Schlagwort-Archive: Falschmeldung

Niedersachsen: “Einen Bären aufgebunden” – Angeblicher Wolfsangriff im Landgestüt Celle ist Falschmeldung

Zur Zeit kursiert auf u.a. Whatsapp eine Meldung, derzufolge es im niedersächsischen Landgestüt Celle einen Wolfsangriff gegeben haben soll. Illustriert ist die Meldung mit einem Bild eines Pferdes, dessen Hinterlauf stark angefressen ist. Das Landgestüt Celle teilt dazu mit:

Einen Bären aufgebunden

Am vergangenen Wochenende hat jemand aus uns unerklärlichen Gründen versucht, seinen Mitbürgern statt des sprichwörtlichen Bären einen Wolf aufzubinden. Folgende FALSCHMELDUNG über das Landgestüt Celle und seine Jungpferde wurde sehr schnell auf sämtlichen Kanälen insbesondere über das Medium Whatsapp verbreitet:

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CIC: Falschmeldung – Jagdmunition soll in Afrika Geier vergiften

Die Deutsche Presseagentur hat eine Meldung verbreitet, die von Dutzenden Tageszeitungen und anderen Presseorganen nachgedruckt worden ist. Jäger würden in Afrika mit verbleiter Munition auf Elefanten und anderes Wild schießen. Geier würden von den mit Blei verseuchten Kadavern fressen und deshalb sterben. DPA bezieht sich dabei auf eine Studie der Universität Kapstadt. Die Wissenschaftler Rebecca Garbett et al. fanden demnach in dem Land Botswana im südlichen Afrika bei einer Untersuchung von 560 Weißrückengeiern erhöhte Bleigehalte. “Höchstwahrscheinlich” sei bleihaltige Munition Ursache dieser Vergiftungen folgern die Wissenschaftler und fordern ein Verbot bleihaltiger Munition.

Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) begrüßt jede Studie, die die möglichen Auswirkungen bleihaltiger Jagdmunition wissenschaftlich untersucht. Der CIC unterstützt in Übereinstimmung mit der Bundesregierung die Entwicklung von Jagdmunition mit optimaler Tötungswirkung bei gleichzeitiger Bleiminimierung im Wildbret. Gleichzeitig stellt der CIC aber fest, dass die in der Presse behaupteten Tötungswirkungen bei Geiern durch Jagdmunition in Afrika gar nicht festgestellt worden sind. Die zitierte Studie belegt dies in keiner Weise.

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Achtung: Falschmeldung zur ASP

DJV und FLI stellen klar: kein Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg

Der Radiosender “Radio Potsdam” hat auf seiner Internetseite eine Meldung veröffentlicht, die von einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Oberspreewald-Lausitz berichtet. Nach Rücksprache mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) handelt es sich hierbei um eine Falschmeldung, die jedoch aufgrund ihrer Brisanz bereits weite Kreise bei Landwirten und Jägern gezogen hat.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet Jägerinnen und Jäger darum, die Meldung nicht weiter zu verbreiten. Weshalb der Sender die offensichtliche Falschmeldung nicht von seiner Internetseite nimmt, ist unbekannt. PM

Achtung, Fake News. Quelle: DJV

Tagespresse berichtet über Wolfsfake

Wellershoff bedauert Weitergabe der Falschnachricht

Die Tageszeitung Lausitzer Rundschau berichtet über die Falschnachricht über ein angebliches Wolfsopfer in Polen. (JAWINA berichtete). LJVB-Pressereferent Tino Erstlin räumt in dem Beitrag ein, dass LJVB-Präsident Wellershoff einer Fake-News aufgesessen sei und diese weiterverbreitetet habe. Der Landesjagdverband plane nun, eine Richtigstellung an seine Mitglieder zu versenden, heißt es in der Lausitzer Rundschau. Der LJV-Präsident bedaure die Weitergabe der Falschmeldung, die er aus einer Quelle erhielt, die er für vertrauenswürdig gehalten habe.

Auch die Internetseite Finanzen.net griff das Thema in einem Kommentar auf. Darin heißt es: Fakt und nicht Fake ist: Fake-News stinken. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten und zitierten Beitrags in der Lausitzer Rundschau. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)