Schlagwort-Archive: Flatterband

Baden-Württemberg: Umweltministerium und Schafzuchtverband einigen sich auf wirkungslose Herdenschutzmassnahmen

Neue Richtlinie: Drei Meter hohe Zäune für Nachtpferche in Frankreich

Nach einem Rissvorfall mit mittlerweile 43 toten Schafen (JAWINA berichtete) haben sich das Umweltministerium Baden-Württemberg und der Landesschafzuchtverband (LSV) über die formalen Anforderungen für die Einzäunung von Schafweiden in Wolfsgebieten geeinigt. Demnach muss “in Gebieten, die künftig als Wolfsterritorium definiert werden, weil ein Wolf oder mehrere Wölfe dort heimisch geworden sind, […] der elektrische Zaun um eine Herde mindestens 90 Zentimeter hoch sein und der Zaun muss die gesamte Weide ohne Schlupflöcher umfassen. Staatssekretär Andre Baumann: „Mit dieser Mindesthöhe liegen wir an der unteren Grenze der bundesweit geltenden Empfehlungen. Ich hoffe, dass wir mit dieser Minimalanforderung den Schäferinnen und Schäfern die Sorge vor komplizierten und teuren Pflichtmaßnahmen zum Herdenschutz wenigstens teilweise nehmen können, zumal die Anschaffungskosten für die Zäune bis zu 90 Prozent bezuschusst werden können.

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Baden-Württemberg: Nabu will Belohnung für Ergreifung des Schluchsee-Wolf-Killers aussetzen

Nachdem sich herausgestellt hat, dass der tot aus dem Schluchsee geborgene Wolf erschossen wurde, plant der Naturschutzverein Nabu, eine Belohnung für Hinweise auszusetzen , die zur Ergreifung des Täters führen. Die Belohnung soll sich auf 2000 bis 5000 Euro belaufen, berichtet der SWR. Damit wolle man ein Zeichen setzen, dass es so nicht gehe, erklärte der Nabu-Landesvorsitzende Johannes Enssle gegenüber dem SWR. Das Erschießen des Tieres sei eine schwere Straftat. Der Nabu will noch klären, ob sich der Landesjagdverband an der Belohnung beteiligt.

Schleswig-Holstein: Wolf spaziert durch die Straßen

In Dithmarschen (Schleswig-Holstein) fotografierte ein Rentnerpaar einen Wolf, der am hellichten Tag seelenruhig über eine Straße spazierte. Nach Einschätzung des Wolfsexperten Dr. Norman Stier von der TU Dresden handelt es sich eindeutig um einen Wolf, so der NDR.

Sachsen: Wolf überwindet E-Zaun mit Flatterband

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Nach Wolfsriss: Ärger beim Veterinäramt wegen Kadaver auf der Weide

In Cunnewitz (Sachsen, Landkreis Bautzen) haben Wölfe die doppelte Einzäunung eines Schafweide übersprungen und drei Schafe gerissen. Der Schäfer Martin Just hatte die 50köpfige Herde hinter dem Festzaun der Koppel zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert. Mittlerweile hat der zuständige Rissgutachter bestätigt, dass Wölfe die Verursacher waren, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Obwohl eine wichtige Voraussetzung für eine Entschädigung des Schäfers damit erfüllt ist, gibt es eine Menge Ärger für Just: Zum einen gingen beim Veterinäramt Beschwerden ein, weil die toten Schafe nach dem Wolfsriss auf der Wiese liegen blieben – kein schöner Anblick. Der Schäfer ist aber verpflichtet, alles so lange unverändert liegen zu lassen, bis der Rissgutachter sich die Sache angeschaut hat.

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Landkreis Bautzen: Übergriffe auf Schafe – Schutzmaßnahmen wirkungslos

In den letzten vier Wochen gab es im Raum Königswartha, Puschwitz und Wittichenau (Landkreis Bautzen) 16 gemeldete Übergriffe von Wölfen auf Schafe, wie das “Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz” meldet. Die Übergriffe fanden im Territorium des Rosenthaler Rudels statt. Es handelte sich dabei sowohl um nicht oder unzureichend geschützte Schafe, als auch um Schafe die nach den geforderten Mindestschutzstandards gesichert waren, wie das Kontaktbüro einräumt. In einigen dieser Fälle wird davon ausgegangen, dass der oder die Wölfe den Elektrozaun übersprungen haben.

Im Territorium des Rosenthaler Rudels (siehe Karte) sei es daher nun erforderlich Elektrozäune durch die Anbringung eines „Flatterbandes“ (Breitbandlitze), welches ca. 20 – 30 cm über den Zaun gespannt wird, zusätzlich zu sichern. Diese zusätzliche Schutzmaßnahme ist, so das Kontaktbüro, “voraussichtlich für die Dauer eines Jahres notwendig.” Das benötigte Material (Breitbandlitze, Weidepfähle) kann kostenfrei bei der Biosphärenreservatsverwaltung ausgeliehen werden. Kontakt: Herr Klingenberger, Tel. 035932/36531, E-Mail: andre.klingenberger@smul.sachsen.de

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