Schlagwort-Archive: Freigabe

Bremen: Jagdfreigabe für Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans

Zum Schutz von heimischen Arten und Lebensräumen können Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans nun bejagt werden. Eine entsprechende Verordnung wird das Bremer Umweltressort am kommenden Freitag (7. Juni 2019) in Kraft setzen. Diese Maßnahme dient dem Schutz von heimischen Arten und Lebensräumen sowie dem Deich- und Hochwasserschutz.

Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutria stellen eine große Gefahr für den Hochwasserschutz dar. Sie unterwühlen Deiche und können so ihre Stabilität gefährden. Mit ihrem Höhlenbau zerstören sie in Abwassergräben in großem Ausmaße Uferböschungen, wodurch diese einerseits ständig breiter werden, anderseits durch den Erdeintrag verlanden und die Entwässerung beispielsweise bei Starkregenereignissen erschweren.

Nutria haben sich in Bremen besonders im Blockland und in der Wümme ausgebreitet, beides geschützte Natura-2000-Gebiete. Darunter können nicht nur großflächige geschützte Röhrichtbestände leiden, die von den sich hauptsächlich pflanzlich ernährenden Nutria vertilgt werden. Auch die auf der Roten Liste stehenden Malermuschel und die Große Teichmuschel werden zur Kalkaufnahme gefressen. Auf diese Muschelarten ist wiederum der ebenfalls auf der Roten Liste stehende Bitterling angewiesen, da er sie für die Eiablage benötigt.

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Bündnis für Wald und Wild verabschiedet Erfurter Erklärung

Stärkung von Hegegemeinschaften und des Muttertierschutzes bei der Rotwildbejagung gefordert

Am 1. September fand in Erfurt das vom Bündnis für Wald und Wild e.V. veranstaltete Symposium “Artgerechte Wildbewirtschaftung in der heutigen Kulturlandschaft” statt. Nach zwei Fachvorträgen – Karl-Heinz Müller sprach über die Rolle der Hegegeminschaften, Dr. Christine Miller stellte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Abhängigkeit von Rotkälbern von den Elterntieren vor – verabschiedeten die Anwesenden die Erfurter Erklärung. Die Erfurter Erklärung wird die Grundlage für das weitere Agieren des Bündnisses für Wald und Wild zu den Themen Hegegemeinschaften und Muttertierschutz sein, wie auf der Internetseite des Bündnisses angekündigt wird. “Immer häufiger wird in Forstkreisen der Grundsatz „Wald vor Wild“ propagiert und umgesetzt”, heißt es in der Erfurter Erklärung. “Dabei übersieht man, dass sich Wald und Wild nicht im Konflikt miteinander befinden. Vielmehr sind sie zum Spielball zwischen den wirtschaftlichen Interessen des Menschen und den biologischen Grundbedürfnissen des Wildes geworden.”

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Wegen ASP: Europaparlamentarier fordert Freigabe von Nachtzielgeräten

Arne Gericke, Europaabgeordneter aus Rostock (Freie Wähler) und Mitglied des Umweltausschusses kritisierte am Rande der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses in Brüssel “das Schweigen in der deutschen Politik”, Bund und Land handelten beim Thema Afrikanische Schweinepest unzureichend. Die Liste der “to dos” sei lang. Gericke nennt beispielhaft Änderungen im Bundesjagdgesetz, um das nachtaktive, mobile Schwarzwild mit Nachtzielgeräten orten zu können [wofür eine Änderung des Waffengesetzes erforderlich wäre, Anm. d. Red.] sowie gezielte Informationskampagnen bei internationalen Speditionen: “Jeder Lastwagen, jede Schuhsohle ist ein potentieller Gefahrenträger.”

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NRW: Schalldämpfer für Jagdgewehre ab sofort erlaubt

Minister Reul und Ministerin Schulze Föcking: Gehör der Jäger und ihrer Hunde schützen

Jägerinnen und Jäger in Nordrhein-Westfalen können ab sofort Schalldämpfer für ihre Jagdgewehre verwenden. Das Innenministerium hat das in einem Erlass an die Waffenbehörden geregelt. “Diese Entscheidung war längst überfällig. Es geht darum, den Mündungsknall zu reduzieren, um das Gehör der Jägerinnen und Jäger sowie das ihrer Hunde effektiv zu schützen”, erklärte Innenminister Herbert Reul. Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking begrüßte die Entscheidung. „Unterm Strich bleibt ein großes Plus für die Gesundheit der Jägerinnen und Jäger – ohne Einbußen bei der Sicherheit“, sagte die Ministerin.

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Auch Baden-Württemberg gibt Schalldämpfer für Jäger frei

Nach Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg hat auch das Innenministerium in Baden-Württemberg Schalldämpfer für Jäger freigegeben – Der Landesjagdverband begrüßt dies.

Der Schussknall eines Jagdgewehr ist um ein Vielfaches lauter als ein startendes Düsenflugzeug: Bei 120 Dezibel liegt die Schmerzgrenze, ein Gewehrschuss liegt bei über 140 dB. Ein Knall reicht aus, um das Gehör dauerhaft zu schädigen. Kapselgehörschützer können das Risiko zwar reduzieren, aber nicht jeder hat immer und überall diese Hilfen auf den Ohren. Daher begrüßt der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) ausdrücklich den erleichterten Erwerb von Schalldämpfern bei der Jagdausübung durch das Innenministerium.

Jägerinnen und Jäger können ab sofort Schalldämpfer für ihre Jagdgewehre bei ihrer Waffenbehörde beantragen. Diese Geräte werden auf die Mündung von Jagdgewehren aufgeschraubt. “Aber keine Angst”, beruhigt der LJV: Lautlose Schüsse gibt es nur bei James Bond. Der Schalldämpfer auf dem Jagdgewehr reduziert zwar den Mündungsknall, „zaubert“ ihn aber nicht weg. Dadurch wird die Lärmemission beim Schuss reduziert, die Verletzungsgefahr für Menschen und Hundeohren deutlich gesenkt.

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