Schlagwort-Archive: Europa

IWA-Nachlese: IRay – Wärmebild-Gigant aus China

Oder: Der Abstieg Deutschlands und weiter Teile Europas zu bloßen Absatzmärkten

Es ist kein Zufall, wenn einem die Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräte bekannt vorkommen, die das chinesische Unternehmen IRay auf seinem relativ bescheidenen Messestand auf der IWA 2019 zeigt. Und nein, IRay ist beileibe nicht der böse chinesische Plagiator. Vielmehr beliefert der Wärmebild-Gigant diverse deutsche und europäische Optikfirmen, die IRay-Produkte unter ihrem Namen vertreiben. Schon ab relativ kleinen Stückzahlen bietet IRAy seinen Kunden ein Branding an, das es hiesigen Anbietern ermöglicht, IRay-Erzeugnisse unter ihren Markennamen zu vertreiben. Auf dem Messetisch von IRay finden sich sogar Produkte, die für einschlägig bekannte deutsche Nachtsicht-Anbieter gebrandet sind. Und umgekehrt: Schaut man sich die Messeneuheiten an den Ständen jener Anbieter an, so leuchtet einem beim Einschalten auf dem Display mitunter das IRay-Logo entgegen.

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Studie: Klimaerwärmung ist Ursache für Rückgang der Braunbären in Europa

Die Klimaerwärmung ist verantwortlich dafür, dass der Bestand der Braunbären in Europa seit dem Ende der letzten Eiszeit dramatisch geschrumpft ist. Steigende Wintertemperaturen während der letzten 12.000 Jahre haben die Fortpflanzungsrate der Braunbären verringert und zu deren Verschwinden beigetragen, berichtet eine internationale Forschergruppe, darunter ein Senckenberg-Wissenschaftler, im Fachblatt „Scientific Reports“. Die Klimaerwärmung hat dem Braunbären zudem indirekt geschadet: größere Flächen wurden für den Ackerbau nutzbar, was den Lebensraum der Tiere zusätzlich verkleinerte. Einen besonders rasanten Rückgang der Braunbären in Europa verzeichnen die Forscher in den letzten 2.000 Jahren.

Am Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren war der Braunbär (Ursus arctos) noch überall in Europa anzutreffen. Im Gegensatz zu vielen anderen seiner damaligen Zeitgenossen hat der Braunbär bis heute überlebt. Jedoch gibt es nur noch vereinzelte Populationen, die in en Pyrenäen, Nordskandinavien und Osteuropa leben. Dass das Verschwinden der Braunbären mit dem Menschen und seiner Landnutzung zusammenhängt, ist schon länger bekannt.

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Europa-Parlamentarier: Keine Einschränkungen für Jäger und Sportschützen

MdEP Schwab und Pieper: Bestehende Regelungen für legale Waffenbesitzer in Deutschland bleiben erhalten

Die von der Kommission initiierte Verschärfung des EU-Waffenrechts wird in Deutschland nur geringe Auswirkungen haben, urteilen zwei Abgeordnete des Europa-Parlaments in einem Gastbeitrag für den Deutschen Jagdverband (DJV): Der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments hat am 13. Juli 2016 für eine entsprechende Entschärfung des EU-Kommissionsvorschlags gestimmt.
„Uns war von Anfang an wichtig, dass es für Jäger und Sportschützen in Deutschland bei den bestehenden Regelungen bleibt. Wir haben uns deshalb sehr dafür eingesetzt, zusätzliche Belastungen für deutsche Jäger und Sportschützen zu verhindern“, so der Europaabgeordnete Dr. Andreas Schwab, der Binnenmarktpolitischer Sprecher im Europäischen Parlament ist und der Europaabgeordnete Markus Pieper, der Mitglied der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Biodiversität, Jagd und ländliche Aktivitäten ist.

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CWD: EU warnt vor Lockstoffen aus Hirschurin

Anfang April wurde der europaweit erste Fall von CWD (Chronic Wasting Disease, Chronische Auszehrkrankheit) bei einem wild lebenden Rentier in Norwegen nachgewiesen, mittlerweile wurden zwei weitere CWD-Fälle bei Elchen diagnostiziert. Auf welchem Weg sich die Tiere infiziert haben, ist bislang unbekannt. Das Generaldirektorat für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (GD) der EU nimmt diese Fälle zum Anlass, vor dem Import und der Verwendung von Geruchslockstoffen zu warnen, die aus dem Urin von Hirschen gewonnen werden. Oft würden solche Lockstoffe aus Kanada oder den USA importiert, deren (Wapiti- und Weißwedel-)Hirschpopulationen seit Jahrzehnten von CWD befallen sind. Laut Wikipedia kann die Prävalenz von CWD bei in Gefangenschaft gehaltenen Herden bis zu 100 Prozent, bei frei lebenden bis zu 30 Prozent betragen. 20 amerikanische Bundesstaaten und zwei kanadische Provinzen sind von CWD betroffen. Infizierte Tiere scheiden den Erreger mit Urin und Speichel aus. Der Erreger bleibt im Boden über Jahre stabil.

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