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Niedersachsen: Aufschub für GW717m

“Freundeskreis freilebender Wölfe” lässt Genehmigung des Wolfsabschusses juristisch überprüfen – neues Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen

Das niedersächsische Umweltministerium hat gegenüber dem NDR bestätigt, dass die Abschussgenehmigung für den Wolfsrüden GW717m ausgesetzt wurde. GW717m ist Leitwolf des Rodewalder Rudels, dem diverse Nutztierrisse, darunter Alpakas, Pferde und zur Last gelegt werden – ein Verhalten, das vom niedersächsischen Umweltministerium unter hartnäckiger Leugnung der Fakten und altbekannter wissenschaftlicher Erkenntnisse immer noch als “ungewöhnlich” bezeichnet wird (z.B. hier). Auf Antrag des sog. Freundeskreises muss das Verwaltungsgericht Oldenburg prüfen, ob die Abschussgenehmigung rechtmäßig erteilt wurde. Dies dahin ruhe die Abschussgenehmigung, teilte das Umweltministerium mit, man wolle bis zur Entscheidung des Gerichts keine Fakten schaffen. Experten bezweifeln ohnehin, ob die Entnahme nur des Leitwolfs eine Entspannung bei den Nutztierrissen bringt, da an den Rissen nach Einschätzung von Wolfsberatern mindestens vier bis fünf Wölfe beteiligt waren, die auch auf den Geschmack von schmackhaften und weitgehend wehrlosen Nutztieren gekommen sind. Leitfähe und Jungtiere aus dem Rodewalder Rudel dürften das problematische Jagdverhalten des Leitwolfs längst übernommen haben. Insofern schiene eine Entnahme des kompletten Rudels weit eher sinnvoll und angebracht.

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