Schlagwort-Archive: Fangschuss

Sachsen-Anhalt: Wolf angefahren – Fangschuss nach Nachsuche

Eine 30-jährige Fahrzeugführerin aus dem Landkreis Stendal hatte am Sonntag einen Zusammenstoß auf der Bundesstraße 189 mit einem Wolf. Das teilt die Polizei mit. Das Tier konnte sie beim Zusammenstoß im nördlichen Bereich des Landkreises noch erkennen und der Polizei mitteilen. Im Anschluss flüchtete der schwer verletzte Wolf in den angrenzenden Wald. Am Pkw der Fahrerin entstand Sachschaden. Am Unfallort erschienen neben der Polizei Mitarbeiter des Landesamtes für Umweltschutz aus dem Wolfkompetenzzentrum Iden, ein Tierarzt, ein Schweißhundführer, ein Betäubungsschütze sowie ein hinzugezogener Jagdpächter.

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Alaska: Outfitter stoppt attackierenden Grizzly mit 9 mm-Pistole

Viele hiesige Nachsuchenführer glauben, mit einer Pistole in 9 mm Para untermotorisiert zu sein, wenn es darum geht, ein angreifendes Wildschwein zu stoppen. Sie führen stattdessen stärkere Kaliber wie .44 Magnum oder .357 SIG, die jedoch schwerer zu beherrschen und teurer sind. Zudem führt das höhere Waffengewicht öfter dazu, dass die Waffe nicht mitgeführt wird und dann nicht zur Hand ist, wenn man sie wirklich einmal benötigt. Verantwortlich für den mäßigen Ruf der 9 mm-Patrone dürften zwei Faktoren sein: Zum einen die unzähligen Geschichten, die darüber kursieren, wie ganze Magazine voller Vollmantelmunition zum Beispiel aus den Dienstwaffen von Polizisten bei einem Wildunfall in eine angefahrene Sau geleert wurden – und das arme Schwein immer noch lebte. Zum anderen mangelnde Übung und daraus resultierend mäßige Schießkünste mit der Kurzwaffe. Der Outfitter Phil Shoemaker aus Alaska hat bei einem Vorfall, der sich bereits im August 2016 zutrug, bewiesen, was in der 9 mm steckt: Wenn man damit umgehen kann und die richtige Munition verwendet.

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Lesefrüchte 1: Die taz über den waidgerechten Fangschuss

Aus der Perspektive der linken Tageszeitung taz dürfte es eher ein Randthema sein, uns Jägern liegt die Problematik am Herzen: Die Gesunderhaltung der Schwarzwildbestände und die damit verbundene Aussonderung mutierter Stücke – eine Problematik, die die Erörterung des “waidgerechten Fangschusses” unumgänglich werden lässt. Dank und Anerkennung gebührt der taz, dass sie sich des unpopulären Themas angenommen hat: “Zwei paarungsbereite, nackte Schweine auf einer Wolldecke im Maisfeld; einen Keiler im Pullunder, der seine Angelausrüstung im offenen Kofferraum verstaut hatte, oder eine Bache mit Frischlingen, die Pilzkörbchen durch den Mischwald trugen und dabei Kinderlieder sangen. Natürlich ist es unabdingbar, den Genpool von solchen offenkundigen Mutationen zu reinigen, um den Schwarzwildbestand gesund zu halten…”

Der mutige Beitrag räumt mit hartnäckigen Vorurteilen gegen Jagd und Jäger auf: „Klar, gab es bei Edeka eine Zeit lang die Option ‚Treueherzen oder Jagdschein?‘, was aber keinesfalls heißt, dass der Jagdschein nachgeschmissen wurde: Immerhin war dafür ein Mindestwareneinkauf von zehn Euro nachzuweisen. Und warum soll man, wie jetzt wieder gefordert wird, Fehlsichtige diskriminieren?“ Schütze redet sich in Rage: „Was soll denn schon passieren? Bei einer Sehschwäche ab – 8,0 Dioptrien sind automatisch größere Kaliber vorgeschrieben.” Prädikat lesenswert. SE

Beitragsbild: Der zitierte Artikel in der taz.

Weidmannsunheil: Ein Schuss, ein toter Fuchs, drei Verletzte

Jagdunfall in Bayern: Rentner und zwei Kinder bei der Fuchsjagd verletzt

Ein 65jähriger Jäger aus Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) wollte einen Fuchs, der in einer Röhrenfalle saß, erlösen. Ein 70jähriger Bekannter assistierte ihm dabei. Nachdem der Jäger den Fuchs in der Röhre erlegte, zog er seine doppelschüssige Flinte wieder heraus. Dabei löste sich unbeabsichtigt ein zweiter Schuß, der den in unmittelbarer Nähe stehenden Begleiter in den Fuß traf. Die Schrotgarbe durchschlug den Fuß, die weiterfliegenden Schrotkugeln trafen anschließend zwei sieben und elf Jahre alte Jungen, die das Geschehen aus – vermeintlich sicherer – Entfernung von ca. 20 Metern verfolgten.

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Fox und fertig!

Dschungel ist ein Dreck dagegen: Brombeeren und blickdichter Buchenjungwuchs überwuchern die von Orkan Lothar verwüstete Fläche. Durch das Dickicht, in dem die Rotten hausen, schlagen sich mit Handschuhen, Schutzbrillen und großkalibrigen Revolvern ausgerüstete Hundeführer und eine Schar tapferer Treiber. Schüsse und das zornige Kläffen der Foxterrier bilden die akustische Untermalung. JAWINA war dabei.

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