Schlagwort-Archive: Fasanenjagd

Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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Hoch, schnell – vorbei

Jagd auf getriebene Fasane in Dänemark

Als Klaas, seines Zeichens Deerhunter-Repräsentant für Deutschland und bekennender JAWINA-Fan, mich zu der großen Deerhunter-Fasanenjagd auf Schloss Schackenborg in Dänemark einlädt, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Ich kann meine Flintenschießkünste nämlich durchaus realistisch einschätzen: Dass ich regelmäßig Gelegenheit hatte, auf Fasane und anderes Niederwild zu weidwerken, ist mindestens sechs, sieben Jahre her. Im schalenwildfixierten Brandenburg spielt die Flintenjagd einfach keine Rolle. Selbst in Revieren, in denen es gute Möglichkeiten gäbe, Enten oder Gänse zu bejagen, bleiben sie oft unbehelligt. Wegen ein paar Kleintieren in den Einständen rumballern? Den Brunftplatz beunruhigen? Nicht doch. Folglich rastet und rostet die Flinte seit Jahren im Waffenschrank vor sich hin – die Motivation, etwas so selten benötigtes zu üben, hält sich in Grenzen.

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Schleswig-Holstein: Jagdgegner bedroht Jäger mit Pistole

Ein 46 Jahre alter Jagdgegner hat eine Gruppe von Jägern bei Uetersen (Kreis Pinneberg) mit einer Pistole bedroht. Der Vorfall ereignete sich bereits am 24. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Offensichtlich habe der Mann “etwas gegen die Ausübung der Jagd im Grenzbereich von Uetersen und Groß Nordende” gehabt, stellt die shz fest. Der Jagdgegner scheint seine Pistole vor den Augen der Jäger durchgeladen zu haben. Die Jäger, die legal Fasanen in dem Gebiet jagten, zogen sich daraufhin zurück und verständigten die Polizei. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) rückte an und überwältigte den Jagdgegner in seiner Wohnung. Der polizeilich bislang unbescholtene Mann wurde vorläufig festgenommen, die Pistole entpuppte sich als Schreckschusswaffe. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der shz, dass “das Ganze für den Uetersener Pistolenmann auch tragisch hätte ausgehen können:” Schließlich seien die Jäger bewaffnet gewesen – hätten sie sich in einer vermeintlichen oder tatsächlichen Notwehrsituation mit ihren Jagdflinten verteidigt, wäre dies dem Pistolenmann wohl nicht gut bekommen. red.

Beitragsbild: Schreckschusswaffen (Revolver). Foto: SE

Österreich: Vorarlberg verbietet Jagd auf ausgesetzte Fasane

Das österreichische Bundesland Vorarlberg will die Jagd auf unmittelbar zuvor ausgesetzte Fasane verbieten lassen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liege bis Oktober zur Begutachtung vor, wie die Kleine Zeitung unter Berufung auf eine Presseinformation der Tierrechtler-Vereins “Verein gegen Tierfabriken (VGT)” meldet. Demnach soll das Aussetzen von Fasanen genehmigungspflichtig werden, die Jagd auf kurz zuvor ausgesetztes Federwild ganz verboten werden. Die Genehmigung zum Aussetzen von Fasanen solle grundsätzlich nicht erteilt werden, wenn dies lediglich der Erhöhung der Jagdstrecke diene. Vorarlberg ist nach Wien das zweite Bundesland, das eine entsprechende Regelung einführt. Die geplante Neuregelung ist ein schöner Erfolg für die Jagdgegner vom VGT – zu verdanken haben die österreichischen Jäger diese neuerliche Einschränkung ihrer Möglichkeiten jedoch, das muss man ganz klar sagen, vor allem jenen einschlägig bekannten Gatterbetreibern, die das bislang legale Aussetzen von Federwild für lukrative Abschussorgien auf halbzahmes Wild (Jagd kann man das nicht nennen) in exzessiver und das Ansehen von Jagd und Jägern massiv schädigender Weise missbraucht haben. SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar apportiert Fasan – wir Jäger sollten nicht zulassen, dass skrupellose Gatterschießer diese faszinierende Jagdart in Verruf bringen. Foto: SE