Schlagwort-Archive: Förderung

BJV: “Stoppt den Krieg gegen unsere heimische Tierwelt!”

Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die Forderung der Grünen, Nachtzieltechnik auch für die Jagd auf Reh- und Rotwild freizugeben. Der BJV setzt auf biologischen Sachverstand beim Waldumbau, auf Wertschätzung der Natur und gelebte Ökologie, nicht auf ideologische Parolen

Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt die maßlose Intoleranz der Grünen gegenüber unserem heimischen Reh- und Rotwild auf’s Schärfste. „Mir ist es unverständlich, dass eine Partei, die sich den Einsatz für die Natur auf die Fahnen schreibt, geradezu Krieg führt gegen einige unserer heimischen Wildarten, um einer rein gewinnorientierten, hochintensiven Forstwirtschaft das Wort zu reden“, so BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke. „Während die Bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern die heimischen Wildtiere für die Bevölkerung endlich wieder erlebbar machen wollen, präsentieren die Grünen den Bürgern nur eine kompromisslose Totschieß-Mentalität.“ In der Forderung von Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen, nach dem Einsatz von Nachtzieltechnik bei der Jagd auf heimisches Schalenwild, sieht der BJV wieder einmal bestätigt, dass den Grünen ideologische Parolen wichtiger sind, als ökologische Zusammenhänge, biologischer Sachverstand und Artenschutz. Vocke: „Wer Wildtiere und ihren Nachwuchs Tag und Nacht gnadenlos verfolgen will, nur um die Bestände herunterzuschießen und ohne dass damit der Waldentwicklung wirklich genutzt wird, der handelt unverantwortlich gegenüber der Natur.“

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Schleswig-Holstein: 1,7 Millionen Euro für neue Herdenschutzzäune

Das Umweltministerium startet mit der Finanzierung wolfsabweisender Herdenschutzzäune

Seit der Ausweisung der Kreise Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Herzogtum-Lauenburg und Segeberg als Wolfspräventionsgebiete können Halterinnen und Halter von gefährdeten Nutztieren in diesen Regionen die Finanzierung von Zaunmaterial durch das Land beantragen. Das teilt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) mit. Nun beginnt das Landwirtschaftsministerium mit der Auszahlung der ersten Mittel. Die Staatssekretärin für Landwirtschaft Dorit Kuhnt sagt dazu: „Durch eine hohe Zahl geschützter Tiere wird die Gefahr deutlich verringert, dass sich Wölfe auf die Erbeutung von Nutztieren spezialisieren. Als Bundesland mit der höchsten Schafsdichte in Deutschland haben wir deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem wir möglichst schnell möglichst viele Schafe schützen“.

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Brandenburg: Sechs Millionen Euro für Förderung von Ackerrand- und Blühstreifen

+++ Hessen: Wolfssichtungen im Vogelsbergkreis +++

Brandenburgs Umwelt- und Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger hat die Richtlinie zur Förderung der Etablierung von Strukturelementen auf konventionell bewirtschafteten Ackerflächen in Kraft gesetzt. Dazu gehören ein- und mehrjährige Blühstreifen sowie Ackerrandstreifen. Der Fördersatz beträgt 700 Euro je Hektar Blüh- beziehungsweise Ackerrandstreifen. Die Streifen dienen Nützlingen, Bienen oder anderen Wildtieren als Wirts-, Nahrungs- oder Schutzpflanzen. Jährlich sollen dafür mindestens sechs Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt werden.

Verpflichtung für mindestens fünf Jahre

Förderanträge werden bereits mit der diesjährigen Herbstantragstellung von den Landwirtschaftsämtern online entgegengenommen. Landwirte können dann ab 1. Januar 2020 Blühstreifen für die Dauer von mindestens fünf Jahren anlegen.

Einjährige Blühstreifen sind jährlich mit einer standortangepassten Saatgutmischung zu bestellen als Voraussetzung für einen blütenreichen Bestand. Mehrjährige Blühstreifen werden im ersten Jahr bestellt und bleiben dann mindestens fünf Jahre auf derselben Fläche bestehen.

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Stadt Braunschweig unterstützt Jäger bei der “Schwarzwildreduzierung”

50 Euro Aufwandsentschädigung für Erlegung von Frischlingen bis 50 Kilo

Um der stark gestiegenen Schwarzwildbestände im Stadtgebiet und der dadurch verursachten erheblichen Flurschäden Herr zu werden, schlägt die Verwaltung dem Rat die Anschaffung einer mobilen Kastenfalle für Wildschweine aus städtischen Mitteln vor, die an die Jägerschaft ausgeliehen wird. Außerdem soll den Jägern künftig für im Stadtgebiet erlegte Jungtiere, so genannte Frischlinge bis 15 Kilogramm Gewicht eine Aufwandsentschädigung von je 50 Euro gezahlt werden.

„Die hohen Populationszahlen beim Schwarzwild sind mittlerweile ein erhebliches Problem“, stellt der für die Jagdaufsicht zuständige Ordnungsdezernent Claus Ruppert fest. Die Zahl der pro Jahr erlegten Tiere hat sich von 74 im Jahr 2013 auf 329 in 2018 mehr als vervierfacht. Insbesondere in den vergangenen drei Jahren wuchs sie erheblich an. Hohe Reproduktionszahlen und ein milder Winter taten ein Übriges: Die noch vorläufige Strecke für 2019 liegt bereits bei 246 Stück Schwarzwild.

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MV erhöht in Wolfsgebieten die Förderung für Schaf- und Ziegenhalter

Das Landwirtschaftsministerium will für Schaf- und Ziegenhalter, die ihre Betriebe im Wolfsgebiet haben und bereits am Förderprogramm „Extensive Dauergrünland­beweidung mit Schafen und Ziegen“ teilnehmen, die entsprechende Förderrichtlinie ändern. Der Fördersatz wird von derzeit 220 EUR/ha auf 289 EUR/ha erhöht. „Die Erhöhung des Prämiensatzes soll zum Ausgleich der Kosten für eine effektive Wolfsabwehr beitragen“, erläutert Minister Dr. Till Backhaus das Ziel. Die Prämienerhöhung schöpft den höchstmöglichen Fördersatz im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) aus. Ebenso wird der Kreis an Zuwendungsempfängern vollständig berücksichtigt, der nach jetziger EU-Rechtslage möglich ist.

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Peta fordert Bambi-Zwang für Jäger

Inspiriert von der ungewöhnlichen Bestrafung eines Wilderers durch einen US-Richter (JAWINA berichtete), fordert die Tierrechtsorganisation Peta, dass jeder Jagdscheinanwärter den Disney-Klassiker gucken muss: ” Alle Menschen, die einen Jagdschein erlangen möchten, sollen sich vorher verpflichtend Bambi ansehen müssen. Gleiches muss für Personen gelten, die wegen Jagddelikten verurteilt werden”, heißt es auf der Peta-Internetseite. PETA und andere Organisation versuchten seit Jahren, Jäger mit “wissenschaftlichen Argumenten vom Unsinn der Jagd zu überzeugen”, tönt Peta weiter. Was die Organisation unter “wissenschaftlichen Argumenten” versteht, wird im Fortgang der Pressemitteilung deutlich, wo kein pseudowissenschaftliches jagdfeindliches Klischee ausgelassen wird, um Jagd und Jäger zu diskreditieren.

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Niedersachsen: Vier Millionen Euro für “Mehrabschuss von Wildschweinen”

Übungen für den Ernstfall – Aufwandsentschädigung für Jagdhundeeinsatz geplant

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Osteuropas weiter aus. In dieser Woche kamen neue Meldungen aus China, dass dort erstmals Hausschweinebestände mit ASP infiziert sind, heißt in einer Pressemitteilung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Über die aktuellen Entwicklungen der für den Menschen ungefährlichen, für Schweine jedoch hoch ansteckenden Tierseuche lässt sich Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast laufend informieren. Um auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet zu sein, finden im Ministerium kontinuierlich Übungen und Besprechungen statt. Barbara Otte-Kinast: „Niedersachsen ist mit der ,Task Force Tierseuchen‘, hoch qualifizierten Untersuchungseinrichtungen und engen Abstimmungswegen zwischen den Ländern und dem Bund sehr gut aufgestellt.“ Mit dem Mobilen Bekämpfungszentrum für Tierseuchen könne man in einem möglichen Fall direkt vor Ort in betroffenen Regionen zügig und effektiv handeln.

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Niedersachsen: Mehr Geld für den Wolf

Umweltminister fordert konsequentes Management – Leistungen auch für Deichverbände, Stiftungen und Hobbytierhalter. Nicht nur die Materialkosten von Herdenschutzmaßnahmen, sondern auch die Kosten für den Aufbau sollen gefördert werden.

Umweltminister Olaf Lies hat gestern seinen Arbeitsschwerpunkt „Wolf” beim Landkreis Cuxhaven vorgestellt und mit dem Landkreis über das weitere Vorgehen beraten. „Der Wolf ist in Niedersachsen inzwischen heimisch geworden. Wir müssen jetzt eine neue, eine ehrliche Debatte führen. Wir müssen Wölfen zeigen, dass sie in der Nähe von Menschen nichts zu suchen haben. Steigenden Zahlen von Nutztierrissen müssen wir mit praxisorientierten Maßnahmen begegnen. Die rechtlichen Möglichkeiten müssen wir voll ausschöpfen, wir dürfen uns nicht hinter Paragraphen verschanzen. Der Wolf ist ein Raubtier und deshalb muss ein anderer Artenschutz greifen als bei Wiesenvögeln oder Gelbbauchunken. Nur so können wir auch die Akzeptanz für den Wolf als Art in der Gesellschaft erhalten!”, sagte Lies.

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Herdenschutz: Wenn 1,60-Meter-Festzaun nicht reichen

+++ NRW: Wildschwein wütet in Einfamilienhaus, Jäger will es im Treppenhaus mit Saufeder erlegen +++ MV: Waffenschrank mit 13 Schusswaffen und Munition gestohlen +++ Bayern: Suche nach aus Gehege entlaufenen Wölfen wird eingestellt +++

1,60 Meter hohe Festzäune reichen nicht, um die Schafe eines sächsischen Schäfers vor dem Wolf zu schützen. Immer wieder überwinden Wölfe aus dem Rosenthaler Rudel die Weidezäune des Cunnewitzer Schäfers, 64 Schafe hat er schon verloren. Deshalb soll dort jetzt ein Pilotprojekt anlaufen, in dem zusätzliche Schutzmaßnahmen erprobt werden. So soll der 1,60 Meter hohe Festzaun zusätzlich mit einer stromführenden Litze oberhalb des Zauns gesichert, das Tor zur Koppel mit einer ausfahrbaren Elektrolitze aufgerüstet werden. 4000 Euro würden die Maßnahme für die betroffene Koppel kosten, die jedoch nur zehn Prozent der Weidefläche des Schäfers darstellt, berichtet die Sächsische Zeitung (SZ). Das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) hat den Schäfer “zu dem Förderantrag ermuntert”, so die SZ. Bisher wird “nur” der Kauf von mobilen Elektrozäunen, Flatterband, Herdenschutzhunden, die Anschaffung und die Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern gefördert. Die Ausstattung von Festzäunen mit Elektrolitzen könnte künftig noch dazukommen. SE

Beitragsbild: Headline des Beitrags über den Pilotversuch in der SZ (Screenshot).

Hessen: Jägervereinigung fordert “wirksamere Maßnahmen” gegen ASP

Die Jägervereinigung Oberhessen fordert in einem Offenen Brief an Bundesagrarminister Schmidt und die hessische Landwirtschaftsministerin Hinz “wirksamere Maßnahmen zum Verbraucherschutz und gegen das Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in die Bundesrepublik Deutschland.”

Gefordert wird u.a. “ein Einfuhrverbot für Schwarzwildfleisch aus Ländern, in denen bereits die Afrikanische Schweinepest grassiert”, “eine bundesweite Aufwandsentschädigung bei der weiteren Reduzierung der Schwarzwildbestände von 25 Euro pro erlegtem Stück Schwarzwild und “kostenlose Trichinenuntersuchungen für erlegtes Schwarzwild.”

Außerdem soll der Absatz hochwertigen heimischen Wildschweinfleischs gefördert und gegen Jagdstörer härter vorgegangen werden. Der Muttertierschutz für führende Bachen dürfe nicht aufgehoben werden, so die JV Oberhessen.

Den vollständigen Offenen Brief können Sie hier herunterladen. red.

Beitragsbild: Offener Brief der JV Oberhessen (Ausschnitt, Screenshot)