Schlagwort-Archive: Fangjagd

Schleswig-Holstein: Kofferfalle wieder erlaubt

+++ Niedersachsen: Verhaltensauffällig? Junger Wolf spielt mit Jagdhund +++

In Schleswig-Holstein ist die Verwendung von Kofferfallen wieder zugelassen. Auf der Internetseite des Landesjagdverbands Schleswig-Holstein heißt es dazu: “Ab sofort darf die Kofferfalle wieder durch den LJV geprüft und registriert und somit landesweit eingesetzt werden. Das LJV-Präsidium und der Arbeitskreis Niederwild im LJV begrüßen den Erlass, an dem lange gearbeitet wurde: “Mit diesem Erlass sind wir unserem Ziel, die jagdlichen Rahmenbedingungen in Schleswig-Holstein zu verbessern, ein großes Stück näher gekommen”, stellt LJV-Präsident Wolfgang Heins fest. Ebenso positiv äußert sich der Vorsitzende des Arbeitskreises Niederwild Revieroberjäger Christopher von Dollen: “Dies ist ein wichtiger Schritt für das Prädatorenmanagement zur Niederwildhege”. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) gibt folgenden Erlass bekannt:

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Mecklenburg-Vorpommern: Landwirte und Jäger unterstützen Wiederansied­lung von Wiesenbrütern

Im Odermündungsgebiet will die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V (StUN) im Rahmen eines EU-Projektes Lebensräume für wiesenbrütende Watvögel erhalten bzw. wiederherstellen. Gestern (20.06.) hat sich der Staats­sekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Jürgen Buchwald, in Bugewitz bei Anklam (Vorpom­mern-Greifswald) über Stand und zukünftige Maßnahmen dieses LIFE-Projektes Limicodra informiert.

In drei Poldern des Gebietes zwischen Rosenhagen und Mönkebude sollen Strategien zur Wiederherstellung von Bruthabitaten für Watvögel wie Kiebitze, Rotschenkel, Uferschnepfen, Bekassinen sowie in Mecklenburg-Vorpommern vom Aussterben bedrohte Arten wie den Kampfläufer entwickelt und erprobt werden.

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Kommentar: Sind Lüge und Heuchelei eigentlich gemeinnützig?

+++ Niedersachsen: Dramatische Rückgänge bei Fasanenbesätzen +++ Bayern: Streit um Pflicht-Hegeschau +++ ASP-Schutzzaun an Grenze von Luxemburg und Belgien +++ Neuseeland verbietet Sturmgewehre und Halbautomaten in militärischem Stil nach Anschlag +++

Vor kurzem hat der Bundesfinanzhof dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac die steuerrechtliche Gemeinnützigkeit aberkannt mit der Begründung, dass “allgemeinpolitische Tätigkeit” mit der Gemeinnützigkeit nicht vereinbar ist. Das sollte dem Nabu Thüringen zu denken geben.

Zu Recht kritisieren die Vertreter der Thüringer Jägerschaft die geplanten neuen Verbote im Entwurf zum Landesjagdgesetz: So wurde auf den Berliner Bleifrei-Symposien zur Bewertung der Risiken bleifreier Munition und der verfügbaren Alternativen mit aller wünschenswerten Klarheit festgestellt, dass der Eintrag von metallischem Blei aus jagdlicher Schrot- und Büchsenmunition außerhalb von Feuchtgebieten in toxikologischer Hinsicht vollkommen unbedenklich ist. Ein generelles Bleischrot-Verbot ist folglich sachlich nicht gerechtfertigt und damit unverhältnismäßig, zumal bleifreie Schrotmunition in Hinblick auf Tötungswirkung, Abprallverhalten und nicht zuletzt Toxizität hochgradig problematisch ist.

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DJV stellt neue Fangjagdbroschüre vor

Wissenswertes zur Fangjagd in Deutschland: Der DJV stellt auf der Internationalen Grünen Woche 2019 eine neue Broschüre vor. Die Fangjagd gewinnt stetig an Bedeutung. Jährlich wächst beispielsweise die Zahl der dämmerungsaktiven Neozoen Waschbär und Marderhund, deren Bestände reduziert werden sollen.

Auf der Internationalen Grünen Woche hat der DJV heute die neue Broschüre „Wissenswertes zur Fangjagd in Deutschland“ vorgestellt. Die 27-seitige Broschüre im handlichen A5-Format bietet Jägern und Nichtjägern einen guten Überblick über Anwendungsbereiche von Fallen, Fangsystemen und gesetzliche Grundlagen.

In den vergangenen Jahren hat die Fangjagd zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere für die Bejagung des Waschbären, der sich weiter ausbreitet. Laut aktuellen Monitoringdaten haben Jäger im Jagdjahr 2017/18 über 170.000 Individuen erbeutet – 28 mal mehr als 20 Jahre zuvor. Über ein Drittel davon wurden mit Lebendfallen gefangen.

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Symposium Artenschutz und Prädatoren: “Schonzeit für Jungtiere von Prädatoren provoziert weitere Verluste rückläufiger Arten”

Lässt die Bejagung von Waschbär und Co. den Raubwildbestand erst recht in die Höhe schnellen? Dieses von Jagdgegnern und Tierschützern bejahte Dogma wiesen der Biologe Prof. Hans-Dieter Pfannenstiel sowie Fangjagdexperten auf dem Symposium „Artenschutz und Prädatoren“ der Jägervereinigung Oberhessen am 29.8. in Grünberg (Kreis Gießen) entschieden zurück. Pfannenstiel: „Die Lebensraumkapazität bildet die Obergrenze. Bejagung senkt die Prädatorendichte.“

Zwar versuche das Raubwild (ebenso wie Schalenwild) Bejagung durch eine höhere Reproduktionsrate auszugleichen. „Aufgabe der Jäger ist es daher“, so der Zoologe, „zur Hege des Niederwilds und zum Schutz bedrohter Arten die Beutegreifer (einschließlich Schwarzwild) dauerhaft unterhalb dieser Kapazitätsgrenze zu halten“. Deshalb ist nach den Worten des emeritierten Hochschullehrers der FU Berlin eine intensive und dauerhafte Prädatorenbejagung unerlässlich. Pfannenstiel: „Eine Schonzeit auch für Jungtiere von Prädatoren provoziert weitere Verluste rückläufiger Arten.“

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Fangjagd: Tu es für die Rohrdommel

Vier Kursziele wollte Revieroberjäger Axel Nitschke bei seinem Fangjagd-Seminar erreichen, das am 1.9. von der Landesjagdschule des Landesjagdverbands Brandenburg veranstaltet wurde: Grundkenntnisse der Fallenjagd-Praxis vermitteln, mit den Rechtsgrundlagen bekannt machen, Sinn und Notwendigkeit der Fallenjagd aufzeigen, vor allem aber: “HEISS MACHEN AUF EINE ART DES HANDWERKS JAGD.” Es ist ihm gelungen.

Nitschke, der auch Vorsitzender der Brandenburger Berufsjägerverbands ist, betreut ein Revier in Brandenburg mit Feldanteil. “Wir legen dort sehr großen Wert auf Niederwildhege, obwohl wir kaum jagdbare Niederwildbesätze haben”, sagt er. Und warum? “Ich möchte auch meinem Sohn noch eine Rohrdommel zeigen können. Das ist meine Motivation.” Als Jäger hege er Wildtiere, aber nicht jagdbare, wild lebende Tiere von der Rohrdommel über den Feldhamster bis zur Trauerseeschwalbe befinden sich auch im Blickpunkt der Hege, werden sozusagen mitgehegt, um sie zu erhalten: “Es ist eine Illusion zu glauben, dass man in unserer Agrarsteppe jagdbare Bestände des Rebhuhns hochbringen könnte”, erklärt Nitschke. “Aber es ist schön, wenn es noch da ist. Außerdem: “Wenn wir nur noch an der Kirrung rumsitzen, womöglich noch mit Nachtsichttechnik, geht uns viel verloren. Es ist schade um die Jagd, bei der es doch ums große Ganze gehen sollte.”

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Schleswig-Holstein: FDP will “Wolf als jagdbare Tierart ins Jagdrecht aufnehmen”

Wer braucht noch Wölfe? Polnische Gemeinde will Wölfe einfangen und verschenken

Der FDP-Landtagsabgeordnete Oliver Kumbartzky, Parlamentarischer Geschäftsführer und agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, hat ein Positionspapier zum Wolf im Landtag eingebracht. Darin heißt es: “Eine Aufnahme des Wolfes als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz ist erforderlich. Die Aufnahme in das Jagdgesetz ohne gleichzeitige Aufnahme in die Verordnung über die Jagdzeiten würde zunächst am Schutzstatus nichts ändern. Doch mit der Einbindung der Jägerschaft durch die Verpflichtung zur Hege und Pflege des Wolfes könnte deren jagdfachlicher Sachverstand beim Wolfsmanagement und insbesondere beim Wolfsmonitoring nutzbar gemacht werden.” Die FDP-Fraktion fordert für Schleswig-Holstein die Umsetzung einer Reihe Maßnahmen zum Wolf. So müsse “das Wolfsmanagement Schleswig-Holstein dringend seinem Namen besser gerecht werden”, Schäden durch Wölfe seien “in ihrem gesamten Ausmaß vollständig zu kompensieren.”

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Bayern: Wildkatze stirbt Hitzetod in Kofferfalle – Jäger angezeigt

Am 31. Juli 2018 wurde im Landkreis Haßberge/Ortsteil Sulzbach in einer sogenannten „Kofferfalle“ eine tote Wildkatze entdeckt. Biologen, die sich in der Region um diese streng geschützte und seltene Tierart kümmern bemerkten, dass an einem der heißesten Tage dieses Sommers um die Mittagszeit die Falle zugeschnappt war. In dem niedrigen Gefängnis, dass mit einer schwarzen Teichfolie zugedeckt war, musste das Tier einem qualvollem Hitzetod erlegen sein. Die Schnauze der Katze war voller Erde, die aus Holz bestehenden Seitenwände der Falle wiesen deutliche Kratzspuren auf. Die Polizei ermittelte rasch den zuständigen Jäger, der vorgab, dass er die Falle im Morgengrauen zwar kontrolliert habe, der aber trotzdem die Falle „fängisch“ stehen ließ und damit in Kauf nahm, dass ein Tier im Laufe des Tages in der Fall gefangen wurde.

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LJV Hessen: “Fangjagd für den Artenschutz wichtiger denn je”

In wenigen Wochen beginnt die Brutzeit von selten gewordenen Bodenbrütern wie dem Kiebitz oder dem Rebhuhn. Damit die scheuen Tiere eine Überlebenschance haben, ist eine Verbesserung des Lebensraumes, der Nahrungsverfügbarkeit aber auch der Schutz vor natürlichen Fressfeinden zwingend notwendig. In der vergangenen Woche lud die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zu einem Fachgespräch zum Thema „Passen Haustierabschuss und Fallenjagd noch in die heutige Zeit?“ nach Wiesbaden ein. Die dortigen Vorträge stehen dem Artenschutz von wildlebenden Tieren diametral entgegen. „Die Diskussion wurde leider sehr emotional und nicht wissensbasiert geführt“, betont Alexander Michel, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Hessen. „Wichtige Fakten wurden unterschlagen und völlig aus der Luft gegriffene Zahlen präsentiert.“

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ASP: Sachsen ermöglicht Einsatz von Schalldämpfern, Saufängen und Nachtzielgeräten

Um die Reduktion der Schwarzwildbestände zwecks Eindämmung des ASP-Risikos zu erleichtern, hat der sächsische Landtag entsprechende Änderungen des Sächsischen Landtags beschlossen. Im ursprünglichen Gesetzesentwurf war vorgesehen, “aus gesundheitlichen Gründen” den Einsatz von Schalldämpfern bei der Jagd zu erlauben, die “Fangjagd bei Schwarzwild befristet zuzulassen” sowie “eine Duldungspflicht für überjagende Jagdhunde einzuführen”. Nach der Expertenanhörung beschlossen die Abgeordneten überdies, “die Verwendungs- und Nutzungsverbote des § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagdgesetzes” (BJagdG) einzuschränken, “soweit die aufgeführten elektrischen und optischen Geräte der Nachtjagd dienen.” Der entsprechende Absatz des § 19 BJagdG beinhaltet u.a. das Verbot, “künstliche Lichtquellen, Spiegel, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schußwaffen bestimmt sind, Tonbandgeräte oder elektrische Schläge erteilende Geräte beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen […]”.

Damit ermöglicht Sachsen die legale Verwendung von Nachtzielgeräten.

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