Schlagwort-Archive: Finnland

Deutscher Jagdrechtstag: Wolf und Waffenrecht im Fokus

Der Deutsche Jagdrechtstag (DJRT) hat vom 3. bis zum 8. November in Uslar getagt. 70 Experten unterbreiten Empfehlungen an den Gesetzgeber.

Die rund 70 Teilnehmer des Deutschen Jagdrechtstags haben Anfang November im niedersächsischen Uslar getagt. Auf der Agenda standen aktuelle jagdrechtliche Fragen. Im Rahmen der Veranstaltung befassten sich die Teilnehmer mit neuen Entwicklungen im Jagdrecht von Bund und Ländern sowie in zugehörigen Rechtsgebieten. Im Fokus der Vorträge und Diskussionen stand unter anderem ein aktuelles Urteil des europäischen Gerichtshofes zum Umgang mit dem Wolf. Fragen zum Waffenrecht, zu Jagdgenossenschaften, Jagdhunden und Falknerei wurden ebenfalls aufgegriffen. An der Tagung nahmen rund 70 Experten teil, insbesondere Rechtsanwälte sowie Vertreter von Politik, Behörden, Gerichten und Verbänden.

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EuGH verkündet Urteil zur Wolfsjagd

Der Europäische Gerichtshof EuGH hat seine Entscheidung zur Wolfsjagd in Finnland (Rechtssache C-674/17) veröffentlicht. Anlass des Verfahrens ist eine Klage gegen die in Finnland bislang praktizierte Art der Wolfsbejagung vor einem finnischen Gericht. Die Finnen haben die Regulierung der Wolfspopulation sehr liberal gestaltet, so wurde eine reguläre Jagdzeit festgesetzt und außerdem z.B. in Fällen erhöhter Nutztierrisse rigorose Abschüsse durchgeführt. Dies hat nach Einschätzung finnischer Behörden und Betroffener die Akzeptanz für die Wölfe in der ländlichen Bevölkerung erhöht.

Der EuGH hat in seinem Urteil nun Vorgaben gemacht, unter welchen Umständen in Anhang IV der FFH-Richtlinie gelistete Arten entnommen werden dürfen. So ist unter Absatz 3 des in französischer Sprache vorliegenden Urteils definiert, wann der günstige Erhaltungszustand vorliegt. Im entscheidenden Absatz 81 legt das Gericht fest, welche Anforderungen an Entscheidungen bezüglich Wolfsentnahmen zu stellen sind. Die Messlatte für Ausnahmeentscheidungen ist nach ersten Einschätzungen sehr hoch angelegt, es gibt diverse Nachweise, die von den anordnenden Behörden erbracht werden müssen – und entsprechend viele Widerspruchs- und Klagemöglichkeiten für Natur- und Tierschutzverbände.

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Finnland verbietet Wolfshybriden

+++ Brandenburg: Bogenjagd in Stahnsdorf soll im Juni beginnen +++

Finnland verbietet Zucht, Verkauf, Vermarktung und Besitz von Wolfshybriden. Bereits ab 1. Juni sollen Wolfshybriden als invasive gebietsfremde Art eingestuft werden, wie die schwedische Jagdzeitung Jakt & Jägare, Mitgliederzeitung des Jagdverbandes Jägarnas Riksförbund berichtet. Es soll in Finnland ungefähr 1000 Wolfs-Hund-Mischlinge unterschiedlichen Hybridisierungsgrads geben. Ab Juni werden demnach Kreuzungen zwischen Wolf und Haushunden in den ersten vier Generationen verboten sein. Die vorhandenen Hybriden dürfen noch bis zu ihrem natürlichen Ableben als Haustiere gehalten werden. Das Verbot dient dem genetischen Schutz der Wolfspopulation, stellt Jakt & Jägare fest. “Wir haben Beispiele dafür, dass Wolfshunde auf die eine oder andere Weise in die Natur gelangen können. Sie können sich ganz anders verhalten als ein normaler Wolf”, sagte der finnische Minister für Land- und Forstwirtschaft, Jari Leppä, gegenüber der schwedischen Zeitung Vvenska Yle.

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Europäischer Gerichtshof: Grünes Licht für Wolfsjagd als Managementmaßnahme

Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hält Jagd auf Wölfe für zulässig. Eine Ausnahmeregelung ist kein Widerspruch zum strengen Schutz durch die FFH-Richtlinie.

Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hat sich für die Genehmigung der Wolfsjagd in Ausnahmefällen ausgesprochen. Konkret geht es in dem Verfahren um die Frage, unter welchen Bedingungen Finnland von den strengen Schutzbestimmungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) abweichen darf, um eine Jagd auf Wölfe nach Artikel 16 zuzulassen. Die Stellungnahme ist zwar nicht bindend, wird jedoch normalerweise vom Gerichtshof befolgt. Das Urteil wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres erwartet.

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Tracker-Hundeortung: Updates für App und Firmware

Zum bevorstehenden Start der Drückjagdsaison weist der finnische Hundeortungs-Spezialist Tracker seine Kunden darauf hin, dass Updates für die Tracker-App und die Tracker Ortungshalsbänder zur Verfügung stehen. Vor den großen Jagden sollten Tracker-Nutzer ihre Geräte aktualisieren. Um die App für Android auf den neuesten Stand zu bringen öffnen Sie Google Play Store > Meine Apps > wählen Sie Tracker > Tracker- aktualisieren. Für Kunden ohne Google Play Store: Im Handy den Internet-Browser (z.B. Google Chrome, Firefox usw.) öffnen > www.tracker.fi/download. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie alle neuen Funktionen und Verbesserungen zur Verfügung haben. Die aktuelle Version vom 18.8. ist Tracker 3.11.

Überprüfen Sie bei der Gelegenheit gleich, wie lange die Tracker-Lizenz noch gültig ist. Dazu öffnen Sie die Tracker-App, klicken auf das 3-Punkte-Symbol unten rechts auf dem Bildschirm des Handys, um das Menü zu öffnen,  und wählen „Lizenzen“. In dem Menü können Sie die Gültigkeit überprüfen. Sollte die Gültigkeit bald enden, kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner. Bei Verlängerung wird die Gültigkeit der Lizenz ab dem letzten gültigen Tag um 1 Jahr verlängert. Ein Video-Tutorial zur Installation und Lizenzverlängerung finden Sie hier.

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Finnland: Null Toleranz für Problemwölfe

Der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Helmut Dammann-Tamke hat mit weiteren LJV-Präsidenten eine Bildungsreise nach Finnland unternommen, um sich über das Wolfsmanagement im hohen Norden zu informieren. In der Kreiszeitung beschreibt Dammann-Tamke seine Eindrücke: So hätten die Finnen eine Null-Toleranz-Strategie im Umgang mit “verhaltensauffälligen” Wölfen und solchen, die durch die Dörfer streiften: Diese würden im Zuge einer sofort anberaumten Polizeijagd von Amts wegen erschossen. Zwar werde das Thema Wolf auch in Finnland kontrovers diskutiert, grundsätzlich sei man sich jedoch einig, dass es eine Obergrenze für einen “verträglichen” Wolfsbestand gebe. Diese belaufe sich auf 250 Wölfe in 25 Rudeln. In Finnland werde der Wolf regulär bejagt, im Norden Finnlands gehöre es überdies zu den verbrieften Rechten der Lappen und Samen, dass zum Schutz ihrer Rentierherden auf Antrag jeder Wolf geschossen werden dürfe. Trotz der Bejagung wachse die Wolfspopulation – aber eben nicht exponentiell, wie in Deutschland, so Dammann-Tamke.

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Finnland beginnt Wolfsjagd

Am Samstag hat in Finnland die diesjährige Wolfsjagd begonnen. 46 der zirka 250 finnischen Wölfe sind zum Abschuss freigegeben worden, teilte die finnische Wildbehörde Suomen Riistakeskus mit. Ein Wolf sei bereits im Osten Finnlands erlegt worden. Die Jagdzeit endet am 21. Februar. Die Bejagung der Wölfe findet im Rahmen eines Wolfsmanagement-Plans statt, in diesem ist die Bejagung der Wölfe in einem zweijährigen Experiment vorgesehen. Damit soll die Akzeptanz für die Wölfe bei der Landbevölkerung gesteigert und die illegale Bejagung eingedämmt werden. In der Vergangenheit hatten landwirtschaftliche Nutztierhalter immer wieder illegal Prämien für den Abschuss eines Wolfs ausgelobt. Im vergangenen Jahr wurden bereits 17 Wölfe mit Sondergenehmigungen geschossen. Gegen alle Abschussbewilligungen waren vor den Verwaltungsgerichten des Landes Klagen eingegangen, sämtliche Beschwerden wurden jedoch abgelehnt.

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Hundeortung: Alter Finne!

Tracker Hundeortungs-Halsbänder G400FI™ und G500FI™: Noch schneller, noch zuverlässiger, noch hochwertiger

 Die neuen Ortungshalsbänder Tracker G400FI™ und G500FI™ nutzen neben dem GPS-System auch die GLONASS-Satelliten. Das sorgt für noch schnellere und zuverlässigere Positionsbestimmung – auch unter schwierigsten Bedingungen.

 G400FI™ und G500FI™ sind jetzt “Made in Finland” und damit noch hochwertiger verarbeitet. Software-Updates erfolgen bei beiden Ortungs-Halsbändern nun über GPRS – den Paketdatendienst im Handynetz – und sind so von jedem Anwender leicht selbst durchzuführen. Das G500FI™ kann zudem Tonbefehle an den Hund übertragen, die bei der Dressur mit Befehlen wie “Pfui!” oder “Komm zurück!” verknüpft werden können – superpraktisch, um den Hund am Ende des Treibens an den Stand zurückzurufen.

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Von Beeren und Elchen

Eine Reise in die einsamen Weiten Kareliens, in die Moore und Wälder unterm Polarkreis dicht an der russischen Grenze, wo wir vor dem Elchhund auf den Schaufler jagten.

Text und Fotos: Stephan Elison

Teemu und Enska flüstern jetzt nur noch: „237 Meter“, raunt Enska, einer der beiden finnischen Jäger und Hundeführer, die Entfernung vom Display seines Handys ablesend. Teemu wirft einen bedeutsamen Blick auf meine Waffe, das heißt: Mach dich fertig. Lautlos gleitet das Gewehr von der Schulter, ich entsichere und starre konzentriert in das ortsübliche Dickicht aus Birken, Kiefern und Fichten mit ihren vielfarbigen Flechtenbärten, aus dem vielleicht, hoffentlich gleich der Elch hervorbrechen wird.

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