Schlagwort-Archive: Eskalation

Gemeinde greift durch: Kinder anknurrender Wolf soll besendert werden

Im Fall des Wolfs, der bei Bannetze Kinder angeknurrt haben soll (JAWINA berichtete), zeigt die Gemeinde jetzt klare Kante: Eine Pressesprecherin der Gemeinde erklärte gegenüber der Celleschen Zeitung (CZ), dass “die Verantwortlichen der Gemeinde von Mitarbeitern aufgesucht und informiert” worden seien. Zudem werde “das Wolfsbüro mit der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf Kontakt aufnehmen, um eine fachliche Einschätzung zu erhalten.” Falls “sich durch die Recherche Handlungsbedarf ergeben sollte, könne beispielsweise eine Besenderung angeordnet” werden. Mit den so gewonnenen Daten könne ein Bewegungsprofil erstellt werden, was “Grundlage für eine gezielte Vergrämung” sei. Ein CDU-Landtagsabgeordneter forderte laut der CZ sogar, dass man nun “pro-aktiv tätig” werden müsse und “Taten statt warmer Worte” folgen müssten. Da muss sich die Bevölkerung um die Sicherheit ihrer Kinder wahrlich keine Sorgen machen… SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags in der Celleschen Zeitung (Screenshot)

Niedersachsen: Wolf knurrt Kinder an

Manchmal hat man ja den Eindruck, dass die hiesigen Wölfe die von Valerius Geist beschriebene Eskalationsskala getreulich abarbeiten: Bei Bannetze (Landkreis Celle) soll ein Wolf zwei kleine angeknurrt haben. Die Kinder sollen auf dem Weg zu ihrem Großvater gewesen sein, wie die Cellesche Zeitung berichtet (hinter Paywall). Mehreren Erwachsenen sei es gelungen, das Tier zu vertreiben. In der Umgebung häufen sich Meldungen von Wolfssichtungen: So spazierte ein Tier durch Walsrode, eine weitere Begegnung ereignete sich vor einem Kindergarten. In Bannetze soll dem NDR zufolge jetzt mit den Einwohnern der Nachbargemeinde Meißendorf, in der der Wolf ebefalls umherspaziert, eine Bürgerversammlung abgehalten werden. Es solle darüber beraten werden, wie mit dem Wolf umzugehen sei. Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Raoul Reding, rief im NDR “Eltern und Schulen dazu auf, die Kinder über das richtige Verhalten bei einer Wolfssichtung aufzuklären:  Bei Wolfsbegegnungen “sollten sich die betroffenen Personen durch Klatschen bemerkbar machen und langsam zurückziehen.” SE

Headline des verlinkten Beitrags in der Celleschen Zeitung (Screenshot).

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und EF für den Hinweis!

Streitigkeiten zwischen Jagdgegnern und Jägern eskalieren

Die juristischen und mitunter handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen militanten Jagdgegnern und -störern und Jägern steuern vielerorts auf eine neue Eskalationsstufe zu. Bei einer Gatterjagd in Hausbrunn (Niederösterreich, Bezirk Mistelbach) soll ein Jäger auf einen Jagdgegner angelegt haben, wie das Nachrichtenportal NÖN.at berichtet. Auf dem angeblichen Beweisfoto ist aber eher zu erkennen, dass der Jäger nicht genau in Richtung des Fotografen zielt.

Bei einer Fasanenjagd im Burgenland soll eine Jagdgegnerin angeblich von Maskierten “mit einer ätzenden und brennbaren Flüssigkeit” überschüttet worden sein. Der Polizei ist, einem Bericht von Heute.at zufolge, von dem angeblichen “Säureattentat” jedoch nichts bekannt. Just der Vertreter des militanten Jagdgegner-Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin Balluch, der behauptet, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein (s.o.), forderte in Heute.at, dass die Polizei aufhören solle, “die Privat-Security von Mensdorff-Pouilly  [des Jagdveranstalters] zu spielen.” Dies wäre freilich sofort möglich, wenn der VgT von seinen rechtswidrigen Jagdstörungen Abstand nähme und sich auf Protest im Rahmen der demokratischen Rechtsordnung beschränkte…

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