Schlagwort-Archive: Fangjagd

Fangjagd: Tu es für die Rohrdommel

Vier Kursziele wollte Revieroberjäger Axel Nitschke bei seinem Fangjagd-Seminar erreichen, das am 1.9. von der Landesjagdschule des Landesjagdverbands Brandenburg veranstaltet wurde: Grundkenntnisse der Fallenjagd-Praxis vermitteln, mit den Rechtsgrundlagen bekannt machen, Sinn und Notwendigkeit der Fallenjagd aufzeigen, vor allem aber: “HEISS MACHEN AUF EINE ART DES HANDWERKS JAGD.” Es ist ihm gelungen.

Nitschke, der auch Vorsitzender der Brandenburger Berufsjägerverbands ist, betreut ein Revier in Brandenburg mit Feldanteil. “Wir legen dort sehr großen Wert auf Niederwildhege, obwohl wir kaum jagdbare Niederwildbesätze haben”, sagt er. Und warum? “Ich möchte auch meinem Sohn noch eine Rohrdommel zeigen können. Das ist meine Motivation.” Als Jäger hege er Wildtiere, aber nicht jagdbare, wild lebende Tiere von der Rohrdommel über den Feldhamster bis zur Trauerseeschwalbe befinden sich auch im Blickpunkt der Hege, werden sozusagen mitgehegt, um sie zu erhalten: “Es ist eine Illusion zu glauben, dass man in unserer Agrarsteppe jagdbare Bestände des Rebhuhns hochbringen könnte”, erklärt Nitschke. “Aber es ist schön, wenn es noch da ist. Außerdem: “Wenn wir nur noch an der Kirrung rumsitzen, womöglich noch mit Nachtsichttechnik, geht uns viel verloren. Es ist schade um die Jagd, bei der es doch ums große Ganze gehen sollte.”

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Schleswig-Holstein: FDP will “Wolf als jagdbare Tierart ins Jagdrecht aufnehmen”

Wer braucht noch Wölfe? Polnische Gemeinde will Wölfe einfangen und verschenken

Der FDP-Landtagsabgeordnete Oliver Kumbartzky, Parlamentarischer Geschäftsführer und agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, hat ein Positionspapier zum Wolf im Landtag eingebracht. Darin heißt es: “Eine Aufnahme des Wolfes als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz ist erforderlich. Die Aufnahme in das Jagdgesetz ohne gleichzeitige Aufnahme in die Verordnung über die Jagdzeiten würde zunächst am Schutzstatus nichts ändern. Doch mit der Einbindung der Jägerschaft durch die Verpflichtung zur Hege und Pflege des Wolfes könnte deren jagdfachlicher Sachverstand beim Wolfsmanagement und insbesondere beim Wolfsmonitoring nutzbar gemacht werden.” Die FDP-Fraktion fordert für Schleswig-Holstein die Umsetzung einer Reihe Maßnahmen zum Wolf. So müsse “das Wolfsmanagement Schleswig-Holstein dringend seinem Namen besser gerecht werden”, Schäden durch Wölfe seien “in ihrem gesamten Ausmaß vollständig zu kompensieren.”

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Bayern: Wildkatze stirbt Hitzetod in Kofferfalle – Jäger angezeigt

Am 31. Juli 2018 wurde im Landkreis Haßberge/Ortsteil Sulzbach in einer sogenannten „Kofferfalle“ eine tote Wildkatze entdeckt. Biologen, die sich in der Region um diese streng geschützte und seltene Tierart kümmern bemerkten, dass an einem der heißesten Tage dieses Sommers um die Mittagszeit die Falle zugeschnappt war. In dem niedrigen Gefängnis, dass mit einer schwarzen Teichfolie zugedeckt war, musste das Tier einem qualvollem Hitzetod erlegen sein. Die Schnauze der Katze war voller Erde, die aus Holz bestehenden Seitenwände der Falle wiesen deutliche Kratzspuren auf. Die Polizei ermittelte rasch den zuständigen Jäger, der vorgab, dass er die Falle im Morgengrauen zwar kontrolliert habe, der aber trotzdem die Falle „fängisch“ stehen ließ und damit in Kauf nahm, dass ein Tier im Laufe des Tages in der Fall gefangen wurde.

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LJV Hessen: “Fangjagd für den Artenschutz wichtiger denn je”

In wenigen Wochen beginnt die Brutzeit von selten gewordenen Bodenbrütern wie dem Kiebitz oder dem Rebhuhn. Damit die scheuen Tiere eine Überlebenschance haben, ist eine Verbesserung des Lebensraumes, der Nahrungsverfügbarkeit aber auch der Schutz vor natürlichen Fressfeinden zwingend notwendig. In der vergangenen Woche lud die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zu einem Fachgespräch zum Thema „Passen Haustierabschuss und Fallenjagd noch in die heutige Zeit?“ nach Wiesbaden ein. Die dortigen Vorträge stehen dem Artenschutz von wildlebenden Tieren diametral entgegen. „Die Diskussion wurde leider sehr emotional und nicht wissensbasiert geführt“, betont Alexander Michel, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Hessen. „Wichtige Fakten wurden unterschlagen und völlig aus der Luft gegriffene Zahlen präsentiert.“

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ASP: Sachsen ermöglicht Einsatz von Schalldämpfern, Saufängen und Nachtzielgeräten

Um die Reduktion der Schwarzwildbestände zwecks Eindämmung des ASP-Risikos zu erleichtern, hat der sächsische Landtag entsprechende Änderungen des Sächsischen Landtags beschlossen. Im ursprünglichen Gesetzesentwurf war vorgesehen, “aus gesundheitlichen Gründen” den Einsatz von Schalldämpfern bei der Jagd zu erlauben, die “Fangjagd bei Schwarzwild befristet zuzulassen” sowie “eine Duldungspflicht für überjagende Jagdhunde einzuführen”. Nach der Expertenanhörung beschlossen die Abgeordneten überdies, “die Verwendungs- und Nutzungsverbote des § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagdgesetzes” (BJagdG) einzuschränken, “soweit die aufgeführten elektrischen und optischen Geräte der Nachtjagd dienen.” Der entsprechende Absatz des § 19 BJagdG beinhaltet u.a. das Verbot, “künstliche Lichtquellen, Spiegel, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schußwaffen bestimmt sind, Tonbandgeräte oder elektrische Schläge erteilende Geräte beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen […]”.

Damit ermöglicht Sachsen die legale Verwendung von Nachtzielgeräten.

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Invasive Arten: Tierschutz-Forderungen realitätsfern

In einem Positionspapier haben sechs Tierschutzverbände die EU-Verordnung zum Umgang mit invasiven Arten kommentiert. Darin lehnen sie jegliche Tötung als „nicht tierschutzgerecht“ ab und plädieren für eine „Unfruchtbarmachung“ von Waschbär, Mink und Co. Mit ihren Forderungen verfehlen sie jede Form der Praktikabilität auf Kosten der Artenvielfalt.

Sechs Tierschutzverbände, darunter der Deutsche Tierschutzbund (DTB) haben sich kürzlich in einem Positionspapier zur Umsetzung der EU-Verordnung für den Umgang mit invasiven Arten (Nr. 1143/2014) geäußert. Im Kern lehnen sie die Tötung von Tieren ab und plädieren für eine „Unfruchtbarmachung“. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hält dies vor dem Hintergrund der starken Ausbreitung von Arten wie dem Waschbär für realitätsfern. „Diese Vorschläge mögen sich zwar eignen, um Spenden zu sammeln, sie helfen aber weder dem Tier- noch dem Artenschutz, weil sie keine praktikable Lösung darstellen“, sagt Professor Jürgen Ellenberger, DJV-Präsidiumsmitglied. „Eine Unfruchtbarmachung von invasiven Wildtieren ist utopisch.“

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Fallenjagd: Dem Waschbär den Krieg erklärt

“Mir reicht es jetzt”, erklärt Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, “Wir haben keine Ente und keine Küken mehr auf den Kanälen. Diese Biester machen alles kaputt. Ich habe dem Waschbären den Krieg erklärt!”

Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass insbesondere die anpassungsfähigen Prädatoren unter den Neubürgern in Wald und Flur – Waschbären, Mink und Marderhund – eine echte Bedrohung für die Artenvielfalt darstellen und den Bestand gefährdeter Arten wie Kiebitz, Birkwild oder Schwarzstorch lokal zum Erlöschen bringen können. Die effizienteste Methode für die Bejagung insbesondere von Waschbären ist die Fallenjagd. Prof. Pfannenstiel schwört auf die Conibear-Falle: “Wenn der Waschbär an den Auslöser kommt, sitzt er mitten in der Falle, ein Bügel vorne, ein Bügel hinten. Die Falle tötet blitzschnell und tierschutzgerecht, die gefangenen Waschbären sind zu 100 Prozent tot. Brantenfänge oder ähnliches sind noch nie vorgekommen.”

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Mallorca: Jäger jagen Schlangen

Jäger der Gemeinde Capdepera im Nordosten Mallorcas gehen auf Schlangenjagd: Mitglieder des örtlichen Jagdverbands haben 15 Fallen im Gemeindegebiet aufgestellt, die mit lebenden Mäusen beködert werden, wie die MallorcaZeitung berichtet. Die Kastenfallen bestehen aus zwei Teilen: Dem Käfig für die Maus nebst Futter und Wasser, sowie der eigentlichen Falle. Schlüpft die Schlange durch das Einstiegsloch in den Käfig, um die Maus zu fangen, so kommt sie wegen der nur in eine Richtung öffnenden Drahttür vor dem Einschlupf nicht wieder heraus. Die Fangaktion gilt der Hufeisennatter, die in Mallorca ursprünglich nicht heimisch war. Die Schlangen sollen erst vor etwa zehn Jahren mit Olivenbäumen auf die Insel gekommen sein, die vom spanischen Festland eingeführt wurden. Die Hufeisennatter kann knapp zwei Meter lang werden und gilt als nicht giftig. Sie ist jedoch sehr aggressiv und beißt schnell zu, wobei sie auch Menschen tiefe, stark blutende und schmerzhafte Bisswunden zufügen kann. Bei Jägern ist sie unbeliebt, weil sie Junghasen, Kaninchen und Wachteln erbeutet. In wenigen Tagen sollen bereits acht Hufeisennattern gefangen worden sein. SE

Beitragsbild: Juvenile Hufeisennatter. Autor: Luis Fernández García, Quelle: Wikipedia. Verööfentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Spain Lizenz.

DJV-Artenschutzsymposium: Jagd ist praktizierter Artenschutz

Auf dem 2-tägigen, von Deutschem Jagdverband (DJV) und Landesjagdverband Thüringen (LJV) veranstalteten Artenschutzsymposium am 27. und 28. September in Erfurt präsentierten Experten aus ganz Deutschland erfolgreiche Artenschutzprojekte in der Agrarlandschaft. Für Großtrappe, Kiebitz, Auer- und Birkhuhn oder Sumpfschildkröte habe sich gezeigt: Lebensraum verbessernde Maßnahmen allein reichen nicht, Fressfeinde wie Fuchs, Marder oder Waschbär müssen reduziert werden. Letzterer macht dem seltenen Auerwild und dem Uhu in Thüringen zu schaffen: Die Arbeitsgruppe Artenschutz hat nachgewiesen, dass der nordamerikanische Kleinbär bereits ein Viertel aller Uhu-Brutplätze in Thüringen besetzt und auch Eier sowie Nachwuchs frisst. In einigen Horstbereichen ist seit mehr als einem Jahrzehnt kein Uhu-Nachwuchs mehr groß geworden. Die Arbeitsgruppe fordert deshalb jetzt den verstärkten Einsatz der Fangjagd.

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Etikettenschwindel im Namen des Naturschutzes

DJV ruft NABU zu ehrlicher und realistischer Position für die Jagd auf

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt das grundsätzliche Bekenntnis des Naturschutzbundes (NABU) zur Jagd. „Wir freuen uns, dass wir nun gemeinsam für eine effektive Jagdausübung in Deutschland kämpfen“, so DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann. Dies sei wichtig, weil erst kürzlich die Tierrechtsorganisation PETA Strafanzeige gegen eine ordnungsgemäß durchgeführte Drückjagd gestellt und diese als „abartige Auswüchse der Jagd“ bezeichnet habe. Gerade diese Jagdmethode fordert allerdings der NABU als besonders effektive und vorrangige Jagdmethode.

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DJV stellt Eckpunkte zur Fangjagd vor

AIHTS Zertifizierungsprozess gestartet

Auf dem Symposium „Artenschutz, Biotop- und Prädatorenmanagement“ im Jagdschloss Kranichstein hat der Deutsche Jagdverband (DJV) sein neues Positionspapier zur Fangjagd vorgestellt. Das vom interdisziplinären „Arbeitskreis Falle“ erstellte Papier hält den zeitgemäßen Einsatz von Fallen für Jagd, Natur- und Artenschutz sowie Wissenschaft und Schädlingsbekämpfung fest. Tierschutzgerechter Fang sowie eine nachhaltige Ausübung der Fangjagd als notwendiges Instrument in der Niederwildhege und im Arten- und Naturschutz sind die wesentlichen Eckpunkte des Papiers. „Einzelne Vertreter von Tier- und Naturschutz versuchen immer wieder, die Fangjagd einzuschränken“, erklärt Dr. Daniel Hoffmann, zuständig für die Jagd mit Fallen im DJV-Präsidium. „Dabei ist sie zum Erhalt des Niederwildes und von Bodenbrütern unerlässlich – das gilt besonders in Schutzgebieten. Fangjagd wird fachkundig und ordnungsgemäß von Jägerinnen und Jägern durchgeführt.“

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Mit Fangjagd gefährdeten Tieren helfen

Experten stellen erfolgreiche Projekte aus dem Artenschutz vor

Auf den Feldern hoppeln Feldhasen, Rebhuhnfamilien sind zahlreich zu sehen und man hört den Fasan rufen: “gock, gock, gock”. So sieht es normalerweise in einer intakten Natur aus. In Deutschland wird der Anblick dieser Arten leider immer seltener. Am Boden lebende Tiere haben es schwer, auf den großen Feldern mit der intensiven Landwirtschaft Verstecke zu finden und so ihren natürlichen Feinden wie etwa dem Fuchs zu entwischen. In eintönigen Landschaften finden die Tiere für sich selbst und ihre Jungen weniger zu fressen. Auch schlechtes Wetter macht ihnen zu schaffen. Deshalb werden bestimmte Tierarten mit sehr viel Aufwand von Naturschützern und Jägern unterstützt. Wie das erfolgreich geht, darüber sprechen Experten am heute und morgen auf dem Jagdschloss in Kranichstein.

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