Schlagwort-Archive: Gamswild

DJV verabschiedet Positionspapier zur Gämse

Die Nutzung alpiner Lebensräume durch Forstwirtschaft und Tourismus hat in den vergangenen 20 Jahren stark zugenommen. Die heimischen Gamsbestände nehmen hingegen kontinuierlich ab – der Erhalt eines gesunden, ausreichend großen Bestandes ist mehr als fraglich. Das DJV-Positionspapier erläutert Ansätze zum nachhaltigen Umgang mit der Gams.

Der Deutsche Jagdverbandes (DJV) hat ein Positionspapier zum Gamswild verabschiedet. Es zeigt Ursachen für den Bestandsrückgang und Konfliktbereiche im Lebensraum der Gämse auf. Um Erhalt und Nutzung dieser Wildziegenart weiterhin zu gewährleisten, fordert der DJV einen Ausgleich zwischen menschlicher Nutzung und den Ansprüchen der Gämse. Zusätzlich will er das Monitoring verbessern, als Basis für ein erfolgreiches Wildtiermanagement.

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Schweiz: Jäger sollen Gämsen schonen

“Zahlen heute den Preis für eine zu intensive Jagd”

Die Schweizer Gamspopulation ist seit Jahren rückläufig. Die Gamsstrecke hat sich in den letzten zwanzig Jahren nahezu halbiert. Als Gründe werden der Verlust von Lebensräumen infolge von zunehmenden Freizeitaktivitäten und Tourismus genannt, aber auch die verstärkte Konkurrenz durch Rothirsche und Steinwild, die Rückkehr von Großraubtieren sowie Erkrankungen wie Gamsblindheit und Räude. Einer der wichtigsten Faktoren ist nach Ansicht von Reinhard Schnidrig, der beim Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) für Wildtiere und Waldbiodiversität zuständig ist, jedoch “die falsche Jagdplanung in einigen Kantonen”, wie das Schweizer Nachrichtenportal FM1Today berichtet. Strenge Winter würden bei der Festsetzung der Abschusspläne unzureichend berücksichtigt: Der Jagddruck hab sich wegen der Förster erhöht,  sagt Schnidrig der Nachrichtenagentur sda: “Viele Regionen in der Schweiz zahlten heute den Preis für eine zu intensive Jagd.” Die Schweizer Jäger wollen nun ihren Teil zu einer Erholung der Gamspopulation beitragen:

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Bayern: Deutsche Wildtier-Stiftung startet Gamsprojekt

Die Gams ist ein Bayer, behauptet die Deutsche Wildtier-Stiftung in einer aktuellen Pressemitteilung: Müsste sich die Wildart für ein Bundesland entscheiden, wäre es demnach wohl der Freistaat. Denn vor allem in Bayern findet Gamswild den Lebensraum, in dem es sich am liebsten aufhält: Felsige Regionen für den Sommer und Wälder für den Winter. Doch das Verhältnis der Bayern zu ihrer Gams ist von Auseinandersetzungen um den Lebensraum getrübt. „Gamswild wird in Bayern gerade in öffentlichen Wäldern sehr intensiv gejagt, weil es durch seine Fraßeinwirkungen die sogenannte Schutzwaldsanierung gefährdet “, sagt Dr. Andreas Kinser, Referent für Forst- und Jagdpolitik bei der Deutschen Wildtier Stiftung.

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