Schlagwort-Archive: Fang

Brandenburg: Privatfirma soll “Problemwölfe” fangen und entnehmen

Mitarbeiter eines privaten Unternehmens, die in fremden Revieren Fallen stellen oder gar mit der Waffe auf “Problemwölfe” ansitzen – möglicherweise müssen sich Brandenburger Jäger an diese Vorstellung gewöhnen.

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) hat einem Medienbericht zufolge eine Privatfirma damit beauftragt, sogenannte Problemwölfe zu fangen und zu entnehmen. Im November 2017 hatte das Land  eine Ausschreibung für einen Werkvertrag zur “Ermittlung und Bewertung verhaltensauffälliger Wölfe und Vergrämung, Fang und Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe im Land Brandenburg” ausgeschrieben (JAWINA berichtete). Nach Informationen von JAWINA hat sich das Forum Natur Brandenburg (FNB) an der Ausschreibung beteiligt und angeboten, in Zusammenarbeit mit den FNB-Mitgliedsverbänden, insbesondere dem Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) und dem Berufsjägerverband Brandenburg, die ausgeschriebenen Dienstleistungen mit je drei qualifizierten Beauftragten pro Landkreis zu übernehmen – und zwar kostenneutral. Insofern stellt sich die Frage, inwieweit die Vergabe der ausgeschriebenen Leistungen an eine Privatfirma mit den Ausschreibungsrichtlinien des Landes Brandenburg und der EU in Einklang zu bringen ist.

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Österreich: Kärntner Landesregierung beschließt Fischotter-Verordnung

Nach jahrelangen Debatten zwischen Fischereiverantwortlichen, Tierschützern und der Landespolitik soll Kärntens Fischotter-Problem nun endlich gelöst werden. Eine Verordnung zur Regulierung des Fischotter-Bestands wurde in der gestrigen (24.04.) Sitzung der Kärntner Landesregierung vom zuständigen Landesrat Martin Gruber eingebracht und vom Regierungskollegium beschlossen. Begleitend dazu präsentierte LR Gruber einen Fischotter-Managementplan. “Die Lage ist sehr ernst, es darf nicht länger zugewartet werden”, unterstreicht LR Gruber die Wichtigkeit dieses raschen Beschlusses und verweist auf Flussabschnitte und Bäche, die bereits als praktisch fischleer gelten. Die autochthone Kärntner Bachforelle ist vom Aussterben bedroht.

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Thüringen: Wolfshybriden “letal entnommen”

Zwei der auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf nachgewiesenen Wolfs-Hybriden – Mischlinge zwischen Wolf und Haushund – sind einem Bericht des MDR Thüringen zufolge geschossen worden. Es sei unklar, was aus einem weiteren Hybriden geworden sei. Auf Aufnahmen von Fotofallen seien nur noch drei von ursprünglich sechs Wolfsmischlingen zu sehen. Der vom Thüringer Umweltministerium festgelegte Plan, die Hybriden bis Ende Februar zu entnehmen, ist damit fehlgeschlagen. Es blieben jetzt nur noch wenige Tage, bis die Schäfer die Beweidung des Truppenübungsplatzes wieder aufnähmen, so der MDR. Bis dahin sollen die restlichen Hybriden nach Möglichkeit entnommen oder lebend gefangen werden. Die Fangaktion wird immer wieder durch Tierschützer behindert, die die Fallen auslösen. Die Kosten für Fang und Entnahme der sechs Hybriden sollen sich bislang auf mehr als 100.000 Euro belaufen. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags auf MDR Thüringen (Screenshot).