Schlagwort-Archive: Fallen

Schleswig-Holstein: Für den Artenschutz unentbehrliche Betonrohrfallen zerstört

Einzige Lachseeschwalben-Kolonie Deutschlands akut gefährdet

1980 gab es in Niedersachsen und Schleswig-Holstein laut Wikipedia noch 150 Kolonien der Lachseeschwalbe, inzwischen gibt es nur noch eine letzte Kolonie im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer mit nur 31 Brutpaaren. Diese Kolonie ist nun akut gefährdet, weil fünf Betonrohrfallen, die dem Schutz der seltenen Vögel vor Prädatoren dienen sollten, zerstört wurden. Die Fallen gewährleisten im Zusammenwirken mit anderen Schutzmaßnahmen wie Elektrozäunen und jagdlichen Maßnahmen das Überleben der Lachseeschwalben-Kolonie, die sonst dem Prädatorendruck zum Opfer fallen würde. Eine Falle wurde zerschlagen, bei jeweils zwei weiteren wurden die Eingänge mit Bauschaum verschlossen bzw. die Fangvorrichtungen entwendet. Die Fallen sind an abgelegenen Orten aufgestellt und gut getarnt. Wie ein Mitarbeiter des Nationalparks gegenüber JAWINA erklärte, wird die Kolonie zudem durch Ranger und Kameras überwacht. Trotzdem wurden die Täter nicht beobachtet, weshalb ein Ranger gegenüber Boyens Medien den Verdacht äußert, das hier Insider am Werk waren.

Weiterlesen

Mallorca: Jäger jagen Schlangen

Jäger der Gemeinde Capdepera im Nordosten Mallorcas gehen auf Schlangenjagd: Mitglieder des örtlichen Jagdverbands haben 15 Fallen im Gemeindegebiet aufgestellt, die mit lebenden Mäusen beködert werden, wie die MallorcaZeitung berichtet. Die Kastenfallen bestehen aus zwei Teilen: Dem Käfig für die Maus nebst Futter und Wasser, sowie der eigentlichen Falle. Schlüpft die Schlange durch das Einstiegsloch in den Käfig, um die Maus zu fangen, so kommt sie wegen der nur in eine Richtung öffnenden Drahttür vor dem Einschlupf nicht wieder heraus. Die Fangaktion gilt der Hufeisennatter, die in Mallorca ursprünglich nicht heimisch war. Die Schlangen sollen erst vor etwa zehn Jahren mit Olivenbäumen auf die Insel gekommen sein, die vom spanischen Festland eingeführt wurden. Die Hufeisennatter kann knapp zwei Meter lang werden und gilt als nicht giftig. Sie ist jedoch sehr aggressiv und beißt schnell zu, wobei sie auch Menschen tiefe, stark blutende und schmerzhafte Bisswunden zufügen kann. Bei Jägern ist sie unbeliebt, weil sie Junghasen, Kaninchen und Wachteln erbeutet. In wenigen Tagen sollen bereits acht Hufeisennattern gefangen worden sein. SE

Beitragsbild: Juvenile Hufeisennatter. Autor: Luis Fernández García, Quelle: Wikipedia. Verööfentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Spain Lizenz.

Emsland: 45.000 Euro für Nutria-Fallen

Der Umweltausschuss des niedersächsischen Landkreises Emsland hat auf Antrag der CDU-Fraktion 45.000 Euro Fördergelder für spezielle Nutria-Fallen bewilligt. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ). Es handelt sich um spezielle Lebendfangfallen, die den Fallensteller per SMS benachrichtigen, wenn sich etwas gefangen hat. Diese Fallen sind an den Flüssen Hase und Ems vorgeschrieben, seit diese zu Natur- bzw. Landschaftsschutzgebieten erklärt wurden. Die pro Stück 300 Euro teuren Fallen sollen den Jagdausübungsberechtigten in dem Gebiet zur Verfügung gestellt werden. Im Emsland lebt der NOW zufolge die größte Nutria-Population Deutschlands: Im Jagdjahr 2015/16 wurden von den ca. 10.000 in Deutschland erlegten Nutrias 6000 in diesem Landkreis erbeutet. Die invasiven Neubürger vermehren sich rasant und richten beträchtliche Schäden an Deichen und Uferwegen an. SE

Beitragsbild: Nutria. Autor: Timo Sack. Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic Lizenz.

DJV: Deutsche Fallen erfüllen internationale Tierschutz-Normen

DJV hat gängige Fanggeräte erfolgreich wissenschaftlich testen lassen

Die gängigsten Fallen für die Jagd in Deutschland erfüllen die hohen internationalen Standards für eine humane Fangjagd (AIHTS) und sind tierschutzgerecht. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler, die im Auftrag des Deutschen Jagdverbands (DJV) Lebend- und Totfanggeräte untersucht haben. Im Fokus standen dabei Fuchs und Steinmarder, zwei häufige räuberische Säugetiere in Deutschland. Allein der Fuchs hat seit den 1970er Jahren seinen Bestand in Deutschland verdreifacht und hat wie der Steinmarder negativen Einfluss auf bedrohte Arten wie den Wiesenbrüter Kiebitz. “Fadenscheinige Argumente für ein Fallenverbot wegen mangelnden Tierschutzes sind damit endgültig entkräftet”, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Wolfgang Heins.

Weiterlesen