Schlagwort-Archive: gelebte Öffentlichkeitsarbeit

Bayern: Reiterinnen beleidigt und bedroht, Jäger verurteilt

Wieder etwas aus unserer Rubrik “gelebte Öffentlichkeitsarbeit”: Das Amtsgericht Haßfurt hat am Mittwoch (04.03.) einen 74-jährigen Jäger zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Euro (2700 Euro) sowie einem sechsmonatigen Fahrverbot verurteilt. Der Jäger soll zwei Reiterinnen bedroht und beleidigt haben. Der Anklage zufolge soll er die zwei Reiterinnen und ihren freilaufenden Hund bei einem Ausritt in dem für Reiter gesperrten Naturschutzgebiet bei einer Revierfahrt entdeckt haben. araufhin soll er aus seinem Auto gestiegen und den 36 und 15 Jahre alten Reiterinnen zugerufen haben: “Verpisst euch, ihr Arschlöcher!”, wie inFranken.de berichtet. Außerdem soll er mit seinem KK-Gewehr auf den Hund angelegt und gedroht haben, diesen zu erschießen. Im Fortgang soll es zu weiteren Beleidigungen und Bedrohungen (Angeblich: “Ich knall den Hund und das Pferd ab”) gekommen sein, außerdem soll der Angeklagte rückwärts auf die Reiterinnen zugefahren sein, so dass nur ein Sprung eines der Pferde über einen Graben einen Zusammenstoß verhindert habe. Der Jäger bestreitet die Schilderung der Reiterinnen. Er habe eine Notbremsung hinlegen müssen, weil der Hund Rehe gehetzt und auf die Straße getrieben habe.

Weiterlesen

Unermüdlich: Jäger liefern Jagdgegnern Munition

Gleich zwei echte Knaller aus der Rubrik “gelebte Öffentlichkeitsarbeit” gibt es leider am heutigen Tag zu vermelden: In der Westfalenpost berichten drei Frauen von einem “Sonntagsspaziergang, der zu einem Alptraum” wurde. Die Damen gingen in der Nähe von Sporke (Kreis Olpe, NRW) spazieren, als ihnen zwei Männer begegneten, gekleidet in lodengrün und signalorange. Laut riefen sie nach einem Hund. Und da war er auch schon: Ein Deutsch-Drahthaar mit Signalweste, ein Stück Rehwild hetzend. Das Reh flüchtet in eine Schonung, die ringsum eingezäunt ist – und sitzt in der Falle. Der DD greift das jämmerlich klagende Stück in die Keule. Die Frauen versuchen erfolglos, Hund und Reh zu trennen, erst den Jägern gelingt das. Sie töten das verletzte Reh. Und erklären den schockierten Frauen laut Darstellung der Westfalenpost, so sei das halt auf der Jagd, der Vorfall sei “normales Jagdgeschehen”, das gehöre nun mal dazu. WMH!

Weiterlesen