Schlagwort-Archive: Gefängnis

Mecklenburg-Vorpommern: Jäger-Weihnachten im Knast

Beitrag aktualisiert. Am 24.12.19 gegen 19:00 Uhr beobachteten Zeugen einen Geländewagen in auffälliger Fahrweise im Schweriner Stadtgebiet. Dieser fuhr mit teilweiser überhöhter Geschwindigkeit in Schlangenlinien und bedrängte andere Fahrzeuge. Das Fahrzeug setzte sein Fahrt bis auf ein Grundstück im Ortsteil Wickendorf fort. Als Beamte den 31jährigen Fahrer dort mit dem Verdacht der Trunkenheitsfahrt konfrontiert hatten, kam dessen Vater aus dem Haus, bedrohte die Beamten mit einem Gewehr und hetzte zwei Hunde auf sie. Die Beamten zogen sich darauf zurück. Die beiden Männer realisierten aber dann möglicherweise, dass sich nun ein größerer Polizeieinsatz entwickeln würde. Gegen 20:10 Uhr begaben sich beide zu den Beamten und wurden in Gewahrsam genommen. Sie standen unter erheblicher Alkoholeinwirkung.

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Schweden: Jäger nach Schuss auf Jogger zu Gefängnisstrafe verurteilt

+++ Bayern: Jäger beim Abbauen eines Hochsitzes schwer verletzt +++ Schleswig-Holstein: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++

Der norwegische Jagdgast, der im April 2019 in Schweden einen joggenden Rentner durch einen Schuss verletzte, ist vom Landgericht Helsingborg zu einer Gefängnissstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss der Jäger dem 76-jährigen Rentner Schmerzensgeld in Höhe von 38.600 Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 3700 Euro, zahlen. Der Jäger hatte den Mann durch ein in Schweden verbotenes Wärmebildzielfernrohr anvisiert und nach eigenen Angaben für ein Fuchs oder ein Reh gehalten (JAWINA berichtete). Das Gericht sah das von dem Wärmebild-ZF aufgezeichnete Video nicht als ausreichenden Beweis für einen Mordversuch an, der Jäger wurde daher wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Beim Strafmaß wurden auch diverse schwere Jagdvergehen wie der Einsatz des verbotenen Nachtzielgeräts und Schonzeitvergehen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. red.

Beitragsbild: Standbild aus dem Video des Wärmebild-Zielfernrohrs. Foto: Polizei