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Esel-Jäger: War eine Verwechslung…

Der Schweizer Jäger, der am Sonntag vier Esel eines Esel-Trekking-Unternehmens erschossen hat (JAWINA berichtete), hat gegenüber der Polizei angegeben, die Esel mit Rottieren (weiblichen Rothirschen) verwechselt zu haben. Gegenüber der Schweizer Tageszeitung Blick äußerte der für die Ermittlungen zuständige Kommandant der Gendarmerie du Châtelard Zweifel an der Aussage des 38jährigen: Bei einem Esel habe man das glauben können, aber nicht bei vier. Der Jäger soll vier Mal nachgeladen und insgesamt acht Schüsse abgegeben haben. Der Jagdverband von Arith hat dem Mann umgehend die Jagderlaubnis entzogen. Die Esel sollen sich im Unterholz am Randbereich der Weide aufgehalten haben.

Die Besitzerin der getöteten Esel, Sandrine Lassiaille, schrieb auf der Facebook-Seite ihres Esel-Trekking-Unternehmens Arpi’âne, dass sie die traurige Pflicht habe, “mit unbeschreiblichem Schmerz”die “Ermordung fast unserer gesamten Esel-Herde” zu verkünden (C’est avec une douleur indescriptible que j’ai la tristesse de vous annoncer l’assassinat de presque l’intégralité de notre troupeau d’ânes). Der Beitrag ist über 3,8 Millionen Mal geteilt worden, viele Internetnutzer haben Beileid, Wut, Empörung und Unverständnis zum Ausdruck gebracht.

Leserkommentare auf der Facebook-Seite von Arpi’âne. (Screenshot)

Beitragsbild: Internetseite der französischen Esel-Trekking-Firma Arpi’âne. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Frankreich: Schweizer Jäger erschießt vier Esel

Ein Schweizer Jäger hat am Sonntag bei Arith im französischen Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes vier Esel geschossen. Die Tiere gehörten zu einem kleinen Hof, der insgesamt fünf Esel hielt. Wie 20min.ch berichtet, mussten die Tiere eingeschläfert werden, weil sie von Kugeln im Bereich der Beine verletzt worden waren. Der Mann hatte mit seinem Bruder bei der örtlichen Jagdgenossenschaft eine Lizenz zur Jagd auf Rehe, Hirsche und Wildschweine gelöst. Der Bruder des Schießers entschuldigte sich bei der Besitzerin der Esel, ohne Gründe für das Verhalten anzugeben. Die Besitzerin der getöteten Esel erhebt laut 20min.ch schwere Vorwürfe gegen den Schützen: Er habe gesehen, dass es keine wilde Tiere sind, hätte aber keinen Tierarzt gerufen: “Man versteckt sich und lässt die Tiere leiden, man haut ab und lässt die anderen das regeln.” Der Direktor des Jagdverbandes Savoyen sagte dem Radiosender France Bleu Pays de Savoie, dass es sich bei dieser Tat nicht um einen Jagdunfall handle. Das Verhalten sei unverständlich und schade dem Ansehen der Jagd. SE

Cideo: France Bleu Pays de Savoie / YouTube