Schlagwort-Archive: Gänsejagd

Bevormundender Naturschutz: Nordseeinsel erwägt Austritt aus Nationalpark

+++ Sachsen: Wolfangriff auf Schafe von Naturschutzstation – mehr als 40 tot, 80 weitere Schafe vermisst +++ Mecklenburg-Vorpommern: 13 Schafe von Wolf gerissen – FDP fordert Bejagung des Wolfs +++ Zwei Wölfe überfahren +++

Der CDU-Ortsverband der Nordseeinsel Baltrum erwägt den Austritt der Insel aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Ein entsprechender Antrag soll auf der Ratssitzung am 15. Oktober behandelt werden. Hintergrund des Streits ist die Verlängerung der Jagdpachtverträge für Reviere auf den Inseln, die vom niedersächsischen Umweltministerium scharf kritisiert worden war. (JAWINA berichtete). Der CDU-Ratsherr und Sprecher der Inseljägerschaft, Jann Bengen, zieht aus den Streitigkeiten um die Jagd oder auch um die Ausweisung von Kite-Surfer-Gebieten nun die Schlussfolgerung, dass die Nutzung der Insel durch Tourismus und Einheimische sich mit dem Nationalpark-Status offenbar nicht verträgt. Stattdessen solle Baltrum zum Naturpark zurückgestuft werden, in dem wesentlich schwächere Schutzvorschriften gelten würden. Medien gegenüber erinnerte Bengen daran, dass die Friesen als “geschützte nationale Minderheit” gelten, “deren Lebensweise besonders geschützt” sei. Dazu gehöre auch, dass man Beeren sammeln, reiten, Pferde auf der Weide lassen oder jagen dürfe, so Bengen. Es könne nicht sein, dass jemand vom Festland ihm sage, er dürfe dies oder jenes nicht mehr, und “deine Kinder dürfen nicht mehr in den Dünen spielen.”

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Thüringen/NRW: Zwei tödliche Jagdunfälle an einem Tag

In Thüringen und Nordrhein-Westfalen ist es am Mittwoch Abend zu Jagdunfällen mit tödlichem Ausgang gekommen. In der Nähe von Birkigt bei Unterwellenborn im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist ein 56 Jahre alter Jäger bei der Erntejagd von einem Geschoss aus der Jagdwaffe eines Mitjägers getroffen worden. Als der Schuss fiel, brach der Jäger zusammen. Der Notruf ging um 18.25 Uhr bei der Polizei ein, gegen 19.15 Uhr verstarb der Mann an seinen schweren Verletzungen “noch am Ereignisort”, wie die Polizei mitteilt. Warum der Schuss fiel und wieso der Jäger getroffen wurde, ist der Polizei zufolge noch unklar. Die Jagdwaffen wurden sichergestellt, die Ermittlungen dauern an.

Ebenfalls am Mittwoch Abend hatten sich fünf Jäger an einer Teichanlage zwischen Ochtrup und Wettringen (Kreis Steinfurt, NRW) getroffen, um Gänse zu jagen. Sie nahmen verschiedene Stände ein, auf denen sie sich gegenseitig nicht sehen konnten. Nach der Jagd erschienen nur vier der fünf Jäger an dem vereinbarten Treffpunkt. Die verbliebenen vier begaben sich daraufhin auf die Suche nach dem fünften Mann. Sie fanden ihn am Rand eines Maisfelds mit einer Schussverletzung. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

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Selbsternannte Vogelschützer stören Gänsejagd

Bei einer Gänsejagd am Galenbecker See in Mecklenburg-Vorpommern haben selbsternannte Vogelschützer vom “Komitee gegen den Vogelmord” die Jagdausübung gestört. Die beteiligten Jäger haben jetzt Anzeige gegen die Aktivisten wegen Jagdstörung erstattet. Zuvor hatten die Jagdgegner massive Vorwürfe gegen die Jäger erhoben, die diese entschieden zurückwiesen. Nach Darstellung der Jäger im Nordkurier sah sich der Jagdleiter genötigt, die Jagd abzubrechen, weil Jäger von Jagdgegnern massiv bedrängt und beleidigt worden seien.

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Niedersachsen: Streit um Gänsejagd

Kritik an der von den Grünen geplanten Einschränkung der Gänsejagd – CDU: Weiterer Beleg für Meyers dreiste Klientelpolitik

Im Hinblick auf die von Landwirtschaftsminister Meyer geplante Einschränkung der Gänsejagd zeigt sich der jagdpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Lutz Winkelmann, einmal mehr irritiert über dessen Vorgehensweise. „Bislang hat es weder ein Beteiligungsverfahren für die jetzt angekündigte Ausdehnung der Schonzeit einzelner Gänsearten auf das ganze Jahr gegeben, noch existiert ein Entwurf für eine neue Jagdzeitverordnung”, sagte Winkelmann. „Wenn für den Minister bereits lose Informationsgespräche mit einzelnen Verbänden ausreichen, um so weit reichende Entscheidungen zu treffen, ist das mehr als bedenklich.” Das Thema Jagdzeitverordnung betreffe neben den Jägern, Landwirten und Waldbesitzern auch viele weitere Verbände, wie beispielsweise den Zentralverband der Eigenjagden und Jagdgenossenschaften in Niedersachsen e.V. Winkelmann: „Dass er die Betroffenen mit seinen Plänen ohne Vorankündigung vor den Kopf stößt, ist ein weiterer Beleg für Meyers dreiste Klientelpolitik. Nach den Landwirten geht der Minister jetzt auch mit den Jägern auf Konfrontationskurs.”

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Nach Fehlabschuss: NABU fordert Verbot der Gänsejagd

Nach dem Fehlabschuss einer Weißwangengans im Münsterland fordert der NABU Kranenburg (Kreis Kleve) ein Verbot der Gänsejagd. Gegen zwei Jäger aus Nottuln (Kreis Coesfeld) wurde Anzeige wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Artenschutzgesetz und Jagdwilderei erstattet.

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