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Bleimunition: FACE lehnt Kriminalisierung von Jägern ab

Stellungnahme von FACE, dem Dachverband der europäischen Jagdverbände, zu der Diskussion über Bleimunition im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI-Ausschuss)

Am 18. Februar 2020 fand ein Meinungsaustausch mit der Europäischen Kommission (EK) zu Bleimunition im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) statt. Dabei wurde FACE verschiedentlich von Mitgliedern des Europäischen Parlaments und der EK erwähnt.

FACE möchte folgende Punkte klarstellen:

FACE unterstützt die schrittweise Einstellung der Verwendung von Bleischrot für die Jagd über Feuchtgebieten.

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EU-Kommission macht Vorstoß für Verbot bleihaltiger Munition

Die EU-Kommission hat die Europäische Chemikalienagentur ECHA beauftragt, Vorschläge zur Minimierung des angeblich von bleihaltiger Munition ausgehenden Risikos für Menschen und Tiere zu erarbeiten. Das teilt der Dachverband der europäischen Jagdverbände FACE in einer Presseerklärung mit. Betroffen von dem Vorhaben sind Schrot- und Büchsenmunition, auch im Sportschießen, sowie Bleigewichte, die von Fischern und Anglern verwendet werden. Das Schreiben der EU-Kommission wurde am 21. August bekannt. Die ECHA soll auch etwaige Probleme der Tiergesundheit, mögliche Risiken für Jäger, die Bleimunition verwenden und der Alternativmaterialien bewerten.

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FACE: UN-WASSERVOGELKONFERENZ SETZT NEUE SCHWERPUNKTE FÜR WASSERVOGELJAGD IN EUROPA

Die Zukunft des europäischen und afrikanischen Wasservogelschutzes wurde in der letzten Woche (4.-8. Dezember 2018) im südafrikanischen Durban beschlossen. 78 Parteien nahmen an der 7. Konferenz der Vertragsstaaten des Afrikanisch-Eurasischen Wasservogelabkommens (AEWA) teil, in deren Rahmen wichtige Entscheidungen für die künftige Erhaltung und Bewirtschaftung von Wasservögeln, einschließlich der jagdbaren Wasservögel Europas, beschlossen wurden. Auch FACE, der CIC, die nationalen Jagdverbände BASC (GB) und FNC (Frankreich) sowie das Forschungsinstitut OMPO nahmen an der Konferenz teil und wirkten aktiv an den Diskussionen über die Zukunft der Wasservögel mit.

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Bewirtschaftungsplan für Großraubtiere auf EU-Ebene gefordert

+++ Bento böse: Netto verkauft Zebrasteaks +++ Umfrage: Jeder vierte Landbewohner fürchtet den Wolf – Angst geht mit steigender Besiedlungsdichte zurück +++ NRW: Jägerin fotografiert Wolf im Kreis Wesel +++ Nepal: Leopard tötet zwei Kinder +++ Hannover: CDU fordert Verzicht auf Gebühren für Trichinenuntersuchung +++ Niedersachsen: Umweltminister Lies prüft Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Osterholz gefilmt +++ Schleswig-Holstein: Demo gegen Wölfe in Kiel +++ Hessen: Fuchsräude im Kreis Bergstraße +++

Am Mittwoch, den 28. November 2018, fand Europäischen Parlament die Konferenz “Die Jagd im Europäischen Jahr des Kulturerbes: die Herausforderungen von Heute und Morgen“ statt. Die Veranstaltung wurde organisiert vom Dachverband der europäischen Jagdverbände, FACE in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Fraktion “Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) MdEP Giancarlo Scottà, MdEP Jacques Colombier, MdEP Georg Mayer sowie MdEP Franz Obermayr.

Die Konferenz, die von FACE-Generalsekretär Ludwig Willnegger moderiert wurde, hob die bedeutende Rolle der Jäger in unserer Gesellschaft bei der Generierung wissenschaftlicher Daten und der Überwachung von Wildtieren hervor und beleuchtete den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Wert der Jagd in Europa.

Der erste, von MdEP Scottà eröffnete Konferenzteil, widmete sich den verantwortlichen Triebkräften für den Rückgang von Wildtierbeständen und koppelte dies an die europäische Gesetzgebung und eine Fallstudie zur Überwachung von Wildvögeln. Scottà betonte, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) negative Auswirkungen sowohl für die Umwelt und Biodiversität als auch den Status vieler jagdbarer sowie nicht-jagdbarer Arten hat.

Andrea Favaretto, italienischer Experte der Beringungszentrale am Monte Pizzoc in Italien, stellte das Projekt ISPRA vor, welches mehr als 80 Vogelarten überwacht. Favaretto hob hervor, dass der größte Rückgang bei den in landwirtschaftlichen Gebieten vorkommenden Arten zu verzeichnen ist und führte als Gründe hierfür den Verlust an Lebensräumen sowie nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken und den Klimawandel an.

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Jagdverbände dringen bei Treffen mit EU-Kommissar auf pragmatisches Wolfsmanagement

“Notwendigkeit der Überarbeitung des Schutzstatus von Wölfen unabdingbar!”

Die dringende Notwendigkeit pragmatischer Ansätze für das Wolfsmanagement sowie die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) standen im Vordergrund des Termins zwischen dem EU-Kommissar Günther Oettinger, Deutschem Jagdverband, LJV Baden-Württemberg und FACE.

Zum Auftakt des Treffens präsentierte DJV- und FACE Vizepräsident Dr. Volker Böhning die klaren politischen Forderungen der deutschen Jäger für ein effizientes Wolfsmanagement. Eine Aktualisierung des strengen Schutzstatus des Wolfs ist bei dessen rasanter Vermehrung und Ausbreitung und der nicht mehr hinnehmbaren Probleme für Landwirte und Tierzüchter dringend notwendig. Er kritisierte sowohl das Bundesumweltministerium als auch das Bundesamt für Naturschutz in Deutschland und forderte sie zu einer realistischeren Beurteilung der Situation des Wolfes in Europa und Deutschland auf. Der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation im Nordosten Deutschlands lasse sich nicht mehr bestreiten und es sei Zeit für ein aktives Wolfsmanagement auf jagdrechtlicher Grundlage. Die oftmals angepriesenen Präventivmaßnahmen für die Weidetierhaltung sind weder praktikabel noch finanzierbar.

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JAGD ÖSTERREICH UND FACE TREFFEN EU-KOMMISSAR JOHANNES HAHN: “ÜBERARBEITUNG DES SCHUTZSTATUS FÜR WÖLFE UNABDINGBAR”

Die dringende Notwendigkeit pragmatischerer Ansätze für das Wolfsmanagement sowie die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) standen im Vordergrund des Termines zwischen dem EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn, dem Dachverband “Jagd Österreich” und der FACE.

Zum Auftakt des Treffens gab der Geschäftsführende Landesjägermeister Dr. Ferdinand Gorton einen Überblick über die klaren politischen Forderungen von Seiten der österreichischen Jägerschaft. Der Generalsekretär der FACE Ludwig Willnegger verwies zudem auf ähnliche Forderungen des Europäischen Parlaments, des Ausschusses der Regionen sowie der Mehrheit der Mitgliedsstaaten und maßgeblicher Interessensvertreter des Ländlichen Raumes hinsichtlich des dringenden Bedarfs nach einer ordnungsgemäßen Anwendung des Artikels 19 der FFH-Richtlinie. Dies würde den Weg für eine Aktualisierung des strengen Schutzstatus des Wolfs bereiten und den Mitgliedsstaaten dadurch größere Flexibilität gewähren.

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Torbjörn Larsson neuer Präsident von FACE

Der neue Präsident des europäischen Dachverbandes der Jäger (FACE) kommt aus Schweden. DJV-Vertreter Dr. Volker Böhning gratuliert zur Wahl und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Torbjörn Larsson wurde in Brüssel zum neuen Präsidenten von FACE dem europäischen Dachverband der Jagdverbände gewählt. Der 53-jährige Schwede ist Präsident des schwedischen Jagdverbandes und bisher auch Präsident der Nordic Hunters Alliance. Er löst Dr. Michl Ebner ab, der nach Ablauf der Amtsperiode nicht mehr zur Wahl angetreten ist.

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Südtirol: Millionenstrafe für Abschussverfügungen von Murmeltier und Kormoran

FACE: “Scharfer Angriff auch auf andere nachhaltige Jagdsysteme in Europa”

Am Montag sind vom Rechnungshof in Rom der ehemalige Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder und der ehemalige Amtsdirektor des Amtes Jagd und Fischerei, Heinrich Erhard, zu insgesamt 1,14 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt worden, weil sie Abschussverfügungen für Kormorane, Murmeltiere und andere Tiere angeordnet hatten. Durch den Abschuss der geschützten Tierarten sei Italien Schaden entstanden, hatte der Rechnungshof argumentiert. Daher sollen Durnwalder und Erhard je 568.125 Euro Schadensersatz leisten. Das Urteil sei “total überzogen, unverständlich und absolut weltfremd”, erklärte der Südtiroler Bauernbund gegenüber stol.it: “Durch den Abschuss ist kein Schaden entstanden, es wurden Schäden verhindert,” sagte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler auf stol.it: “Immer wieder gibt es in der Berg- und Almwirtschaft Probleme, besonders mit den Murmeltieren. Wenn sie sich unkontrolliert vermehren und ausbreiten, ist an eine Bewirtschaftung der Bergwiesen nicht mehr zu denken.”

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1 Euro pro Jäger

Update: Details zu Zahlungsmodalitäten werden demnächst veröffentlicht

CIC und FACE starten gemeinsame Spendensammelaktion

Unter dem Motto 1 Euro/hunter starten der europäische Dachverband der Jagdorganisationen FACE und der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) eine gemeinsame Spendensammelaktion. Der politische und soziale Druck auf Jagd oder Schießsport steige extrem an, heißt es dazu in einer von den Verbänden veröffentlichten Erklärung. Daraus ergebe sich ein erhöhter Finanzbedarf für effektive Interessenvertretung und Kommunikation, um die Anliegen der Jäger zu verteidigen. Die Präsidenten von CIC, George Aman und FACE, Dr. Michl Ebner seien daher übereingekommen, bei der CIC-Initiative “1 Euro/hunter” zu kooperieren.

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Polen: “Unakzeptable und fundamental falsche Änderungen des Jagdrechts”

Es ist wie ein Alptraum: Keine Strafen für Jagdstörer, Jagdverbot für alle unter 18, regelmäßige Jägerprüfungen, Ernennung von Jagdfunktionären durch den Umweltminister – das polnische Jagdgesetz wird offenbar nach den Vorgaben totalitärer Jagdgegner umgestaltet.

Äußerst besorgt zeigt sich FACE, die Dachorganisation der europäischen Jagdverbände, über die Änderungen des polnischen Jagdgesetzes, denen der polnische Senat bereits zugestimmt hat. Diese bedeuteten “buchstäblich den Tod lange bestehender jagdlicher Tradition, Kultur und Methoden. Insbesondere die folgenden Neuregelungen, so FACE, hätten gravierende Auswirkungen auf Jagd und Jäger in Polen:

1 Das Verbot, Wildtiere ohne ausdrückliche jagdliche Zwecke zu stören. Dies würde FACE zufolge bedeuten, dass Jäger ihre Hunde und Falkner ihre Greifvögel nicht mehr effektiv trainieren könnten. FACE weist darauf hin, dass Falknerei und die Ausbildung von Greifvögeln von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt sind.

2 Die Ernennung des Präsidenten des polnischen Jagdverbands durch den Umweltminister und die Möglichkeit, diese Person durch den Minister zu entlassen, wenn ein Beratungsgremium dem zustimmt. Dies würde die Selbstverwaltung der Jägerschaft eliminieren und stelle einen unmittelbaren Angriff auf demokratische Grundprinzipien dar, so FACE.

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