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Wildtierverluste bei der Mahd vermeiden

Die Frühjahrsmahd steht an und fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs aufziehen und sicher wähnen. Natürliche Schutzstrategien wie das „Ducken und Tarnen“ schützen zwar vor Fressfeinden wie dem Fuchs, nicht aber vor den Erntemaschinen. Darauf macht die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) aufmerksam und gibt Empfehlungen. Verschiedene Präventionsmaßnahmen können helfen, Wildtierverluste bei der Mahd zu vermeiden:

Von innen nach außen mähen lautet die grundsätzliche Empfehlung für die Mäharbeiten. Diese einfache Regel ermöglicht es Rehen, Feldhasen und Co. noch während der Mahd die Flächen nach außen durch das stehende Gras zu verlassen. Je nach Situation, gilt es allerdings auch flächenspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen: Bei stark befahrenen Straßen etwa, ist einseitig von der Straße her mit der Mahd zu beginnen. Besondere Aufmerksamkeit ist in den Saumbereichen gefragt, diese sind als Aufenthaltsorte bei vielen Wildtieren besonders beliebt und erfordern zusätzliche Vorsicht.

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Leichter Aufwärtstrend für den Feldhasen

12 Feldhasen pro Quadratkilometer haben Jäger 2019 durchschnittlich in Deutschland gezählt. Die meisten leben im Nordwestdeutschen Tiefland: 17 pro Quadratkilometer. Die größte Steigerung gab es im Südwestdeutschen Mittelgebirge: plus zwei Tiere gegenüber 2018.

Trocken und warm: 2019 war ein gutes Jahr für den Feldhasen mit Zuwächsen in einigen Regionen. Die vorläufige Auswertung der Frühjahrszählung zeigt: Durchschnittlich leben 12 Feldhasen pro Quadratkilometer in Deutschland. Wissenschaftlich korrekt stieg die Zahl der Feldhasen in Deutschland innerhalb eines Jahres leicht von 11,8 auf 12,4 Tiere. Im Südwestdeutschen Mittelgebirge war die Steigerung am größten: 2019 lebten dort 2 Tiere mehr als im Vorjahr, insgesamt 16 pro Quadratkilometer. Mit 17 Hasen auf der gleichen Fläche liegt das Nordwestdeutsche Tiefland bundesweit vorn – ein Hase mehr als 2018. Wissenschaftler haben für das Monitoring-Programm des Deutschen Jagdverbandes (DJV) Zählergebnisse der Jäger aus bundesweit 500 Referenzgebieten ausgewertet.

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DJV: Feldhasenbestand stabil

Im Frühjahr 2016 haben Jäger durchschnittlich elf Feldhasen pro Quadratkilometer auf den Wiesen und Feldern in Deutschland gezählt. Die Bestände schwanken je nach Region stark. Am meisten Langohren gibt es im Nordwestdeutschen Tiefland mit 18 Tieren pro Quadratkilometer.

Die Bestände des Feldhasen in Deutschland sind weiterhin stabil. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler nach der vorläufigen Auswertung von Daten des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) für das Frühjahr 2016. Demnach leben im Offenland bundesweit elf Feldhasen pro Quadratkilometer (Median), allerdings mit großen Schwankungen je nach Region. Die Monitoring-Daten werden seit 2001 für WILD erhoben und zeigen: Auch 2016 gab es die meisten Feldhasen im Nordwestdeutschen Tiefland mit 18 Hasen pro Quadratkilometer, gefolgt vom Südwestdeutschen Mittelgebirge (14 Hasen pro Quadratkilometer) und vom Westdeutschen Mittelgebirge (10 Hasen).  Im Alpenvorland (8 Hasen) sowie im Nordostdeutschen Tiefland und Ostdeutschen Mittelgebirge (je 5 Hasen) leben deutlich weniger Tiere. WILD ist ein Projekt des Deutschen Jagdverbands (DJV) und seiner Landesverbände.

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Feldhase ist Wildtier des Jahres 2015

Die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDW) haben den Feldhasen zum Tier des Jahres 2015 gewählt. Zum zweiten Mal nach 2001 erhielt der Feldhase die meisten Stimmen. Der Feldhase sei eine der prominentesten Wildarten, heißt es auf der Internetseite der SDW, sicher nicht zuletzt, da er als Kultfigur das Osterfest wesentlich beeinflusse. Der Feldhase zähle zu den Charakterarten der mitteleuropäischen Kulturlandschaft,  die Populationsentwicklung verläuft seit Jahrzehnten, insbesondere seit den 1970er Jahren, in weiten Teilen des europäischen Besiedlungsraumes negativ.

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Tierische Strategien gegen Sommerhitze

Nicht nur Menschen leiden unter den hochsommerlichen Temperaturen. Auch Wildtieren setzt die Hitze zu – doch sie wissen, wie sie sich Abhilfe verschaffen können. Schlammige Pfützen und kühle Wasserlöcher sind bei Wildtieren jetzt heiß begehrt. Hirsche und andere Paarhufer haben keine Schweißdrüsen wie Menschen. Also mussten Wildtiere Strategien entwickeln, um der Hitze zu trotzen. Hirsche waten beispielsweise durch tiefe Gewässer bis ihnen das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Bei Wildschweinen ist eine ordentliche Schlammpackung besonders beliebt. Durch das Suhlen im Schlamm bleibt feuchte Erde an den Borsten hängen und kühlt die empfindliche Haut der Schwarzkittel. Ein weiterer Vorteil dieser Wellness-Behandlung: Mücken, Bremsen und Zecken bleiben in der zentimeterdicken Schlammschicht kleben, trocknen ein und werden später an Bäumen einfach abgescheuert.

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