Schlagwort-Archive: Frischlinge

RLP: Obere Jagdbehörde erlaubt „kleine Kugel“ auf gestreifte Frischlinge

In Rheinland-Pfalz ist per Allgemeinverfügung eine Maßnahme verfügt worden, die sich in Brandenburg bereits als wirkungslos erwiesen hat: Ab sofort dürfen Jäger mit Geschossen ab einem Kaliber von „.22 Hornet“ auf gestreifte Frischlinge Jagd machen. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) begrüßt ausdrücklich die Entscheidung. Zahlenmäßig stellen Frischlinge den größten Anteil einer Wildschweinpopulation dar. Aus diesem Grund hat die Jagd auf diese Altersklasse höchste Priorität“, erklärt LJV-Präsident Mahr. „Der LJV begrüßt daher die Entscheidung der oberen Jagdbehörde ausdrücklich – zumal sie einer Forderung aus unserem Positionspapier zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) folgt“; so Mahr. Frischlinge besitzen bis zum vierten Lebensmonat gelb-weiße Längstreifen auf ihrer Schwarte, wie Jäger das Fell der Wildschweine nennen.

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NRW: Kosten für Trichinenuntersuchung werden nur für Frischlinge von max. 20 kg erstattet

Mit einem Pilotprojektes des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) soll eine verstärkte Bejagung von Frischlingen in NRW erreicht werden (JAWINA berichtete). Dieses Projekt soll in der Jägerschaft den Anreiz erhöhen, den Bestand an Schwarzwild in NRW zu verringern. Dies ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen die afrikanische Schweinepest (ASP), die auch über die Wildschweinpopulation eingeschleppt und verbreitet werden kann. Für die Trichinenuntersuchung bei den Kommunen anfallende Gebühren werden mit maximal zehn Euro je untersuchtem Frischling gestützt. Ein entsprechender Erlass vom 11. August 2017 ist am 14. August 2017 an die zuständigen Behörden verschickt worden.

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LJV Brandenburg fordert Verzicht auf Trichinengebühren

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) fordert alle Landkreise eindringlich auf, die Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) jetzt zu intensivieren und zumindest die Trichinenprobenuntersuchungsgebühr für Frischlinge bis 20 Kilogramm auszusetzen. In einer Pressemitteilung des LJVB heißt es: Allein im August wurden sechs neue ASP-Fälle in Polen bekannt. Ein Fall liegt bereits 50 Kilometer weiter westlich als alle bisherigen. Das berichtet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Mit der weiteren Ausbreitung des Virus steigt das Einschleppungsrisiko der tödlich verlaufenden Krankheit nach Brandenburg.

„Für die verheerend wirkende Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt, steht kein Impfstoff zur Verfügung. Wirksame Präventionsmaßnahmen sind jetzt das Gebot der Stunde. Wir fordern deshalb alle Landkreise auf, dem Beispiel Potsdam-Mittelmark und Dahme-Spreewald zu folgen, die den Jägern bereits Erleichterungen bei der Trichinenprobengebühr gewähren.“, so Dr. Petra Schneller, Veterinärin und Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V.

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Brandenburger Laienspielschar in voller Aktion

Ein Gastkommentar von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Im Juli 2014 hatte ich in einem Brief an die Landrätin des Kreises Teltow-Fläming angeregt, im Zeichen der heranrückenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Gebühr für die Trichinenbeschau bei Frischlingen zu erlassen. Damit sollte die Erlegung schwacher Frischlinge stimuliert werden. Nur wenn es gelingt, einen Großteil der Frischlinge eines jeden Jahrgangs abzuschöpfen, kann innerhalb weniger Jahre mit einem Rückgang der Schwarzwildbestände und damit einem geringeren Ausbreitungsrisiko der ASP gerechnet werden. Andernfalls könnte nur eine unbarmherzige Bejagung des Schwarzwildes ohne Rücksicht auf Schonzeiten und auf Schutz führender Bachen bestandssenkend wirken. Eine solche im wahrsten Wortsinn ökologische Jagd lehne ich ab.

Mit einer Flut rechtlicher Bedenken wurde mein Vorschlag damals abgelehnt, obwohl das Bundesland Hessen und einige Landkreise anderer Bundesländern die Gebühr für die Trichinenschau bei Frischlingen bereits seit ein paar Jahren nicht mehr erheben, das also rein rechtlich durchaus möglich ist. Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) hat dann später die gleiche Forderung erhoben, ist aber auf Landesebene ebenso gescheitert wie ich damals auf Kreisebene.

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Brandenburg: Allgemeinverfügung kleine Kugel auf wackliger Rechtsbasis

Achtung, Jäger aufgepasst: Wer in Brandenburg einen Frischling unter 20 kg mit einer nur für Rehwild tauglichen „kleinen Kugel“ erlegt, wie in der von der Obersten Jagdbehörde des Landes erlassenen Allgemeinverfügung vorgesehen, handelt möglicherweise rechtswidrig. Die Allgemeinverfügung ist wahrscheinlich ungültig, weil der OJB die Ermächtigungsgrundlage für den Erlass einer solchen landesweit gültigen Regelung fehlen dürfte: Zwar heißt es in §19, 2 des Bundesjagdgesetzes, dass die Länder sachlichen Verbote „des Absatzes 1 mit Ausnahme der Nummer 16 erweitern oder aus besonderen Gründen einschränken“ können, doch gem. § 26,1 des Landesjagdgesetzes Brandenburg (BbgJagdG) ist nur das „für das Jagdwesen zuständige Mitglied der Landesregierung“ dazu befugt. Es hätte also wohl einer Rechtsverordnung des zuständigen Ministers bedurft, um die Allgemeinverfügung in der vorliegenden Form zu legitimieren. Diese hätte überdies rechtzeitig im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht werden müssen, was im Fall der Allgemeinverfügung ebenfalls unterblieben ist.

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Trichinenuntersuchung: LJVB veröffentlicht Musterantrag zur Gebührenbefreiung

Angesichts der drohenden Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest liegt die Schwarzwildbejagung im öffentlichen Interesse, meint der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB). Damit sei die Voraussetzung zur Gebührenbefreiung bei Trichinenuntersuchungen erfüllt. Hierzu muss gemeinsam mit der Probe ein Antrag eingereicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Im Dezember vergangenen Jahres hatte der brandenburgische Landtag die Landesregierung aufgefordert, die Landkreise bei der kostengünstigen und unbürokratischen Organisation der Trichinenuntersuchung zu unterstützen. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Behörden auf „Antrag des Gebührenschuldners“ die Gebühren erlassen können, sofern dies im öffentlichen Interesse liegt.

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Kleine Kugel auf Frischlinge – Landesforst stellt Fragebogen vor

Die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes Brandenburg hat in einer Allgemeinverfügung vom 04.02.2016 das Verbot, auf Schalenwild mit einem Kaliber unter 6,5 mm zu schießen eingeschränkt, wie JAWINA berichtete. Künftig soll es erlaubt sein, Frischlinge mit einem Lebendkörpergewicht unter 20 Kilogramm mit einer zur Rehwildbejagung zugelassenen Munition zu erlegen. Jagdausübunsgberechtigte, die von der Regelung Gebrauch machen wollen, sind verpflichtet, einen Fragebogen auszufüllen und von ihren Erfahrungen zu berichten, um eine Evaluation des Vorstoßes zu ermöglichen. In einem Schreiben an die brandenburgische Landesforst-Zentrale hat das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) nun einen umfangreichen Fragebogen vorgestellt, der von Jagdausübungsberechtigten im Landesforst auszufüllen ist, wenn Frischlinge mit der kleinen Kugel erlegt wurden.

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Kreis VG: Bachenabschuss und Abschussprämie für Frischlinge

“Alte jagdliche Zöpfe abschneiden” – Pilotprojekt will Wildschwein-Bestände “mit unkonventionellen Mitteln” reduzieren

Exorbitant hohe Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen, bedrohliche Beschädigungen von Hochwasserschutz-Deichen und eine hohes Seuchengefahr-Potenzial angesichts der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Nachbarland Polen – diese Faktoren sehen Experten und Praktiker als Folgen zu hoher Wildschwein-Bestände im Nordosten Deutschlands.
Dem will der Landkreis Vorpommern-Greifswald (VG) in Mecklenburg-Vorpommern nun auf Initiative der Jäger  mit einem Aktionsplan begegnen, an dem auch Forst und Landwirte beteiligt sind. Dies erklärte der Kreis VG in einer Pressemitteilung.

Darin heißt es: “Bereits vor Monaten war diese Problematik absehbar. Daher haben sich Weidgenossen an uns gewandt und angefragt, ob wir als Untere Jagdbehörde nicht im Schulterschluss mit Jägerschaft, Landwirten, Forst und Wissenschaft nicht auch neue Wege bei der Schwarzwildbejagung gehen könnten”, sagte Landrätin Dr. Barbara Syrbe.
Es fanden daraufhin vier Schwarzwild-Symposien statt, Rundtisch-Gespräche bei denen sich jagdliche, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Praktiker zusammenfanden und mögliche Maßnahmen diskutierten.

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Brandenburg: “Kleine Kugel” auf Frischlinge erlaubt

Die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes Brandenburg hat in einer Allgemeinverfügung vom 04.02.2016 das Verbot, auf Schalenwild mit einem Kaliber unter 6,5 mm zu schießen eingeschränkt. Künftig soll es erlaubt sein, Frischlinge mit einem Lebendkörpergewicht unter 20 Kilogramm mit einer zur Rehwildbejagung zugelassenen Munition zu erlegen. Rehwildtauglich ist eine Büchsenpatrone gem. Bundesjagdgesetz (BJagdG) § 19, 2, wenn ihre Auftreffenergie auf 100 Meter mindestens 1000 Joule beträgt.

Die Verfügung ist befristet vom 01.04.2016 bis zum 31.03.2017. Jagdausübunsgberechtigte, die von der Regelung Gebrauch machen sollen, sind verpflichtet, einen von den Jagdbehörden bereitgestellten Fragebogen auszufüllen und von ihren Erfahrungen zu berichten.

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Wenn die Bache zum Angriff bläst

Familienzuwachs bei den Wildschweinen. Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) empfiehlt, Wald- und Feldwege nicht zu verlassen und Hunde beim Spaziergang anzuleinen.

Derzeit erblickt der Wildschweinnachwuchs in Brandenburgs Wäldern und Fluren das Licht der Welt. Nach einer Tragzeit von drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen werfen die Bachen bis Ende Februar ein bis acht Frischlinge, die drei Monate gesäugt werden. In den ersten Tagen nach der Geburt dulden die weiblichen Wildschweine keine Artgenossen in ihrer Nähe. Sie verlieren sogar die Scheu vor den Menschen und greifen mitunter sogar an, wenn sich jemand dem sogenannten Wurfkessel nähert. „Zwischen Bache und ihre Frischlinge zu geraten, kann für Spaziergänger und Hunde gefährlich werden. Wir empfehlen deshalb dringend, die Wald- und Feldwege nicht zu verlassen und Hunde ausschließlich angeleint mitzuführen“, sagt Georg Baumann, Geschäftsführer des LJVB. „Spätestens wenn die Wildschweinmutter laut die Atemluft ausstößt, ist Gefahr in Verzug. Damit stellt die Bache unmissverständlich klar, dass sie mit vollem Einsatz bereit ist, ihre Frischlinge zu verteidigen.“, so Baumann weiter.

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