Schlagwort-Archive: Förster

“Ökojagd”: Dutzendweise verhungerte Kälber im Nationalpark Berchtesgaden

+++ Deutsche Wildtier Stiftung: “Bayern ist das Bundesland mit der wildfeindlichsten Politik” +++

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“Im Nationalpark Berchtesgaden wird jede freiwerdende Förster- oder Berufsjägerstelle von ÖJV-Kadern besetzt”, beklagt die Wildbiologin Dr. Christine vom Verein Wildes Bayern e.V. Die Tätigkeit der sogenannten Öko-Jäger entzieht sich jeder Kontrolle, weil “der Nationalpark als seine eigene UJB” fungiere, so Dr. Miller. Nachfragen würden nicht beantwortet oder deren Beantwortung verweigert: “Sie haben uns schon so viel gefragt”, sagte Dr. Miller zufolge ein Nationalpark-Verantwortlicher voller Häme auf ihre Bitte um Übersendung der Abschuss-Statistiken: “Sie kriegen gar nichts.” Jetzt hat die Biologin schockierende Zustände im Nationalpark aufgedeckt: Kadaver verhungerter Rotwild-Kälber liegen dutzendweise neben den Wanderwegen im Nationalpark – verwaist, weil die Tiere geschossen wurden, vermutet Miller.

In einer Pressemitteilung des Vereins Wildes Bayern heißt es dazu:

Tausende von Urlaubsgästen und Besuchern wanderten am Osterwochenende im Nationalpark Berchtesgaden entlang der Ufer von König- und Oberersee. Doch was sie nicht sahen waren die Überreste von knapp einem Dutzend verhungerter Rotwild-Kälber, die erschöpft nur Wochen zuvor am Ufer der beiden Gewässer qualvoll gestorben sind. Die Kadaver liegen meist in kleinen Gruppen direkt am Ufer des Sees. Ein Hinweis darauf, dass es sich hier nicht um einen zwar grausamen aber normalen Vorgang in der Natur handelt.

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Neu: Wohllebens Wald-Postille

Es gibt Leute, die schrecken vor nichts zurück: Peter Wohlleben, Deutschlands empfindsamster Förster, hat jetzt seine eigene Zeitschrift. Naja, fast: Wohlleben gibt seinen Namen und “wirkt als Chefreporter und wichtiger Impulsgeber an der neuen Heftreihe” “Wohllebens Welt” mit, erklärt der Gruner & Jahr Verlag in einer Pressemeldung. Der Neuzugang im Blätterwald soll vierteljährlich erscheinen, das erste Heft ist bereits seit 18. April zum Preis von 6 Euro erhältlich. “Die erste Ausgabe beschreibt unter anderem die wohltuende Wirkung des Waldes auf Körper und Seele des Menschen, erklärt aber auch, wie sich eine Wiese anhört, warum auch Eichen nachts schlafen und wie der Totengräber-Käfer zu seinem Namen kommt”, säuselt der Pressetext wie ein warmer Sommerwind in den Baumkronen. Das ist ein dankenswerter Hinweis, selbst wer ganz kurz überlegt hatte, dürfte jetzt bereits von der Versuchung geheilt sein, sich das Blatt mal anzusehen.

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Schalldämpfer: Zwei-Klassen-Gesellschaft in Thüringen

+++ Baden-Württemberg: Besitzer tötet Jagdhund nach Beißvorfall +++ Thüringen: Patrone im Rucksack – Jäger hat Problem Sicherheitskontrolle am Flughafen Erfurt +++

Seit Monaten streiten sich das Thüringer Innen- und das Infrastruktur- und Landwirtschaftsministerium (letzteres ist auch für den Forst zuständig) um die Genehmigung von Schalldämpfern für Thüringer Jäger. Jetzt verkündeten die Ministerien einen Kompromiss, den man durchaus als einen faulen wird bezeichnen müssen: Demnach dürfen sich demnächst Berufsjäger und Forstbeamte einen Schalldämpfer für ihre Jagdwaffen zulegen, private Jäger aber nicht. Die Begründung, die der sozialdemokratische Innenminister Thüringens der Thüringer Allgemeinen zufolge dafür anführt, sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: Demnach fürchten “Maiers Beamten” (Georg Maier (SPD) heißt der Thüringer Innenminister), “dass die Schalldämpfer leicht in die Hände von Terroristen und Kriminellen gelangen könnten, wenn sie für ­Jäger zu kaufen seien.” Ach so. Und diese Gefahr ist geringer, wenn nur Berufsjäger und Förster Schalldämpfer kaufen dürfen?

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Diese Angsthasen: Förster wegen Wölfen mit Tränengas im Wald

32. offiziell bestätigte Wolfssichtung in Schleswig-Holstein – Slowaken erlegen in der vergangenen Jagdsaison 48 Wölfe

Die furchtsamen Förster im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen) gehen schon seit über einem Jahr nur noch “mit Tränengas bewaffnet” in den Wald, wie die WAZ meldet. Grund für die Vorsichtsmaßnahme sind die Wölfe, die auch im Landkreis Gifhorn mittlerweile, wie es auf der Internetseite des Landkreises heißt, “vereinzelt festgestellt” wurden. Ja, lesen die keine Zeitung? Alle unsere selbsternannten Wolfsexperten versichern uns doch seit Jahren, dass die berühmte “natürliche Scheu” des Wolfs unfehlbar gewährleiste, dass man so gut wie nie einen Wolf in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt, und wenn doch, dann würde er schleunigst das Weite suchen! Glauben die das etwa nicht? Und dann: Tränengas wegen ein paar “vereinzelt festgestellter” Wölfe – was sollen denn die Verantwortlichen in der Lausitz dann machen? Kalaschnikows an die Bevölkerung ausgeben?

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Förster rettet Wildschwein

Der Hinweis kam von einem Pilzsucher: Ein Wildschwein habe sich da in eine sehr missliche, um nicht zu sagen, aussichtslose Situation gebracht (siehe Beitragsbild). Der Förster – von dem verbürgt ist, dass er zu anderen Anlässen und Zwecken schon auf weitaus größeren Sauen geritten ist – eilt zum Ort des Geschehens und steigt zu dem gefangenen Frischling in den Schacht hinab.

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Alle reden von Schalldämpfern – Jawina war damit schon jagen

Schalldämpfer sind der Gegenstand des momentanen Ausrüstungs-Hypes Nr. 1 in der Jägerschaft. Hintergrund ist, dass die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung “für Beschäftigte mit Dienstverpflichtung zur Jagd” – also Förster und Berufsjäger – einen Grenzwert für die Lärmeinwirkung festsetzt. Dieser liegt bei 137 dB. Jagdgewehre in schalenwildtauglichen Kalibern toppen diesen Grenzwert mühelos um mehr als das Hundertfache: 169 dB des besonders gehörschädlichen Impulslärms malträtieren beim Schussknall die Ohren, was der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass man nach einem längeren Gespräch mit betagten Weidmännern in der Regel heiser ist.

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Schalldämpfer freigegeben – oder doch nicht?

Die Meldung, dass Innenministerium habe Schalldämpfer bei der Jagdausübung freigegeben, ist eine Falschmeldung.

“Da hat jemand schlecht zugehört”, ärgert sich Karl Apel, Referatsleiter bei der Obersten Jagdbehörde Hessens. Verständlich, denn seiner Dienstherrin, der hessischen Umweltministerun Lucia Puttrich war eine Äußerung in den Mund gelegt worden, die im Internet schnell die Runde machte: Demnach habe sich “das Bundesministerium des Innern in die aktuelle Diskussion des Einsatzes von Schalldämpfern bei der Jagd eingeschaltet. Das Ministerium solle den Waffenbehörden der Länder ermessensentscheidend mitgeteilt haben, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen der Arbeitsschutzverordnung ein Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis für einen Schalldämpfer besteht.” Dies solle Ministerin Puttrich “Jagdjournalisten in Rüdesheim” mitgeteilt haben. Schön wär’s, stimmt aber nicht.

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