Schlagwort-Archive: Fähe

Wolf mit Reh geködert – Strafanzeige gegen Jäger

Weil er ein Wolf mit einem toten Reh angekirrt hat, sind ein Jagdpächter und dessen Jagdaufseher aus Barnstorf im niedersächsischen Landkreis Diepholz angezeigt worden. Das berichtet der Weser-Kurier. Demnach hatten die beiden ein bereits gerissenes Reh in der Nähe des Fundorts ausgelegt und eine Wildkamera zur Überwachung des Kadavers installiert. Deshalb hat ein Wolfshundzüchter und Volljurist namens Christian Berge, laut Weser-Kurier “selbst ernannter Anwalt der Wölfe” Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft in Verden bestätigte das Vorliegen der Strafanzeige gegenüber der Zeitung. Es sei nicht nur verboten, einen Wolf zu erschießen, argumentiert der Wolfsanwalt, es sei auch verboten, diesem nachzustellen.

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“Spieß umgedreht”: FJD zeigt PETA an

Der “Verein für Jagd in Deutschland” (FJD) hat Anzeige gegen die Tierschutzorganisation PETA erstattet. “Eine der beliebtesten Geschäftspraktiken der Tierrechtsorganisation PETA e.V. ist die öffentlichkeitswirksame Denunzierung von vermeintlichen Tierquälereien und die hemmungslose Ausnutzung aller Möglichkeiten, deutsche Staatsanwaltschaften durch irrwitzige Anzeigen auf Trab zu halten. Wir haben den Spieß jetzt einmal umgedreht und PETA ins Visier deutscher Ermittlungsbehörden gebracht”, heißt es dazu auf der Internetseite des FJD.

Anlass war der Fund einer verletzten Fähe in einem Wald bei Holdorf (Niedersachsen) und die anschließende Berichterstattung in Zeitungen und sozialen Medien. Die Fähe war dem Bericht des FJD zufolge von den Findern in eine Tierarztpraxis verbracht, dort untersucht und schließlich eingeschläfert worden. Auf einem Röntgenbild seien “röntgendichte Strukturen” festgestellt worden. Die Finder sollen dem FJD zufolge Flyer verteilt haben, auf denen die Vermutung geäußert wurde, dass der Täter vermutlich “in lokalen Jägerkreisen” zu finden sei. Der FJD bestreitet, dass es sich bei den röntgendichten Strukturen um Schrotkugeln handelt und hält eine Verletzung durch einen Wildunfall auf einer nahe gelegenen Straße für wahrscheinlicher: “Bei einer Schussverletzung im Brustbereich, die auch noch die Vorderläufe zertrümmert hat, wäre ein Fuchs lt. tierärztlicher Aussage mit nahezu 100% Sicherheit tot gewesen”, heißt es dazu auf der Homepage des FJD. Und weiter: “Auch das zitierte Tierärztliche Gutachten spricht hinsichtlich sehr vorsichtig allenfalls eine Vermutung aus, obwohl sich Schrotkugelrückstände auf Röntgenbildern eindeutig nachweisen lassen, ist von röntgendichen Strukturen die Rede. Trotz dieser eher vagen Feststellung kann eine Altverletzung nicht ausgeschlossen werden, dürfte aber mit dem aktuellen Gesundheitszustand in keinerlei Zusammenhang stehen.”

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