Schlagwort-Archive: Fotofalle

Thüringen: Goldschakal im Nationalpark Hainich nachgewiesen

+++ Bundesumweltministerium: Grundsatz “Wald vor Wild” durch Änderung des Bundesjagdgesetzes konsequent umsetzen +++ Niedersachsen: Behördenmitarbeiter bedroht, Waffen beschlagnahmt +++ Thüringen: Jäger kritisieren Windkraftausbau im Wald +++ Schweiz: Wolf reißt zwei Schafe im Kanton Uri +++

Goldschakal im März erstmals auch in Sachsen beobachtet

Der erste Nachweis eines Goldschakals in Thüringen gelang am 1. August 2019 im Nationalpark Hainich, wie die Nationalparkleitung mitteilt: Um 17.33 Uhr tappte er in eine Fotofalle. Zunächst war es lediglich eine Vermutung, doch nun bestätigten auch Experten anhand der Fotos eindeutig, dass es sich bei diesem Tier um einen Goldschakal handelt. Ausgehend vom Balkan breitet er sich seit einigen Jahrzehnten gen Westeuropa auf natürliche Weise aus. Der erste dokumentierte Nachweis in Deutschland stammt aus der Brandenburgischen Niederlausitz im Juli 1997. Seitdem gelangen immer wieder Nachweise von Einzeltieren, die vermutlich über Österreich, Tschechien oder Polen nach Deutschland einwandern. Europaweit wird der Bestand auf mittlerweile ca. 100.000 Tiere geschätzt. Damit übertrifft die europäische Population an Goldschakalen diejenige der Wölfe um das Siebenfache.

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Wolfswelpen im Bayerischen Wald nachgewiesen

Bei der aktuellen routinemäßigen Auswertung einer Fotofalle im Nationalpark Bayerischer Wald wurden drei Jungtiere bestätigt. Die Aufnahme stammt vom 28.07.2017. Es handelt sich damit um den ersten Nachweis von Jungwölfen bei freilebenden Tieren in Bayern seit rund 150 Jahren. Die Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern vor Ort wurden informiert, so das Landesamt für Umwelt in einer Pressemitteilung. Seit 2006 werden in Bayern immer wieder einzelne Wölfe nachgewiesen. Es handelt sich in der Regel um durchziehende Jungtiere, die entweder aus der südwestlichen Alpenpopulation oder nordosteuropäischen Tieflandpopulation stammen. Standorttreue Wölfe, d. h. Wölfe, die länger als ein halbes Jahr in einer Region nachgewiesen werden können, gibt es derzeit im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Dort wurde seit Ende 2016 jeweils ein Wolfs-Paar bestätigt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Sieben Wolfswelpen in Fotofalle getappt

Die in Mecklenburg-Vorpommern bekannten Wolfsrudel haben erfolgreich Nachwuchs großgezogen, wie das Umweltministerium des Landes verkündet. Auf der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide bestätigen Fotofallenbilder vier Welpen, in der Ueckermünder Heide wurden drei Welpen nachgewiesen. Beide Wolfsrudel ziehen seit 2014 jährlich Nachkommen auf. Das Wolfsmonitoring mit Fotofallen wird in diesen beiden Gebieten von den Bundesforstbetrieben Trave und Vorpommern-Strelitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) durchgeführt.

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Wolf mit Reh geködert – Strafanzeige gegen Jäger

Weil er ein Wolf mit einem toten Reh angekirrt hat, sind ein Jagdpächter und dessen Jagdaufseher aus Barnstorf im niedersächsischen Landkreis Diepholz angezeigt worden. Das berichtet der Weser-Kurier. Demnach hatten die beiden ein bereits gerissenes Reh in der Nähe des Fundorts ausgelegt und eine Wildkamera zur Überwachung des Kadavers installiert. Deshalb hat ein Wolfshundzüchter und Volljurist namens Christian Berge, laut Weser-Kurier “selbst ernannter Anwalt der Wölfe” Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft in Verden bestätigte das Vorliegen der Strafanzeige gegenüber der Zeitung. Es sei nicht nur verboten, einen Wolf zu erschießen, argumentiert der Wolfsanwalt, es sei auch verboten, diesem nachzustellen.

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Erstmals Wolf im Berliner Ring dokumentiert

Ein Jagdpächter im Raum Glindow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) hat erstmals einen Wolf innerhalb des Berliner Rings nachgewiesen. Das Tier wurde bereits vor zwei Wochen von einer Fotofalle aufgenommen. Das berichtet die Berliner Lokalzeitung Der Tagesspiegel. Nach Ansicht eines Wolfsbeauftragten soll es sich um ein Jungtier handeln, das aus Rudel auf dem Truppenübungsplatz Lehnin stammt. Es sind bereits mehrfach Wolfssichtungen in Berlin gemeldet worden, etwa in den Randbezirken Kladow, im Spandauer Eiskeller und in der Nähe der A10 bei Wildau.

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Sachsen: Wolf bei Markkleeberg nachgewiesen

Bei Markkleeberg, nur knapp zehn Kilometer südlich von Leipzig (Landkreis Leipziger Land), ist ein Wolf in eine Fotofalle getappt. Es ist der erste Nachweis eines Wolfes in dieser Gegend. Das Bild entstand bereits Ende Mai, wie die Auswertung der Kameradaten durch den Jagdpächter nun ergab. Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nachgegangen werden. Die nächstgelegenen Wolfsrudel sind das Annaburger-Heide-Rudel (im Dreiländereck Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen) und das Königsbrücker- Heide-Rudel, dessen Territorium sich in Sachsen im Bereich der Königsbrücker Heide (Landkreise Bautzen und Meißen) befindet.

Tierhaltern, vor allem von Schafen und Ziegen sowie Betreibern von Wildgattern, wird empfohlen, ihre Schutzzäune zu überprüfen. Die Umzäunung müsse richtig stehen, dürfe keine Durchschlupfmöglichkeiten am Boden bieten und müsse an allen Seiten geschlossen sein – über offene Gräben können Wölfe leicht in die Umzäunung eindringen, empfiehlt das “Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz” in einer Pressemeldung zum Thema.

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Standorttreu: Besenderte Lausitz-Wölfe wandern bisher nicht

Karte 1: Streifgebiete von FT7 (rot) und MT5 (grün) seit ihrer Besenderung. Zur Veranschaulichung sind die Territorien des Milkeler (MI), Nochtener (NO) und Daubaner (DN) Rudels schematisch dargestellt (blau). Copyright: Wildbiologisches Büro LUPUS.

Die besenderte junge Wölfin „Marie“ (FT7) aus dem Milkeler Wolfsrudel hält sich weiterhin überwiegend im Territorium ihrer Eltern auf. Wie Fotofallenaufnahmen aus dem Februar zeigen, hält die mittlerweile 22 Monate alte Wölfin immer noch engen Kontakt zu ihrem Geburtsrudel. Die automatischen Kameras haben nacheinander „Marie“, ihre Mutter, ihr Stiefvater und vier Welpen fotografiert.

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