt als Produktionsziel hat. Landwirte sollten für Trittsteine auf dem Acker für bedrohten Arten fair entlohnt werden.

Derzeit laufen die Verhandlungen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU, die ab 2021 direkte Auswirkungen auf Deutschland hat. An die Teilnehmer der gestern gestarteten Agrarministerkonferenz in Landau richten Jäger und Falkner den Appell, Artenvielfalt künftig als landwirtschaftliches Produktionsziel festzuschreiben und Landwirte dafür fair zu entlohnen. Deutscher Jagdverband (DJV), Deutscher Falkenorden (DFO) und Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) haben dazu heute in Mainz auf dem Niederwildsymposium ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darin fordern die drei Verbände konkrete Maßnahmen, von denen Artenvielfalt langfristig profitiert. Dies sind unter anderem mehrjährige Brachen mit heimischen Wildkräutern und Gräsern, Blühstreifen in großen Mais- oder Rapsfeldern sowie Wildpflanzenanbau statt Mais zur Biogasproduktion.

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LJV Sachsen und Hegegemeinschaften im Erzgebirge verabschieden gemeinsames Positionspapier

Der Landesjagdverband Sachsen (LJVSN) und die Hegegemeinschaften im Erzgebirge haben ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet. Darin verleihen die Unterzeichner ihrer “großen Sorge um den Erhalt eines nachhaltigen und gesunden Rotwildbestandes” Im Land Ausdruck. In dem Positionspapier werden 10 Forderungen an die politischen Entscheidungsträger formuliert. Konkret geht es u.a. um die “Gruppenabschusspläne für ganze Forstbezirke” im Staatsbetrieb Sachsenforst. Diese seien kontraproduktiv und müssten durch revierweise zu beantragende und nach Wildart sowie Geschlecht und Altersklasse aufzugliedernde Abschusspläne ersetzt werden. Die Obere Jagdbehörde müsse aus dem Staatsbetrieb Sachsenforst herausgelöst werden, die Jagdzeit für wiederkäuendes Schalenwild soll nach dem Willen der Unterzeichner am 31.12. enden. Gefordert wird desweiteren ein Ende von Hetz- und Lappjagden – in der Vergangenheit waren mehrfach Ablappungen an Straßen als angebliche Verkehrssicherungsmaßnahme angebracht worden – sowie eine Pflichtmitgliedschaft in Hegegemeinschaften

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