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RLP: Jäger erhalten 50 Euro für Fallwildbeprobung

Umweltministerin Ulrike Höfken hat zum gestrigen ASP-Gipfel  unter anderem Vertreter der Landwirtschaft, Jagd, Tierärzte sowie der Städte und Gemeinden im Land zum Austausch über die aktuelle Situation der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Mainz geladen. „Auch wenn die Tierseuche in Deutschland bisher glücklicherweise weder bei Haus- noch Wildschweinen aufgetreten ist und wir uns mit einer Vielzahl an Maßnahmen gegen eine Einschleppung rüsten, müssen wir uns gemeinsam auf den Ernstfall vorbereiten“, sagte Höfken. Das zentrale Instrument der ASP-Bekämpfung – insbesondere beim Wildschwein – sei die Früherkennung, denn ein Impfstoff existiere bisher nicht. Wenn die Seuche zeitnah erkannt werde, bestehe noch die geringe Chance, sie zu tilgen. „Daher unterstützen wir die Jägerschaft ab sofort mit einer Prämie: Für die Beprobung von Fallwild erhalten Jägerinnen und Jäger jeweils 50 Euro. Außerdem übernimmt das Ministerium das Porto zum Versand der Probe“, so die Ministerin weiter. Wie das Umweltministerium auf Anfrage von JAWINA bestätigte, handelt es sich also ausdrücklich nicht um eine Abschussprämie – entsprechende Falschmeldungen kursieren in Netz – gefördert wird nur die Beprobung verendet aufgefundenen Schwarzwilds.

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Niedersachsen: Unsägliche Jagdsteuer-Diskussion im Holzmindener Kreistag

Am Montag Abend diskutierte der Kreistag Holzminden über den von der FDP-Fraktion eingebrachten Antrag, die Jagdsteuer im Landkreis auf null abzusenken. Die FDP begründete diesen Vorstoß einem Bericht der meine-onlinezeitung zufolge mit den umfangreichen Leistungen, die die “Jägerschaft für Natur und Umwelt, sowie bei der Hege und Pflege des Wildbestands” erbringe. Dies solle anerkannt werden. Überdies würden die Jäger “wertvolle Dienste bei der Beteiligung des Fallwildes” leisten. Die Jagdsteuer sei zudem “nicht mehr zeitgemäß und lediglich eine Bagatellsteuer, bei der Aufwand und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis stünden.”

Dem trat die LINKE Abgeordnete Sabine Golczyk mit pseudowissenschaftlichen Untersuchungen entgegen, denen zufolge “die ausübende Jagd” das Fallwildaufkommen “nur noch mehr provoziere”. Zum Verständnis: Bei dem von Jägern freiwillig und auf eigene Kosten entsorgten Fallwild handelt es sich zum größten Teil um Unfallwild, das auf der Straße totgefahren wird. Die Erfahrungen in diversen Landkreisen zeigen, dass diese freiwillige Leistung mehr wert ist, als die Jagdsteuer: Die Entsorgung durch beauftragte Unternehmen oder Mitarbeiter von Entsorgungsbetrieben und Straßenmeistereien kostet i.d.R. mehr, als die Jagdsteuer einbringt.

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